18.02.2010 · Weil wirklich jede Ausgabe, auch jede Investition, in Frage gestellt wurde, darf man annehmen, dass Daimler nun effizienter arbeitet als bisher und die Herausforderungen konsequenter angeht als zuvor. Damit ist aber noch lange nicht alles gut.
Von Susanne PreußJetzt ist es da, das Jahr 2010. Eine Umsatzrendite von zehn Prozent hatte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche einst als Ziel ausgegeben und das Programm „Go for 10“ genannt. Noch im Sommer 2008 hielt Zetsche daran fest. Das scheint fast vergessen. So tief ist Daimler in die Krise geschlittert, dass vor einem Jahr in größter Not ein neuer Investor Milliarden zuschießen musste. Der Fahrzeugabsatz schrumpfte um ein Viertel, der Umsatz um ein Fünftel, und unterm Strich steht ein Milliardenverlust (Daimler fährt Milliardenverlust ein). Trotzdem wäre es ungerecht, Zetsche Versagen vorzuwerfen.
Er hat spät, aber letztlich richtig auf die Krise reagiert. Mehr als fünf Milliarden Euro hat der Konzern eingespart, unter anderem weil die Mitarbeiter auf einen Teil des Einkommens verzichteten. Das dürfte sich gelohnt haben. Weil wirklich jede Ausgabe, auch jede Investition, in Frage gestellt wurde, darf man annehmen, dass Daimler nun effizienter arbeitet als bisher und die Herausforderungen konsequenter angeht als zuvor. Damit ist aber noch lange nicht alles gut. „Go for 10“ gibt Zetsche zwar immer noch als Ziel vor, aber er will sich im Augenblick nicht auf einen Zeithorizont festlegen. Wunder dauern etwas länger, auch bei Daimler.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2478 | −0,08% |
| Rohöl Brent Crude | 106,73 $ | −0,11% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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