09.01.2010 · Wer die CO2-Bilanz seines Frühstückseis aufbessern will, sollte weniger nach dem Glück der Hühner schielen, sondern darauf achten, einen Eierkocher zu benutzen und mit dem Fahrrad zum Supermarkt zu radeln.
Eierkochen ist nicht nur deshalb eine heikle Sache, weil die einen auf fünf, die anderen auf sechs Minuten bestehen. Auch die Kohlendioxid-Bilanz eines Frühstückseis sieht völlig unterschiedlich aus, wenn man dazu den normalen Kochtopf benutzt oder zum Eierkocher greift.
Der Topf braucht etwa doppelt so viel Energie, und damit sind auch Kohlendioxid-Emissionen erheblich größer. Das zeigt eine Fallstudie mit sechs Bio-Freilandeiern, die der Handelskonzern Tengelmann vorgenommen hat. Auch glückliche Hühner sind Klimasünder, weil sie Futter brauchen. 62 Prozent der Emissionen entstehen daher in der Aufzucht von Junghennen und im Legebetrieb. Auf den Transport der Eierkartons zu den Filialen entfallen dagegen nur etwa zehn Prozent der Emissionen von insgesamt knapp 700 Gramm Kohlendioxid.
Das Unternehmen sieht im Legebetrieb und auch im Vertrieb kaum noch Reduktionspotentiale, wohl aber traut es dem Verbraucher zu, im Eierkonsum noch etwas zum Wohle der Welt leisten zu können. Auch hier wird von der Autofahrt zur Filiale abgeraten und das Fahrrad als klimafreundliche Alternative empfohlen, weil es keine Emissionen erzeugt. Und schließlich kommt der Tipp mit dem Eierkocher. Offenbar gehören die zum Tengelmann-Sortiment.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2478 | −0,08% |
| Rohöl Brent Crude | 106,73 $ | −0,11% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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