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Debatte über 30-Stunden-Woche Würden Sie weniger arbeiten?

 ·  Wir kennen die Debatte noch aus den Achtzigerjahren, jetzt lebt sie wieder auf: Kann eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden je Woche die Probleme am Arbeitsmarkt lösen? Diskutieren Sie mit!

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Lange ist in Deutschland nicht mehr über die 30-Stunden-Woche diskutiert worden; selbst in den Gewerkschaften war diese Forderung zuletzt umstritten. Jetzt ist die Debatte wieder da: Ohne Arbeitszeitverkürzung nie wieder Vollbeschäftigung - sagen die einen. Eine absurde Schwächung der deutschen Wettbewerbsposition - kontern die anderen.

Auslöser war ein offener Brief eines Bündnisses aus Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern an Parteien, Verbände und Kirchen. Die hohe Arbeitslosigkeit führe zu einem Überangebot an Arbeitskräften, drücke die Löhne und setze Beschäftigte unter Druck, heißt es darin. „Notwendig ist eine faire Verteilung der Arbeit durch eine kollektive Arbeitszeitverkürzung“. Konkret fordern die Unterzeichner eine kollektive 30-Stunden-Woche bei „vollem Lohnausgleich“, deuten aber gleichzeitig an, dass im Gegenzug auf Lohnerhöhungen entsprechend der Produktivitätssteigerung verzichtet werden könne.

Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände wies den Vorschlag postwendend als absurd zurück: „Die Lohnstückkosten würden dadurch drastisch nach oben getrieben und der ohnehin bestehende Fachkräftemangel nochmals erheblich verschärft.“ Die deutsche Wettbewerbsposition würde sich dadurch schwächen.

Wir fragen nun Sie: Könnten Sie sich eine Verkürzung Ihrer eigenen Arbeitszeit vorstellen? Würden Sie Vorteile sehen, etwa bei der Kinderbetreuung? Arbeiten Sie vielleicht schon Teilzeit und sehnen sich danach, das nicht länger rechtfertigen zu müssen? Oder hätten Sie Furcht, dass der versprochene Lohnausgleich sich hinterher doch nicht als voller Lohnausgleich herausstellt? Wäre Ihre Arbeit überhaupt in 30 Stunden schaffbar? Oder hätten Sie gar Angst davor, über kurz oder lang komplett Ihren Job zu verlieren?

Diskutieren Sie mit und schreiben Sie uns in der Leserkommentarspalte dieses Textes Ihren persönlichen Debattenbeitrag!

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12.02.2013, 11:48 Uhr

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