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Der Überschuss wächst weiter Krankenkassen bauen Rücklagen um 3,7 Milliarden Euro aus

Die gesetzlichen Krankenkassen haben auch im dritten Quartal weniger Geld benötigt, als ihnen der Gesundheitsfonds zugewiesen hat. Besonders gut lief es bei der Techniker Krankenkasse.

© dapd Vergrößern Bei der Techniker Krankenkasse läuft es in diesem Jahr besonders gut.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben auch im dritten Quartal weniger Geld benötigt, als ihnen der Gesundheitsfonds zugewiesen hat. Sie dürften ihre Rücklagen um eine Milliarde Euro ausgeweitet haben. Allein die Ersatz- und Ortskrankenkassen, bei denen gut zwei Drittel der gesetzlich Versicherten sind, weiteten ihren Überschuss nach Angaben aus Kassenkreisen um mehr als 900 Millionen Euro aus. Die Knappschaft vergrößerte ihn im Quartal um 56 Millionen auf 164 Millionen Euro.

Andreas Mihm Folgen:  

Nachdem alle Kassen zur Jahresmitte ein Plus von 2,7 Milliarden Euro erzielt hatten, dürfte es Ende September bei mindestens 3,7 Milliarden Euro liegen. Das wäre nahe an den 3,9 Milliarden Euro, die der Schätzerkreis als Jahresüberschuss kalkuliert hat. Ende 2011 hatten die 145 Kassen 10 Milliarden Euro auf der hohen Kante. Die Reserven von Kassen und Gesundheitsfonds belaufen sich auf mehr als 20 Milliarden Euro.

Ersatzkassen machen 1,6 Milliarden Euro Plus

Auch bei den Betriebs- und Innungskrankenkassen, deren Zahlen noch nicht vorlagen, wird ein Überschuss erwartet. Sie hatten zur Jahresmitte ein Plus von 330 und 280 Millionen Euro gemeldet. Anfang Dezember will das Gesundheitsministerium die Daten offiziell mitteilen. Die AOK konnten ihr Plus im dritten Quartal um gut 300 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro erhöhen, die Ersatzkassen sogar um mehr als 600 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro.

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Allerdings verlief die Entwicklung nicht bei allen Kassen gleichförmig. Die Platzhirsche Barmer/GEK und Techniker-Krankenkasse (TK) konnten bei den Ersatzkassen - wie auch die kleineren Kassen HEK und hkk - ihren Überschuss im Quartal nahezu verdoppeln. DAK und KKH-Allianz, die bis zum Jahresanfang einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen mussten, gelang das nicht. Ihr Einnahmenüberschuss legte nur noch geringfügig auf gut 250 und knapp 37 Millionen Euro zu.

Große Unterschiede zwischen den Verwaltungskosten

Den mit Abstand höchsten Überschuss weist die TK mit mehr als 870 Millionen Euro aus. Die nach Mitgliedern größere Barmer/GEK kommt auf 420 Millionen Euro. Die TK hatte wie auch die HEK unlängst angekündigt, ihren Mitgliedern eine Prämie auszuschütten, die hkk tut das bereits seit Jahren.

Der Vergleich der Verwaltungskosten zeigt, dass diese drei Kassen auch die mit Abstand niedrigsten Aufwendungen für ihren Betrieb auswiesen, sie liegen bis zu einem Viertel unter den Kosten der Konkurrenz.

Quelle: F.A.Z.

 
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