12.11.2005 · Als Vorsitzender der „Kommission Steuergesetzbuch“ entwirft Lang eine neue Einkommen- und Unternehmensteuer. Der Fachmann orientiert sich dabei an den Realitäten, ohne jedoch seine marktwirtschaftliche Grundlinie zu verraten.
Es ist sein letztes Semester als Professor an der Universität Köln, aber der 65 Jahre alte Steuerwissenschaftler hat noch einiges vor. Als Vorsitzender der „Kommission Steuergesetzbuch“ will er bis zum Jahresende für die große Koalition eine neue Einkommen- und Unternehmensteuer entwerfen.
Unermüdlich mahnt Lang, der als Mitautor eines tausendseitigen Standard-Lehrbuchs den Steuerdschungel bis ins tiefste Dickicht hinein kennt, Deutschland brauche ein einfaches Einkommensteuerrecht und eine Unternehmensbesteuerung, die das Land wettbewerbsfähig macht.
Die Gesetzesvorschläge der Kommission sind kein Radikalprojekt. Gerade deshalb haben Union wie SPD Zustimmung signalisiert. Lang und seine Mitstreiter beseitigen Mißbildungen des Systems, ohne es komplett umzupflügen. Sie vereinfachen, verbessern die Rahmenbedingungen und verteilen die Steuerlast gerechter. Die Entscheidung über Steuersätze überlassen sie der Politik.
Lang ist ein pragmatischer Reformer, den der Wildwuchs im Steuerrecht wütend macht. Er orientiert sich an fiskalischen und politischen Realitäten, verrät aber seine marktwirtschaftliche Grundlinie nicht. Sein Wissen und Können setzt er ein, um wirklich etwas zu bewegen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2472 | −0,13% |
| Rohöl Brent Crude | 106,71 $ | −0,13% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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