Home
http://www.faz.net/-gqe-76hlc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Digitale Exzellenz

Debatte über 30-Stunden-Woche Würden Sie weniger arbeiten?

Wir kennen die Debatte noch aus den Achtzigerjahren, jetzt lebt sie wieder auf: Kann eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden je Woche die Probleme am Arbeitsmarkt lösen? Diskutieren Sie mit!

© dpa Vergrößern Einfach mal früher gehen: Kann die 30-Stunden-Woche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern? Oder ist sie in Zeiten des Fachkräftemangels schlicht total fehl am Platz?

Lange ist in Deutschland nicht mehr über die 30-Stunden-Woche diskutiert worden; selbst in den Gewerkschaften war diese Forderung zuletzt umstritten. Jetzt ist die Debatte wieder da: Ohne Arbeitszeitverkürzung nie wieder Vollbeschäftigung - sagen die einen. Eine absurde Schwächung der deutschen Wettbewerbsposition - kontern die anderen.

Auslöser war ein offener Brief eines Bündnisses aus Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern an Parteien, Verbände und Kirchen. Die hohe Arbeitslosigkeit führe zu einem Überangebot an Arbeitskräften, drücke die Löhne und setze Beschäftigte unter Druck, heißt es darin. „Notwendig ist eine faire Verteilung der Arbeit durch eine kollektive Arbeitszeitverkürzung“. Konkret fordern die Unterzeichner eine kollektive 30-Stunden-Woche bei „vollem Lohnausgleich“, deuten aber gleichzeitig an, dass im Gegenzug auf Lohnerhöhungen entsprechend der Produktivitätssteigerung verzichtet werden könne.

Mehr zum Thema

Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände wies den Vorschlag postwendend als absurd zurück: „Die Lohnstückkosten würden dadurch drastisch nach oben getrieben und der ohnehin bestehende Fachkräftemangel nochmals erheblich verschärft.“ Die deutsche Wettbewerbsposition würde sich dadurch schwächen.

Wir fragen nun Sie: Könnten Sie sich eine Verkürzung Ihrer eigenen Arbeitszeit vorstellen? Würden Sie Vorteile sehen, etwa bei der Kinderbetreuung? Arbeiten Sie vielleicht schon Teilzeit und sehnen sich danach, das nicht länger rechtfertigen zu müssen? Oder hätten Sie Furcht, dass der versprochene Lohnausgleich sich hinterher doch nicht als voller Lohnausgleich herausstellt? Wäre Ihre Arbeit überhaupt in 30 Stunden schaffbar? Oder hätten Sie gar Angst davor, über kurz oder lang komplett Ihren Job zu verlieren?

Diskutieren Sie mit und schreiben Sie uns in der Leserkommentarspalte dieses Textes Ihren persönlichen Debattenbeitrag!

Quelle: nab./FAZ.net

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Verlängerung des Hilfspakets Bundestag billigt Hilfen für Athen

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag einer Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland zugestimmt. Lediglich 32 Abgeordnete stimmten mit Nein, 13 enthielten sich. In der Debatte zuvor hatte Finanzminister Schäuble die Griechen gemahnt: Solidarität hat auch etwas mit Verlässlichkeit zu tun. Mehr

27.02.2015, 11:37 Uhr | Politik
Gesundheitsversorgung Eine Frage von Leben und Tod: Krise in Griechenland

Auf der griechischen Touristeninsel Samos ist die Gesundheitsversorgung seit Beginn der Wirtschaftskrise nicht mehr gewährleistet. Spezialisten arbeiten oft auf Abruf, 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Mehr

22.01.2015, 14:30 Uhr | Gesellschaft
Strengere Nutzungsbedingungen Google und Reddit beschränken Nacktfotos

Nach dem Skandal um Nacktfotos von Prominenten will die Plattform Reddit Nacktfotos stärker kontrollieren. Google verbietet sie auf seinem Dienst Blogger gleich ganz. Mehr Von Jonas Jansen

25.02.2015, 21:51 Uhr | Feuilleton
Der steinige Weg zum K-Popstar

Sechs junge Frauen arbeiten hart für ihren Traumberuf: Die Mitglieder der südkoreanischen Girlgroup Billion wollen K-Popstars werden, doch vor dem erträumten Glamour-Leben stehen 16-Stunden-Tage und strenge Diätpläne. Ein erstes Album haben Billion veröffentlicht, der große Durchbruch lässt noch auf sich warten. Mehr

10.09.2014, 10:27 Uhr | Feuilleton
Kolumne Mein Urteil Kann mir wegen einer Unterschriftenaktion gekündigt werden?

Ein Schichtleiter möchte die Arbeitszeit herabsetzen. Den Betriebsrat kann er dafür nicht gewinnen. Deshalb sammelt er selbst Unterschriften, um sein Anliegen durchzusetzen. Ihm wird gekündigt. Zu Recht? Mehr Von Regina Steiner

28.02.2015, 08:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.02.2013, 11:48 Uhr

Unfug vom Minister

Von Carsten Knop

Justizminister Heiko Maas hält die Frauenquote in Aufsichtsräten für den größten Beitrag zur Gleichberechtigung seit der Einführung des Frauenwahlrechts. Was für ein Unsinn! Mehr 3


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Hauptverdiener Mann

Bei den meisten Paaren in Deutschland sind die Männer nach wie vor die Hauptverdiener. Das ändert sich nur langsam. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden