04.05.2010 · Die schöne Strategie der VZ-Netzwerke ist an nur einem Tag über den Haufen geworfen worden - und das von einem Studenten, der 1,6 Millionen persönliche Daten meist minderjähriger Nutzer im Schüler VZ kopiert hat. Die Aktion trifft das Netzwerk an seinem empfindlichsten Punkt.
Von Holger SchmidtDenn es war das Thema Datenschutz, das der Chef der VZ-Gruppe, Clemens Riedl, immer wieder als (einzig verbliebenes) Argument im Wettbewerb gegen den übermächtigen amerikanischen Konkurrenten Facebook in die Waagschale geworfen hatte. Das Engagement der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gegen Facebook spielte Riedl perfekt in die Karten.
Und nun das. Zwar hat der Student nur Daten kopiert, die von den Nutzern zur Ansicht freigegeben wurden. Doch allein die Möglichkeit, dass nun schon wiederholt Daten in großem Stil in den VZ-Netzwerken kopiert wurden, lässt öffentlich Zweifel an den Sicherheitssystemen aufkommen - trotz TÜV-Zertifikats.
Das Unternehmen muss sich nun eine neue Strategie einfallen lassen. Und die Nutzer der Netzwerke sollten sich vor jeder Aktion vor Augen führen, wer die dort eingestellten Daten und persönlichen Aussagen lesen kann.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2478 | −0,08% |
| Rohöl Brent Crude | 106,73 $ | −0,11% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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