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Datenschutz : Warnschuss von Spotify

Der Musikdienst Spotify will auf Fotos oder Kontakte zugreifen, die die Nutzer auf ihren Handys gespeichert haben. So wird ein sympathisches Unternehmen zur Datenkrake. Warum das ein besonderer Warnschuss ist.

          Daten sind ein Schatz. Wer daran zweifelt oder den Satz nicht mehr hören kann, dem gibt der scheinbar harmlose digitale Musikdienst Spotify etwas auf die Ohren: Die Nutzungsbedingungen wurden so geändert, dass Spotify Informationen, die der Nutzer auf dem Mobiltelefon gespeichert hat, erfassen und weiterverarbeiten kann. Dabei handelt es sich etwa um Kontakte, Fotos oder Mediendateien.

          Natürlich soll das einer Verbesserung des Nutzungserlebnisses dienen. Das aber ist nur die eine Seite. Wichtiger ist der Teil, der mit dem Geschäft zu tun hat: Gegebenenfalls werden die Daten mit Werbepartnern geteilt, die ihre Kampagnen besser zuschneiden können. Das betrifft 55 Millionen Kunden, die den kostenlosen Spotify-Dienst nutzen.

          Sympathischer Musikdienst wird zur Datenkrake

          Und auch wenn andere längst so dreist sind wie nun Spotify, ist dies ein besonderer Warnschuss: Ein sympathischer Musikdienst wird zur Datenkrake. Wieder ist es ein Anbieter, den es bis vor wenigen Jahren nicht gab, der nun seine Marktstellung zu nutzen weiß.

          Etablierte Unternehmen geraten beim Datensammeln und -auswerten hingegen ins Hintertreffen. Das wird sich rächen. Denn die meisten Nutzer stimmen leider jeder Datensammlung zu.

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