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Corporate Raider Die Schrecken der Führungsetagen

18.06.2002 ·  Corporate Raider sind immer auf der Suche nach unterbewerteten Unternehmen. FAZ.NET stellt die erfolgreichsten Firmenjäger vor.

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Corporate Raider sind immer auf der Suche nach unterbewerteten Unternehmen. Wenn sie zuschlagen, zittern die Vorstände und oft auch die Belegschaften der ausgewählten Konzerne. Denn nicht selten greifen die Investoren aktiv in die Geschäftspolitik ein.

Das Spektrum reicht dann vom Austausch der Führungsetagen bis hin zu einer Filetierung eines Konzerns. Kein Wunder, dass häufig schon das Gerücht, einer der bekannteren Namen werde einsteigen, ausreicht, um den Aktienkurs zu bewegen. FAZ.NET stellt die erfolgreichsten Firmenjäger vor.

Der zwei Meter Hüne Guy Wyser-Pratte hat den Finanzplatz Deutschland für sich entdeckt und dürfte seitdem für einige schlaflose Nächte in den Chefetagen der Firmen gesorgt haben. Wo immer er seine Fühler hin ausstreckt, können sich Aktionäre über steigende Aktienkurse freuen. Guy Wyser-Pratte: „Der Ex-Marine, der Manager terrorisiert“

Karl Ehlerding ist das deutsche Pendant zu den großen Finanzhaien aus Übersee. Mit seiner Beteiligungsgesellschaft WCM hat er sich innerhalb der vergangenen Jahren zu einem der großen Player in Deutschland entwickelt. Der passionierte Wanderer hat schon seit Studienzeiten eine gute Nase für unterbewertete Unternehmen. Karl Ehlerding: Der „Berufsspekulant“

Zu den schillerndsten europäischen Corporate Raider gehört ohne Zweifel der Schweizer Bankier Martin Ebner. Der Selfmade-Milliardär hat mit einem Riecher für gute Geschäft die verkrusteten Firmenstrukturen in Europa kräftig durcheinander gewirbelt.

Der Franzose Vincent Bolloré gilt in seinem Heimatland als Alleskönner. Mit seinem Firmenkonglomerat Bolloré deckt der Firmenlenker fast alle Bereiche des Wirtschaftslebens ab - von Kaffee und Tabak über den Transport von Benzin und Diesel bis hin zur Herstellung von Spezialpapier. Fast nebenbei gehört Bolloré zu den bedeutensten Firmenjägern Frankreichs. Vor allem traditionsreiche Familienunternehmen gehören zu den Objekten der Begierde.

Der Amerikaner Kirk Kerkorian hat das geschafft, wovon viele träumen. Mit nichts in der Hand baute sich der Sohn armenischer Einwanderer ein Milliardenvermögen auf. Doch mit seinem persönlichen DaimlerChrysler-Debakel scheint die Glanzzeit einer großen Karriere vorbei zu sein. Kirk Kerkorian: Die Hochzeit ist vorbei

Mit einem geschätzten Vermögen von 20 Milliarden Dollar gilt Prinz Alwaleed bin Talal als einer der reichsten Männer der Welt. Nach Hotels hat der Prinz auch das Bösenparkett für sich entdeckt. In Deutschland machte er mit seinen Beteiligungen an Kirch-Media und Mövenpick zum erstenmal von sich reden. Prinz Alwaleed: Der Blaublüter entdeckt die Finanzmärkte

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Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 8 7

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