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Zeitkonsistenz : Warum gute Vorsätze so selten halten

  • -Aktualisiert am

Bild: Peter von Tresckow

Eine Diät einzuhalten oder mit dem Rauchen aufzuhören - viele Menschen scheitern daran. Dass wir gute Vorsätze so oft brechen, bringt auch die Ökonomen in Verlegenheit.

          Eine gescheiterte Diät ist nicht nur eine Niederlage für denjenigen, der abnehmen wollte, sondern auch für die ökonomische Theorie: Wenn man heute beschließt, dass eine Diät nutzenmaximierend ist, warum ändert man diesen Entschluss später, wenn es darangeht, die Diät in die Tat umzusetzen?

          „Zeitinkonsistenz“ nennen Ökonomen das Problem gebrochener guter Vorsätze: Ob man die Kalorien reduzieren will, mit dem Rauchen aufhören oder für das Alter vorsorgen möchte oder mit dem Sport anfangen will - der heute gefasste Entschluss fällt allzu oft den Schwächen von Morgen zum Opfer. Mit der traditionellen ökonomischen Theorie lässt sich dieses verbreitete menschliche Verhalten nicht vereinbaren. Dort werden solche Entscheidungen mit Hilfe des sogenannten „discounted-utility“-Modells gefällt, dem Goldstandard der traditionellen Ökonomie, wenn es darum geht, die Präferenzen von Menschen über längere Zeiträume hinweg zu modellieren. Die Grundidee des DU-Modells besteht darin, dass Menschen ihren Gesamtlebensnutzen maximieren. Und da sie gegenwärtigen Konsum dem zukünftigen Konsum vorziehen, „diskontieren“ sie den Konsum späterer Perioden. Das heißt, sie zinsen ihn auf die Gegenwart ab, gewichten ihn also mit einem Faktor kleiner eins.

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