http://www.faz.net/-gqe-8m90d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 10.10.2016, 17:57 Uhr

WM-Baustellen in Qatar Gewerkschaft will Fifa verklagen

Eine niederländische Gewerkschaft plant eine Klage gegen die Fifa. Der Fußball-Weltverband soll für menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Qatar mitverantwortlich sein.

von
© dpa Da hatte er noch gut lachen: Fifa-Präsident Gianni Infantino (rechts) im April zu Besuch in Qatar

Der größte niederländische Gewerkschafts-Dachverband (FNV) bereitet eine Klage in der Schweiz gegen den Internationalen Fußball-Verband (Fifa) vor. Das bestätigte er am Montag gegenüber der F.A.Z. Es geht um die Mitverantwortung der Fifa für menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Qatar. Grundlage für die Klage sollen belastende Aussagen eines Arbeiters aus Bangladesch sein.

Michael Ashelm Folgen:

Im Jahr 2022 will das Emirat das Weltmeisterschaftsturnier ausrichten. Seit Jahren kritisieren Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften die Situation der Gastarbeiter vornehmlich vom indischen Subkontinent. Für Ende des Jahres kündigten Regierungsstellen in Qatar Reformen des Arbeitsrechts an. Der Fußball-Weltverband informierte die F.A.Z. am Montag über einen Brief vom FNV in den Niederlanden, in dem gegenüber der Fifa juristische Schritte angekündigt werden.

 
Der Fifa droht eine Klage wegen der Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Katar

Mehr wollte die Fifa dazu nicht sagen, verwies allerdings auf verschiedene eigene Vorstöße in der Vergangenheit, in denen der Verband sich für Veränderungen bei den Arbeiterrechten in Qatar eingesetzt habe. Die niederländische Zeitung „De Volkskrant“ meldete, dass Fifa-Präsident Gianni Infantino vom FNV eine dreiwöchige Frist eingeräumt wird, in denen die Fifa eine Entschädigung zahlen könne für den Arbeiter, um eine Anklage zu vermeiden.

Boschs Abgas-Verantwortung

Von Susanne Preuß

Der Diesel-Skandal schadet Bosch – selbst wenn sich herausstellt, dass jeder einzelne Mitarbeiter ein reines Gewissen hat. Mehr 1 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage