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CO2-Zertifikate Erfolgreich und zum Scheitern verdammt - der Emissionshandel

 ·  Der Handel mit CO2-Zertifikaten spaltet die EU. Wie funktioniert er, welche Zukunft hat das einstige Vorzeigeprojekt?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)
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Holger Dorn
Holger Dorn (Holle_D) - 20.05.2013 20:54 Uhr

Vorsicht mit Behauptungen

In der Diskussion über die Klimaerwärmung durch CO2 besteht - wie in der Kernenergiefrage - ein grundlegendes Problem: Viele behaupten, bereits ohne eingehende Untersuchung das Ergebnis zu kennen.
Aber ist es nicht einleuchtend, daß es zu Klimaveränderungen kommen MUSS, wenn Öl- und Kohlereserven (= gebundene Kohlenstoffverbindungen), die über viele Millionen Jahre entstanden sind, innerhalb weniger Jahrhunderte verfeuert werden?!? - Die ENTSCHEIDENDE Frage für unsere Zukunft ist nicht, welche Ursache die meßbare Erwärmung nun haben könnte, sondern wie wir unsere Zivilisation und Technologie so effizient und Ressourcen schonend machen, um der Menschheit ein Überleben in einer intakten Umwelt zu sichern. Mehr Effizienz heißt weniger CO2 - unter anderem.
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, über technische Lösungsansätze zu diskutieren - gerade wenn man KEIN grünes Ökodiktat haben will.
Den Emissionshandel halte ich als betriebswirtschaftlichen Ansatz für gut.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2013 08:29 Uhr
Ellen Wild

@ Holger Dorn

Die Theorie der angebliche Erwärmung durch CO2 ist bisher nicht bewiesen und wird von immer mehr Wissenschaftlern vehement bestritten und abgelehnt. Zudem wurden die Temperatur-Meßreihen offensichtlich nachträglich passend gemacht und die angebliche Erwärmung ist tatsächlich in den letzten 10 Jahren einem Temperaturrückgang gewichen. Trotzdem kassiert die Politik uns weiter ab. Das ist wie mit der Sektsteuer zur Finanzierung des 1. Weltkrieges. Was finanzieren wir damit eigentlich jetzt? Unfähige Politiker?

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Wilhelm Stock

Zu wenig...

Bisher hat der Emissionshandel gut 300 Mrd € in die Kassen der gierigen Euro Politiker gespült, das ist bestimmt noch zu wenig. Auch wenn die Wirtschaft in der EU am Boden liegt, für die Umwelt wird bestimmt jeder griechische Arbeitslose auf seinen zu teuer gewordenen Strom verzichten wollen. Go green, get rich!

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Lutz Wendorff

Warum sind moderne Kernkraftkonzepte sicher?

Tschernobyl hatte keinen Sicherheitsbehaelter (Containment) und riesige Mengen Graphit, somit riesige Mengen Stoff die mit viel Wucht in die Atmosphaere geblasen wurden um sich sehr weit zu verteilen. Fukushima hatte Leichtwasserreaktore, also grosse Mengen Wasser direkt am Reaktor, also potentiell mit radioaktiven Stoffen unter hoher Temperatur und Druck. Eine Explosion blaest wiederum viele Stoffe in die Umwelt. Allerdings hielten die wesentlichen Vorkehrungen in Fukushima wie von Physikern und Ingenieuren vorgesehen. Hauptsaechlich sind es nur 40 kg Caesium, die wegen Wasserstoffexplosionen freigesetzt wurden. In deutschen KKW wird eine moegliche Wasserstoffansammlung wirkungsvoll verhindert.
Moderne Kernkraftkonzepte (Dual-Fluid-Reaktor.de) arbeiten druckfrei, Brennstoff schon geloest im geschmolzenen Salz und Waermetransport durch geschmolzenes Blei. Darueber hinaus wird jede Anreicherung an Spaltprodukten fortwaehrend entfernt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.05.2013 19:46 Uhr
Nils Büngener

Kernkraftwerke waren schon immer sicher

Vor Harrisburg, vor Tschernobyl und vor Fukushima. Und nach dem nächsten RUMMS werden Sie uns sicher erklären, warum sie nun wirklich richtig sicher sind.

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Lutz Wendorff

Warum sind einige gegen Kernkraft?

Die fruehe Entwicklung zur Kernkraft war dominiert von Interessen des Kalten Krieges. Daher potentielle Gefahren der Waffenproliferation, der Plutoniumproduktion und letztlich zu geringe Aufmerksamkeit auf Verhinderung einer GAU-Situation. Ein Reaktor wie Tschernobyl, dessen Zweck vornehmlich kriegerisch war, war prinzipiell recht unsicher mit dem Potential, weite Gebiete stark mit radioaktivem Material zu verseuchen. Ein derartiger Unfall ist bei den deutschen LWR physikalisch ausgeschlossen. Trotzdem kann eine, an sich relativ harmlose Kernschmelze nicht so voellig ausgeschlossen werden, dass Fukushima moeglich blieb. Fukushima fehlten einige selbstverstaendliche Sicherheitsvorkehrungen, sonst waere es lediglich wie bei Three-Mile-Island ausgegangen, ein trauriges Industriedenkmal ohne weitere Folgen. Inzwischen gibt es voellig neue Konzepte, gefuerchtet von der Oel- und Kohleindustrie, mit dem Potential fuer weltweiten langdauernden Wohlstand.

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Lutz Wendorff

Haben wir eine Rechtfertigung fuer Mangelwirtschaft?

Brauchen wir Stromspar-Appelle? Brauchen wir ein "Smartgrid", das alleine fuer Oesterreich 8.6 Milliarden Euro kostet?
Nein, nein, nein, auch wenn Verschwendung weiter abzulehnen ist.
Die Schluesselresource fuer unseren Wohlstand ist Energie. Diese existiert in Huelle und Fuelle in Form von Uran und Thorium mit sicheren Verfahren zu deren Erschliessung.
Gefahren fuer unsere Zivilisation sind Supervulkane, Krankheiten, Asteroiden, ansonsten koennen wir nur hoffen, dass die Sonne noch viele Milliarden Jahre durchhaelt. Es geht uns eigentlich hervorragend. Zum Beispiel ist auch das bedrohliche Bevoelkerungswachstum dabei abzuklingen und es sieht danach aus, dass ein Maximum von 10 oder 11 Milliarden Menschen erreicht wird und dann eher wieder abnimmt. Die Nukleartechnologie ist noch relativ neu. Kaum eine neue Technologie wurde mit so wenig Problemen eingefuehrt wie diese. Dual-Fluid-Reaktor.de beschreibt nun ein voellig sicheres Energieverfahren.

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Lutz Wendorff

Die DDR hatte eine Mauer, wir haben die Zwangsumlage.

Die Folgen werden die gleichen sein: Eine Mangelwirtschaft.
Waehrend die DDR noch keineswegs die Mangelwirtschaft anstrebte, den Westen sogar wirtschaftlich noch ueberholen wollte, hat die Gruene Politik die Mangelwirtschaft zu ihrem politischen Ziel erklaert. Was muss das fuer ein Waehler sein, der eine Gruppe waehlt, die einerseits sein muehsam und schon jetzt mit einem grossen Steueranteil verdientes Geld haben will und dann auch noch die Versorgung wieder auf Marken betreiben will, vielleicht sogar gestaffelt nach politischem Gehorsam.
Vielleicht gibt es auch bald nicht nur die Sendung "Wer wird Millionaer?", sondern auch: "Wer bekommt jede Menge Strom?".
Leider hat die SPD mit den Gewerkschaften sich bewusst Anfang der 70er Jahre gegen Vermoegen in Arbeitnehmerhand zum Erhalt der Arbeiterklasse entschieden. Jetzt ist die Mehrheit fuer Umverteilung. Die Gebenden sollten sich ein neues Land suchen.

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Lutz Wendorff

Was bezweckt denn eigentlich die Energiewende?

Verminderung des Ausstosses von CO2?
Abkehr vom boesen Atomstrom?
Sehr dumme Politiker, oder Politiker mit einer nicht offengelegten Agenda, also versteckten Zielen, haben es durchgesetzt (Paragraph 7 des Atomgesetzes), dass Kernspaltung nicht zur gewerblichen Energiegewinnung verwendet werden darf. Punkt.
Worum sollte es jedoch gehen?
(1) Verminderung des CO2-Austosses (der Zusammenhang mit dem Klima ist nicht ganz klar, aber besser mit Vorsicht).
(2) Eine sichere Energieversorgung (also Versorgungssicherheit, dass Brutkaesten etc. nicht auf einmal ausser Funktion gesetzt sind, und Unfallsicherheit, dass also die Umgebung nicht radioaktive verseucht werden kann und auch kein Muellproblem entsteht).
Das Gruene Konzept dazu: Keine Forschung. Tabuisierung einer Technologie, so wie Naturvoelker Dinge jenseits ihres Verstandes tabuisierten.
Waehrend fast alle "Naturvoelker" inzwischen dazugelernt haben, beginnen Gruene mit der Anbetung der Sonnenblume.

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Sönke Peters

"Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid (CO2), gelten als Verursacher der Klimaerwärmung."

Allein diese Grundlage des CO²-Zertifikatehandels ist eine steile These, die surreal und schierer Aberglaube ist. Die "wissenschaftlichen" Protagonisten dieses Wahns – wie Hans Joachim Schellnhuber oder Mojib Latif - sind x-fach des dreisten Lügens, Kaschierens und Manipulierens überführt. Alles Andere, das darauf aufbaut, ist schlicht Planwirtschaft durch ideologischen Mumpitz. Göring und sein Vierjahresplan lassen ebenso grüßen, wie ausnahmslos jede kollabierte Planwirtschaft anderer Couleur.

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 20.05.2013 15:56 Uhr

Da fehlt doch das Wichtigste

Die Zertifikate sollen die Emsissionen steuern, tatsächlich sinken die Emissionen schneller als geplant. Ist ja eigentlich toll, wenn Umwletschutztechnologie dafür verantwortlich wäre.
Wichtiger ist aber die Wirtschaftskrise (erwähnt) und die rasante De-Industrialisierung Alteuropas (nicht erwähnt).

Wenn man auf die Idee kommt, sich im Wesentlichen mit Dienstleistungen und Altenpflege zu beschäftigen, die schöde Produktion aber den Asiaten zu überlassen, wird amn sicher eine Menge Probleme bekommen, hat aber eine fallende CO2-Bilanz.

Ach ja: Auf Basis von Verkehrsdaten nimmt man an, dass der LKW und PKW Verkehr in Griechenland um etwa 50 Proznet und in Spanien und Portugal um ein Drittel gesunken ist. So9 egshen ist der Euro ein Umlwetschutzprogarmm gewesen

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Heinz Thieme

Zeugnis für Dummheit und Korrumpierung der Wissenschaft

"Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid (CO2), gelten als Verursacher der Klimaerwärmung." Diese von politisch gesteuerten "Wissenschaftlern" in die Welt gesetzte, ohne irgendeinen Beweis erfundene Behauptung als Handlungsgrundlage unserer angeblich dem Wohle des Volkes verpflichteten Regierungen gemacht zu haben, zeugt für die Verkommenheit sowohl von Politik als auch Wissenschaft.

Für politische Entscheidungen hätte es sauberer wissenschaftlicher Untersuchungen der behaupteten Vorstellungen bedurft. Wurden solche Untersuchungen vorgenommen? Nein, wer andere Erkenntnisse hatte, wurde verunglimpft und ins Abseits gestellt. Hat sich die "Wissenschaft" gewehrt? Nein, die entsprechenden Institute hängen am staatlichen Futtertopf und sind insofern befangen. Unabhängige Wissenschaftler? Gibt es praktisch nicht, wovon sollten die denn leben?

Als Mittel zur Steuererhebung mögen die CO2-Zertifikate geeignet sein, sie führen allerdings zu völlig absurden Lenkungseffekten.

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Ellen Wild

"Klima" ist ein nicht zu berechnendes chaotische System",

das der Mensch nicht beeinflussen kann. Das zeigen alle Bohrkerne aus dem Erdinneren, an denen sich Jahrtausende vergangener Klimazonen ablesen lassen. Der Mensch spielte dazumal überhaupt keine Rolle und trotzdem gab es gewaltige Klimaschwankungen. Dieser ganze "Klimaschwindel" dient allein der leistungslosen Umverteilung von Geld und viele verdienen gut daran. Allen voran die Grüne Klientel.

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17.05.2013, 16:30 Uhr

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Von Patrick Bernau

Helmpflicht auf E-Bikes, Null Promille am Steuer, kein Fleisch auf dem Teller! Wer als Politiker bekannt werden will, muss neue Regeln erfinden oder neue Verbote fordern. Gut ist das nicht. Mehr 25 68


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