01.02.2013 · Das Holz wird knapp. Im Wald sieht man das nicht. Gleichwohl hat ein Wettlauf ums Holz begonnen. Und nicht nur Strom und Wärme, sondern auch Plastik und Pullover werden aus Bäumen gemacht.
Von Jan GrossarthRichtlinien für Lesermeinungen
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EU-Subventionierter Irrsinn und Brachflächen
Nun, nachdem die deutsche Landwirtschaft wegsubventioniert wurde mit Quoten für Milch, und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nichtbewirtschaftungs- und Streuobstweisenausgleich wäre es sicherlich eine Idee, diese nicht mehr subventionierten Flächen ggf. nachahltig aufzuforsten. Langfristig ein interessantes Investment und Brachflächen könnten dadurch wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Ich bin weißgott kein Ökofreak, aber der kausale Zusammenhang, dass Felder durch Rodung der Wälder gewonnen wurde, würde hier mit der Aufforstung den Kreis wieder schließen und aus einem Landwirt wird ein Forstwirt.
Habe jetzt alle bisherigen Kommentare durchgelesen und stelle fest, dass
schon die Panik ueberwiegt. Dabei hat doch der im Artikel erwaehnte
Foerster gesagt, dass es genug Holz hat. Ich finde es erfreulich, dass
das Holz jetzt wieder etwas mehr genutzt wird, nachdem es jahrelang
einfach verfault ist.
Holz aus Schweden importieren? IKEA macht es schon lange. Die Moebel
werden irgendwann verbrannt, wahrscheinlich nicht im modischen (und
ineffizienten) Kamin. Dort wird auch kein Restholz verbrannt.
Die Rechnung von Reinhard Wolf ist wohl richtig. Aber der Ansatz alles
oder nichts ist falsch.
Es ist falsch allen Strom mit Wind erzeugen zu wollen, es ist falsch
allen Strom mit Photovoltaik erzeugen zu wollen und es ist falsch allen
Strom mit Kernkraftwerken erzeugen zu wollen. Es ist richtig alle
vorhandenen Moeglichkeiten zu nutzen.
Wenn ich sehe, wie hier im Südwesten der Republik so nach und nach die Bäume in der Landschaft
abgeholzt werden und aber nichts gravierend Neues angepflanzt wird, dann
Frage ich mich, ob dieser Ökowahn überhaupt noch für
Lebensqualität steht! ...die Subventionierung der Pelletherstellung
über die Stromverbraucher setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf...
Das mathematische Rechenbeispiel von Herrn Wolf zeigt die verquere Logik
des Ganzen.
Ideologie steht über der Vernunft...und das greift auch noch auf
immer mehr Themen über.
Na das sind schon ganz andere Werte!
Und die (strom)subventionierte Herstellung der Pellets wird ja erst noch durch den allgemeinen Stromverbraucher bezuschusst. Schon alleine da sieht man doch, wie hirnverbrannt diese ganze Planwirtschaft ist.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 10:01 UhrOh, da ist etwas verrutscht, Herr Hans-Ulrich Pietz, dies ist meine Antwort an sie
...
...da soll wohl der Preis getrieben werden :-)
...der Preisanstieg bei Pellets beträgt übrigens in den
letzten Jahren nur etwas mehr als die Inflationsrate.
Man muss sich nur ein nicht verfälschtes Diagramm ansehen (Link
entfernt; die Moderation).
Und ganz nebenbei kostet die KWh (also die Heizenergie) bei Heizöl
ca. 9 Cent, bei Pellets ca. 5 Cent....da ist noch ziemlich Luft drin.
Vollkosten und sonst gar nichts?
Eine Pelletsanlage kostet mit Tank weit über 20.000 €.
Eine gute Gastherme so um die 7.000
Für die ca 15.000 € Differenz kann ich mit meiner Gastherme ca
20 Jahre heizen.
Heizöl liegt kostenmäßig derzeit zwischen den beiden -
war aber lange Zeit günstiger als Gas.
Und es fliegt kein Tank in die Luft...
Wenn also Kosten verglichen werden, dann bitte auf Basis von Vollkosten.
und sonst:
Abgasqualität: spricht deutlich für Gas
Rohstoffverfügbarkeit: Keine Engpässe - weder bei Gas noch bei Holz
Zuverlässigkeit der Anlage / Wartungskosten: Klarer Vorteil
für Gas
Natürlich spricht mancher Heizungsbauer für eine
Pelletsheizung: Mehr Gewinn bei Installation und während des
Betriebs (höhere Erlöse durch Wartungskosten). Wenn es um das
eigene Geld geht lohnt immer noch "Kopf einschalten und richtig rechnen"
Aus für nachhaltige Forstwirtschaft?
Steigende Holzpreise motivieren zur Nutzung von Wäldern als
hocheffiziente Holzfabriken.
Der eigentlich gewünschte Umbau zu nachhaltiger
Mischwald-Wirtschaft bleibt da auf der Strecke. Mit allen Folgen
für Landschaft, Robustheit (gegen eine potentielle
Klimaerwärmung), Boden (Erosion), Artenvielfalt etc.
Das wären alles Themen, die ernsthafte Umweltschützer
aufschrecken müßten. Aber von den Grünen hört man
keinen Ton. Für sie zählt nur noch das böse, böse CO2.
Kein Problem, dass ein Energieträger/Rohstoff wie Holz knapp & teuer wird ...
... denn solange Ressourcen in grossem Ausmaß verschwendet werden, können sie gar nicht zu teuer sein. Wenn man hinschaut wieviel Möbel aus Holz & Spannplatten jedes Jahr auf dem Müll landen, wieviel Verpackungen & Einmalpaletten aus Holz in der Müllverbrennung landen ... also da ist Rohstoff genug der verschendet wird! Heizen mit Holz in einem gut isolierten Haus, als romantisches Ereignis, wenn man sich zusammen um den Ofen setzt und bei einem schönen Glas Wein in die Flammen schaut. Herrlich!! Aber dazu reichen ein paar Festmeter pro Jahr! Und es spart ein wenig Öl oder Gas ein. Die Asche ist wieder ein prima Dünger für den Garten! Und wer mit dem SUV in den Wald fährt & für ein bißchen Brennholz erstmal 100erde Euros in seine Ausrüstung investiert, der wird sowieso nicht rechnen müssen. Aber wie wäre es denn nun mit Aufforstungsmassnahmen? Kann man Arbeitslose beschäftigen! Und alleine bei uns im Ort gibt es unzählige Brachflächen. Bei weiter steigenden Preisen rechnet sich das!!
In unser Gegend, in Südostschweden haben wir nicht solche Probleme. Brennholz ist billig. Selbst bezahle ich 300 SEK pro kubikmeter Brennholz und verbrauche ungefär 20-25 kubikmeter Brennholz jedes Jahr. Aber das wichtigste zu tun ist ja schon im Frühling das Jahrverbrauch zu kaufen am liebsten vor Ostern. Dann kann man es gut trocknen und es wird ökonomi. Am ende März kaufe ich noch 20 kubikmeter. Billig und mann wird warm zwei bis drei mal mit all Tragen. Kommen Sie bitte nach Schweden und kaufen Sie was Sie brauchen! Es wächst mehr als was wir verbrauchen. Holz- unser grünes Gold.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 12:59 UhrGewiss richtig.
An Herrn Baumert!
Natürlich haben Sie recht. Die Deutschen sind ja zehnmal die
Befölkerungsgrösse in vergleich mit Schweden. Das macht ein
weniger Druck an die Wälder. Sonst glaube ich, dass es schon viele
LKW-s nach Deutschland gefahren sind oder mit dem Zug mit ... Holz. Ist
unser Exportprodukt mit grossem E. Ich hoffe aber, mit meinem halben
Deutsches Herz, das die Energiprobleme für Deutschland gelöst
wird.
Mit freundlichen Grüssen:
Martin Danielsson, Gamleby, Västerviks kommun
Hej Hej:)
ein Schwede hier im Forum - vad roligt:)
..aber meinen sie nicht, dass das Holz in Schweden dann teurer wird,
wenn es nach Deutschland verkauft wird? Wenn das deutsche Holz hier
nicht reicht, dann zeigt es doch, dass hier der Falsche Weg gegangen wird.
Warum nicht Holz von Schweden nach Deutschland exportieren? ...
... Wir kriegen das sicher schnell auf die Reihe, Ihre Waelder abzuholzen und zu verfeuern. Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus zuend andre an!
... ist das Hauptproblem. Der Holzmangel ist nur eines der Symptome.
Spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kann sich die
Bevölkerung Deutschlands prinzipiell nicht mehr autark aus den
Ressourcen des eigenen Landes ernähren. Die Lösung der
Vergangenheit bis heute war der Export von Gütern und
Dienstleistungen, um den Import von Rohstoffen zu bezahlen (oder einfach
das Ausplündern von deutschen Kolonien zu Zeiten des Kaiserreichs
oder Hitlers Eroberungsfeldzug "um Lebensraum im Osten").
In der Zukunft wird dies immer schwieriger. Zum einen ist der Rest der
Welt mittlerweile auch ziemlich überbevölkert, zum anderen
treten Schwellenländer wie Indien oder China in zunehmende
Konkurrenz mit Deutschland, was Waren und Dienstleistungen betrifft. Und
diese Situation trifft in Deutschland auf eine wohlstandsverwöhnte,
übersättigte Gesellschaft ohne Biss und ohne Ideen, die an
Ammenmärchen wie ein nachhaltiges Wirtschaften bei
Überbevölkerung glaubt.
Volle Zustimmung
Sehe ich genauso. Nachhaltigkeit und Überbevölkerung sind
miteinander unvereinbar. Die Ressourcen des Planeten werden nicht mehr,
eher weniger, aber es gibt immer mehr Menschen.
Man ist schon gezwungen Öl und Gas aus allen Ritzen zu kratzen
(fracking) und holzt gleichzeitig riesige Wälder überall auf
der Erde ab.
Wir sollten erst einmal eine nachhaltige Versorgung der Menschen auf der
genzen Welt sicherstellen, bevor wir weiter wachsen, doch der Punkt, an
dem das möglich war ist wahrscheinlich schon überschritten.
erscheint weniger sinnvoll, als Holz zu verwenden als Baustoff, als Dämmstoff, für Kleidung usw.. Die Verbrennungstechnologie ist Steinzeittechnologie; Holz als Brennstoff zu nutzen ist ökologisch nur sinnvoll, wenn es sich um "Überschusse", um Restholz handelt. Die Brennholznostalgie wird ihr Ende haben, wenn die Brennholzpreise steigen und die "Brennholzmacher" anfangen, ökonomisch zu rechnen.
... der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte
Fisch gefangen ist,
werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
Intelligenz gehört offenbar nicht zu unseren starken Seiten.
Zu viele Menschen für einen Lebenstils à la "Zurück zur Natur" ...
... gibt es in Deutschland mit seinen mindestens 82 Millionen Einwohnern sowieso.
Heizen mit Holz für alle? Mal nachgerechnet:
Mittelwerte: Ein 25-Meter-Baum braucht ca. 25 Jahre, um diese
Gräße zu erreichen Er hat dann einen mittleren
Stammdurchmesser von ca. 25 cm. Das ist ca. ein Festmeter (Kubikmeter)
Holz (nicht verwechseln mit einem Raummeter bz. Ster!). Dieser Festmeter
spiegelt ca. 1 Tonne Holz (feucht) wider (getrocknet die Hälfte =
500 kg). Hinsichtlich der Energieeffizienz gilt im Vergleich zu Öl
das Verhältnis 1:3. Kurz 3 kg Holz (trocken) entsprechen dem
Brennwert von ca. 1 Liter Öl.
Ein 25-Meter-Baum hat nach 25 Jahren also ein Energieäquivalent von
ca. 200 Litern Heizöl.
Jetzt kann jeder mal selber rechnen: 2.000 Liter Heizöl
p.a./Haushalt = 10 Bäume, die man aber erst nach 25 Jahren
"erntet". Das heißt: Jeder der deutschen 40.000.000
Haushalte benötigt unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit 25
Jahre x 10 Bäume = 250 Bäume und natürlich die
dazugehörige Fläche (ca. 1 Fußballplatz = 0,5 ha = 5.000
m2). 40 Mio x 0,5 ha = 200.000.000.000 m2 = 200.000 km2.
Geamtfläche BRD = 360.000 km2
Falscher Ansatz
Es ist völliger Quatsch, dass alle mit Holz heizen sollen.
Das ist im übrigen die typische Leier aller Bewahrer. Sie weisen
nach, dass irgendwas nichts für alle ist, also lassen wir es halt
ganz.
Das war genauso bei den Atiomkraftbefürwortern die uns vorgerechnet
haben, dass die Lichter ausgehen ohne AKWs.
Dann werden fremde Wälder auf unser Kosten abgeholzt (Palmöl?war da was?) und vermutlich
wird eben dann die dortige Bevölkerung mit den negativen
Auswirkungen zu kämpfen haben.
Ob es Raubbau oder steigende Bezugspreise oder sonst was ist muss sich
im Einzelfall zeigen.
Import ist doch lediglich ein Verdrängen der Probleme. Den
Energiebedarf der Erdbevölkerung mit "grüner"
Energie zu decken ist eine Traumvorstellung. Es ist bestimmt ein
Stück weit möglich, aber bestimmt nicht vollständig und
das dann noch ohne Zerstörung von Lebensräumen.
..sehr interessante Rechnung
aber mit einem klitzekleinen Fehler im Ansatz, sofern die Absicht war,
nachzuweisen, dass heizen mit Holz keine Alternative ist.
Denn die Rechnung hat als Ziel, dass das Holz ausschliesslich aus
Deutschland kommt.
Zum Vergleich: Wieviel Prozent des derzeit verbrannten Heizöls und
Erdgases kommt aus Deutschland?
Es gibt keinen schlüssigen Grund weshalb man nicht auch Holz
importieren sollte, so wie man es jetzt auch mit allen Brennstoffen tut.
Und wenn mal ein "Holztanker" in der Nordsee absäuft,
dann haben wir nur Treibholz, aber keine Ölpest.
In Offenbach verfeuert das Heiz- und E-werk jährlich 63 t Holz in Form von Pellets.
Nach dem EEGStrom, und das Getreide als Nahrungs wird nun das Holz zu teuer für die Industrie und knapp als Rescource. Wer hätte das gedacht. Leute die den Dreisatz beherrschen wußten das schon lange.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.02.2013 17:01 UhrDas Märchen von der Nachhaltigkeit
Ja, am Anfang hieß es zum Heizen werden doch nur die Reste
genutzt, die bei der Holzverarbeitung nicht gebraucht werden. Dann
hieß es, dass ja genauso viel Wald nachwachse wie verheizt wird
und das Ganze deshalb nachhaltig und CO2-neutral wäre. Aber dem
kann man dagegen halten, dass man auch Kohle verbrennen könnte und
entsprechend CO2-neutral aufforsten könnte. Und wer hat eigentlich
mal gemessen, wie viel Dreck bei der Holzverbrennung aus den Kaminen
kommt! Bei Kohlekraftwerken gibt es Filternanlagen in bester
Qualität. Aber man könne dem Michel ja nicht so hochwertige
Filter als Auflagen machen. Dann würde sich die Holzheizung ja
für den Privatmann nicht mehr rechnen. Eben!
Holz zum Verbrennen, aus Getreide machen wir Benzin. Im sonnenschwachen
Deutschland produzieren wir Strom aus Solarzellen... Deutschland erwache!
Und Feinstaub
Die hochgelobten Holz- und Pelletöfen setzen massenhaft Feinstaub frei.
Dieser wird zwar gern genutzt, um in den Städten die Autofahrer zu schikaniseren.
Aber die ach so ökologischen Pelletheizer werden nicht
thematisiert.
Ist "Krebs für das Weltklima" die neue Parole?
Auch Benzpyren
wird bei der Verbrennung frei. Ist auch nur ein Krebserreger.
Wenn Holz bei noch nicht isolierten Häusern als Isoliermaterial genutzt würde, könnte energetisch mehr als durch die Verbrennung gespart werden.
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