Der deutsche Markt für Online-Gutscheine kommt in Bewegung. Von diesem Montag an wird das amerikanische Unternehmen Whaleshark Media unter der Internetadresse deals.com einen deutschen Dienst für Gutscheine und Rabatte anbieten. Whaleshark ist nach eigenen Angaben schon der führende Anbieter im Coupon-Segment in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Laut dem Marktforschungsinstitut Comscore nahmen die verschiedenen von Whaleshark betriebenen Internetseiten in beiden Ländern im März jeweils die zweiten Plätze hinter dem Schnäppchenportal Groupon ein, was die Zahl der individuellen Seitenbesucher betrifft.
Anders als Groupon, das sich auf bestimmte zeitlich und räumlich begrenzte Rabattaktionen konzentriert, können sich Nutzer auf Gutscheinplattformen wie deals.com ohne Anmeldung einen Code sichern, um bei teilnehmenden Online-Händlern bestimmte Produkte oder Dienstleistungen günstiger zu erhalten. So bieten Rabattplattformen zum Beispiel Aktionen, die Preisnachlässe auf Markenartikel garantieren oder dem Kunden die Versandkosten ersparen. Die Plattformen erhalten dabei Geld von den Händlern, damit sie deren Gutscheine vermarkten.
Tobias Conrad, der seit Januar für Whaleshark das Deutschlandgeschäft aufgebaut hat, sagte zum Start des neuen Dienst, dass er innerhalb der nächsten zwölf Monate die Marktführerschaft auf dem hiesigen Markt anstrebe. Dieser sei bislang mit rund 40 Teilnehmern relativ zersplittert und stehe vor einer Konsolidierung. „Wir wollen im Vergleich zu den Mitbewerbern deutlich professioneller auftreten“, sagte Conrad. Insgesamt schätze er das Marktpotential hierzulande als groß ein. Es gebe etwa 20 Millionen potentielle Nutzer für Gutscheinportale. Conrad schloss nicht aus, die Marktführerschaft auch über mögliche Akquisitionen erreichen zu wollen. „Der erste Schritt ist aber erst einmal gezielt Verkehr auf unsere Seite zu holen und eine Nutzerdatenbank aufzubauen.“