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Computer Dell muß Quartalsbericht abermals verschieben

15.12.2006 ·  Der amerikanische Computerkonzern Dell kämpft weiter mit Bilanzproblemen. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal können wegen offener Fragen innerhalb der laufenden Untersuchung erst später vorgelegt werden.

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Der amerikanische Computerhersteller Dell hat wegen der andauernden Untersuchungen zu seiner Bilanzierungspraxis erneut die Vorlage eines Quartalsberichts verschoben.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC, eine Staatsanwaltschaft und der Buchprüfungsausschuß des Unternehmens hätten Zweifel an der Berichtspraxis geäußert, hieß es in einer Mitteilung von Dell an die SEC am Donnerstag nach Börsenschluß.

Davon betroffen seien die Rücklagen des Unternehmens und andere Bilanzposten, die auch auf frühere Geschäftsberichte Auswirkungen haben könnten. Nach der Mitteilung vom Donnerstag gab der Aktienkurs des Computerbauers nachbörslich um 1,3 Prozent auf 26,53 Dollar nach.

Ob die bereits veröffentlichten Zahlen revidiert werden müssten, sei noch unklar, teilte Dell weiter mit. Das Unternehmen kooperiere mit den Ermittlern.

Nur vorläufige Zahlen

Dell hatte aufgrund von Untersuchungen bereits im vergangenen Monat die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal verschoben und dann mit einwöchiger Verspätung lediglich einen vorläufigen Quartalsbericht vorgelegt. Der Konzern hat zudem bei der SEC noch immer nicht den Bericht für das zweite Quartal eingereicht.

Mit den vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal hatte Dell die Börse noch positiv überrascht. Der Gewinn betrug demnach 677 Millionen Dollar und der Umsatz 14,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres würde dies einen Gewinnanstieg von 11,7 Prozent und ein Umsatzwachstum von 7,5 Prozent bedeuten.

Untersuchungen gehen bis 2002 zurück

Das Unternehmen selbst nannte dabei allerdings keine Vergleichszahlen für das vergangene Jahr, weil sie sich im Zuge der Untersuchungen noch ändern könnten. Nach früheren Angaben werden die Finanzabschlüsse ab dem Jahr 2002 überprüft.

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Von Holger Steltzner

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