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Veröffentlicht: 02.03.2016, 13:23 Uhr

Daimler stichelt Saure Nierle für BMWler

BMW wird hundert. Gute Gelegenheit für Daimler, mal ein wenig zu sticheln. Das Mercedes-Museum gewährt BMW-Mitarbeitern freien Eintritt – damit sie die ganze Geschichte des Autos sehen können.

von , Stuttgart
© Reuters Das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart: BMW-Mitarbeiter dürfen vorne parken.

Am nächsten Montag wird BMW 100 Jahre alt. Zeit für schöne Worte und für Neckereien. Eine „weltweit angesehene Marke, die zur  hervorragenden Reputation Deutschlands als Standort der Automobil-Industrie beiträgt“ heißt es in einer Mitteilung, die, nein, nicht von BMW, sondern von Daimler kommt.

Susanne Preuß Folgen:

Man ist generös in Stuttgart, man hat schließlich eine noch etwas wertvollere Marke, und mehr Historie sowieso. Zu Zeiten, als BMW überhaupt erst gegründet wurde, war Mercedes schon eine Rennsportlegende. Die ersten Autos, erfunden ziemlich zeitgleich von Carl Benz in Baden und von Gottlieb Daimler in Württemberg, waren schon 30 Jahre alt und damit quasi Oldtimer. Was damals passierte in der Welt, wie in Autos und mit Autos Geschichte geschrieben wurde, zeigt das Mercedes-Museum seit zehn Jahren und hat damit schon mehr als 7 Millionen Menschen angelockt.

Auch die BMW-Mitarbeiter sollten die ganze Geschichte des Autos erkunden können, findet man in Stuttgart und hat für die Münchener zum Jubiläum ein Geschenk vorbereitet: in der nächsten Woche bekommen BMW-Mitarbeiter freien Eintritt im Mercedes-Museum. Ob sie den Trip als Weiterbildung geltend machen können, ist nicht verbürgt.

 
BMW wird hundert. Gute Gelegenheit für Daimler, mal schön zu sticheln.
 
Ungebetene Nachhilfe: Daimler gewährt BMW-Mitarbeitern freien Eintritt ins Mercedes-Museum

Die Bayern sind nicht zu der Aktion befragt worden – und sind ohnehin mit Feiern befasst. Außerdem sind sie nicht so wie die sparsamen Schwaben. Gut möglich also, dass sie sich von 8 Euro Ersparnis nicht so leicht anlocken lassen.

Vorsichtshalber hat man sich noch andere Wohltaten ausgedacht für die Anhänger des BMW-Kühlergrills in Nierenform: Wer in einem BMW anreist, darf ihn auch noch ganz prominent auf dem Hügel vor dem Museum parken, wo sonst nur Celebrities und besondere Ausstellungsstücke zugelassen sind. Und: Die ersten 50 BMW-Mitarbeiter bekommen eine Einladung zum schwäbischen Essen. Saure Nierle soll es geben.

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Von Leo Wieland, Madrid

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