http://www.faz.net/-gqe-92ega

Cyberangriffe : Russische Firma öffnet Nordkorea neuen Internet-Zugang

  • Aktualisiert am

Nordkorea und sein Diktator Kim Jong-un haben einen zweiten Zugang zum Internet bekommen. Bild: AP

Bisher hatte Nordkorea nur über China einen Zugang zum Internet. Ein Kritiker warnt: Über eine zusätzliche Verbindung könnte das Land auch seine Cyberangriffe besser führen.

          Nordkorea hat über eine russische Firma einen zweiten Zugangsweg zum Internet erhalten. Die Internet-Analysefirma Dyn Research teilte mit, seit Sonntag werde etwa 60 Prozent des nordkoreanischen Datenverkehrs über TransTeleCom abgewickelt. Über den bisher alleinigen Zugangsweg China Unicom fließe der restliche Datenstrom.

          TransTeleCom erklärte, es gebe seit 2009 ein Abkommen mit Nordkorea, bestätigte neue Verbindungen jedoch nicht. Durch sie werde Nordkorea besser Cyberangriffe steuern können, warnte Bryce Boland, der für den Raum Asien-Pazifik zuständige Technologie-Vorstand des Sicherheitsunternehmens FireEye.

          Westliche Regierungen machen Nordkorea für zahlreiche größere Hackerangriffe verantwortlich, darunter die auf Sony Pictures und auf Banken sowie die WannaCry-Attacke. Die Regierung in Pjöngjang weist die Vorwürfe zurück. Über die neue Verbindung hatte zuerst das Projekt 38 North des Amerika-Korea-Instituts der Johns-Hopkins-Universität berichtet.

          Ein zweiter Internet-Zugang verringert Nordkoreas Abhängigkeit von einem einzelnen Staat in einer Zeit, in der es wegen seiner Raketen- und Atomtests international unter wachsendem Druck steht. Auch Russland und China haben die jüngsten Verschärfungen der Sanktionen gegen das abgeschottete Land mitgetragen.

          Weitere Themen

          Lebensmittelskandal in Australien Video-Seite öffnen

          Nadeln in Erdbeeren gefunden : Lebensmittelskandal in Australien

          Vorsicht beim Reinbeißen ist geboten. Im australischen Bundesstaat New South Wales wurden haufenweise Erdbeerverpackungen mit Nadeln gefunden. Der oder die Verantwortlichen hätten mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren zu rechnen, teilte die Polizei mit.

          Alles für das Wachstum

          Zalando-Kommentar : Alles für das Wachstum

          Zalando ordnet alles dem Wachstum unter. Doch dabei müssen die Berliner aufpassen, dass sie sich nicht verrennen – auch wenn es weiter Luft nach oben gibt.

          Topmeldungen

          Handelsstreit : An der Schraube gedreht

          Donald Trump will, dass amerikanische Unternehmen ihre Produktion nach Amerika zurückverlagern – koste es, was es wolle. Vielleicht kommt die strategische Konfrontation mit China schneller als vermutet. Ein Kommentar.
          Nach seinem Glückstreffer kaum zu halten: Christian Pulisic

          Champions League : Dortmunder Zufallssieg

          Nach einem über weite Strecken dürftigen Auftritt beim FC Brügge hat Borussia Dortmund das Glück des Schwerfälligen: Pulisic wird angeschossen, der Ball landet im Tor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.