09.03.2010 · Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen den Handel mit Kreditausfallderivaten strenger regulieren. Auslöser ist die griechische Schuldenkrise, in der die Risikoprämie für die sogenannten Credit Default Swaps sprunghaft gestiegen ist. Tatsächlich ist dieser Markt sehr intransparent.
Von Markus FrühaufDen Handel mit Kreditausfallderivaten wollen Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy strenger regulieren. Auslöser ist die griechische Schuldenkrise, in der die Risikoprämie für die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) sprunghaft gestiegen ist. Die Überschuldung des Landes hat zu einer höheren Nachfrage nach Ausfallschutz geführt.
Bei einer soliden griechischen Finanzlage hätten CDS-Spekulationen keine Erfolgschance gehabt. Trotzdem bleibt der CDS-Markt intransparent. Die Banken handeln die Kontrakte im Graubereich, also im unregulierten Freiverkehr statt an regulierten Börsen. Die Verträge sind zudem nicht standardisiert. Ab wann der Versicherungsschutz wirkt, kann von Kontrakt zu Kontrakt unterschiedlich geregelt sein.
Den 25 Billionen Dollar schweren CDS-Markt dominieren fünf Banken, darunter Deutsche Bank und Goldman Sachs. Sie wollen zwar mehr Transparenz über zentrale Kontrahenten und Standardisierung schaffen. Aber gegen den CDS-Handel an regulierten Börsen wehren sie sich. Denn die Entmystifizierung des CDS-Marktes würde ihre Erlöse schmälern. Da sind die regelmäßigen CDS-Verschwörungstheorien das kleinere Übel.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3235 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 118,24 $ | +0,29% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |