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F.A.Z. exklusiv : Citigroup erwägt wegen Brexit Standortwechsel nach Frankfurt

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Hoch hinaus: Logo der Citibank in San Francisco Bild: AP

Der Brexit schlägt den Banken aufs Gemüt: Das amerikanische Finanzinstitut Citigroup erwägt einen Standortwechsel innerhalb der EU. Deutschland komme gleich aus mehreren Gründen in Betracht.

          Die amerikanische Großbank Citigroup erwägt, Frankfurt nach dem Brexit zum wichtigsten Standort für ihr Handelsgeschäft in der EU zu machen. „Deutschland zählt zu unseren Favoriten“, sagte Citigroup-Europachef Jim Cowles in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe).

          Als wesentliche Standortvorteile Frankfurts nennt Cowles die „Professionalität“ der deutschen Finanzaufsicht Bafin und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland. Die Citigroup führt nach seinen Worten Gespräche mit der Bafin und Aufsichtsbehörden in anderen europäischen Ländern über mögliche Verlagerungen. Eine Entscheidung solle bis Jahresmitte getroffen werden, sagte er.

          Bisher wickelt die Citigroup, wie andere internationale Banken, von London aus einen großen Teil ihres europäischen Großkundengeschäfts ab. Aber die Briten wollen beim Brexit in zwei Jahren auch den EU-Binnenmarkt verlassen. Seine Bank gehe deshalb davon aus, in Zukunft von London aus keinen freien Zugang mehr nach Kontinentaleuropa zu haben, sagte Cowles. Auch mit Übergangsfristen rechnet er nicht: „Das ist der worst case und ich bin der Meinung, dass wir uns auf diesen einstellen müssen.“ Die Citigroup werde voraussichtlich „rund zweihundert“ Arbeitsplätze von London weg verlagern, sagte Cowles. In Frankfurt beschäftigt die Großbank derzeit 370 Mitarbeiter.

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