Home
http://www.faz.net/-gqe-6z5k2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Datentarife Günstig mit dem iPad ins Internet

Ein Gerät verändert die gesamte Tariflandschaft: Das neue iPad lässt die Kosten für mobiles Internet sinken. Davon profitieren auch die Besitzer anderer Tablet-Computer.

© AFP Vergrößern Neue Tarife nötig: Das neue iPad kann Daten sehr viel schneller übertragen als das alte

Wer ein iPad oder einen anderen Tablet-Computer hat, muss den auch irgendwie ins Internet bringen - sonst macht das Gerät keinen richtigen Spaß. Zu Hause funktioniert das meistens über den DSL-Anschluss und das eigene W-Lan. Aber wer auch unterwegs ins Internet gehen möchte, der braucht einen Mobilfunk-Tarif.

Diese Tarife sind zuletzt wieder in Bewegung gekommen. Denn Apples neues iPad, das seit einem Monat auf dem Markt ist, macht neue Tarife nötig - solche, in denen die Mobilfunk-Firmen die Daten schneller fließen lassen. Denn das neue iPad kann Daten sehr viel schneller übertragen als das alte. Theoretisch ist es zehnmal so schnell, in der Praxis wird in Deutschland höchstens die sechsfache Geschwindigkeit erreicht. Sie wird in „Mbit pro Sekunde“ angegeben, 42 davon schafft das neue iPad in Deutschland höchstens, doch die meisten Leute haben schon zu Hause höchstens 6 Mbit („DSL 6000“) oder 16 („DSL 16000“), die die Leitungen in der Praxis auch nicht immer hergeben.

Längst nicht jeder braucht die neuen Turbo-Tarife

Anfang April hat die Telekom neue Preise für ihre mobilen Datentarife eingeführt - und zwar nicht nur für die teuren Hochgeschwindigkeits-Tarife, sondern auch für die alten mit kleinerer Geschwindigkeit. So verändert das neue iPad die ganze Tariflandschaft.

Infografik / Tabelle / Tablet-Tarife

Das ist wichtig, denn längst nicht jeder braucht die neuen Turbo-Tarife. Schon die alten Tarife reichen für normales Surfen und den normalen E-Mail-Abruf locker aus. Wer dagegen die neuen Hochgeschwindigkeits-Geräte ausnutzen möchte, muss im Monat locker 20 oder 25 Euro mehr bezahlen. Vodafone verlangt für den schnellsten Tarif sogar 40 Euro mehr als für den Standard-Tarif - dafür sind die Daten auch siebenmal so schnell unterwegs. Zumindest dort, wo das Netz schon ausgebaut ist.

Mehr zum Thema

Da kann es sich häufig noch lohnen, auf die hohe Geschwindigkeit zu verzichten. Wer sein Tablet schon hat, der kommt mit zehn Euro im Monat locker aus. Wer erst noch eines kaufen muss, für den sind in vielen Fällen die Kombitarife relativ günstig - vor allem die von Tarif-Wiederverkäufern, die Datentarife der Mobilfunk-Betreiber anbieten und Teile ihrer Provision an die Kunden weitergeben.

Viele Handyfirmen bieten Kunden eine zweite Sim-Karte an

Wer nur selten unterwegs ist, der kann auch auf Tagesflatrates ausweichen. Dafür holen sich die Tablet-Besitzer eine Sim-Karte vom Mobilfunk-Betreiber - der berechnet aber nur an den Tagen Geld, an denen das Tablet auch tatsächlich damit ins Internet gegangen ist. Das kostet 2,50 Euro am Tag bei Simyo im E-Plus-Netz, dafür dürfen die Kunden 500 Megabyte herunterladen - das reicht locker aus fürs Surfen und eine komplette F.A.S.-Ausgabe. T-Mobile verlangt rund 5 Euro am Tag. Dafür dürfen die Kunden bei T-Mobile doppelt so viele Daten herunterladen wie bei Simyo.

Wer schon einen Datentarif für das Smartphone hat, kommt möglicherweise ohne einen teuren zusätzlichen Tablet-Tarif aus. Viele Handyfirmen bieten ihren Kunden eine zweite Sim-Karte an, die dann fürs Tablet dienen kann. Die Telekom und Vodafone zum Beispiel verlangen dafür keine monatliche Gebühr, nur einmalig 30 Euro für die neue Sim-Karte.

Manche Smartphones machen das sogar noch billiger. In einigen Datentarifen können die Smartphones um sich herum einen eigenen W-Lan-Hotspot eröffnen. Das bedeutet: Andere Geräte können per W-Lan über dieses Smartphone ins Internet kommen - so wie zu Hause über den DSL-Router. Der Besitzer kontrolliert, wer diesen Hotspot nutzen darf. Smartphone-Besitzer sollten ausprobieren, ob ihr Handy das schafft. Wenn ihnen dieser Internet-Zugang gefällt, können sie nicht nur die Sim-Karte sparen. Sondern sie können auch einen Tablet-Computer kaufen, der keinen eigenen Zugang zum Handynetz hat, sondern nur über W-Lan ins Internet kommt. Der ist in der Anschaffung locker 100 Euro günstiger.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Apple Drei Gründe für den Erfolg des iPhone

Das aktuelle iPhone ist ein Auslaufmodell. Und es hat viel Konkurrenz. Trotzdem verkauft Apple immer mehr davon. Woran liegt das? Mehr

23.07.2014, 16:09 Uhr | Wirtschaft
DSL-Anschluss O2 drosselt

Es gibt offenbar Unternehmen, die suchen geradezu den sogenannten Shitstorm. Gemeint sind diesmal nicht die Bahn, Post oder Telekom. Mehr

18.07.2014, 00:10 Uhr | Technik-Motor
Neuer Dienst Amazon bereitet E-Book-Flatrate in Amerika vor

Knapp 10 Dollar im Monat und dafür Zugriff auf 600.000 Titel: Amazon hat sich einen neuen Abo-Dienst ausgedacht - zunächst aber nur für die Vereinigten Staaten. Mehr

17.07.2014, 08:49 Uhr | Wirtschaft

Mut zu harten Sanktionen gegen Russland

Von Henrike Roßbach

Die deutsche Wirtschaft sagt, gegenüber Moskau gilt das Primat der Politik. Daran sollte sie sich jetzt halten - wenn es anfängt, wirklich weh zu tun. Mehr 58 26


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Im Land der Zuhause-Arbeiter

Viele Deutsche arbeiten von daheim aus - mindestens ab und zu. Das gilt für Angestellte, für Selbständige sowieso. Und sogar für mehr als 40 Prozent der Beamten. Mehr