15.01.2008 · Das Quartalsergebnis der Citigroup ist ein schlechtes Omen für die amerikanische Konjunktur. Denn es gibt Hinweise, dass sich die Hypothekenkrise nachhaltig auf die Verfassung der amerikanischen Verbraucher auswirkt.
Von Norbert KulsDas Quartalsergebnis der Citigroup ist ein schlechtes Omen für die amerikanische Konjunktur. Denn es gibt Hinweise, dass sich die Hypothekenkrise nachhaltig auf die Verfassung der amerikanischen Verbraucher auswirkt.
Ein Indiz dafür sind die gestiegenen Ausfälle im amerikanischen Konsumentenkredit-Geschäft der Citigroup. Dazu gehören etwa Darlehen für Autos. Während des langjährigen Aufschwungs des Häusermarktes hatten Verbraucher Anschaffungen häufig mit Krediten finanziert, die mit dem geschätzten Wert ihrer Häuser besichert waren.
Druck auf die Verbraucher nimmt zu
Diese Möglichkeit entfällt nun, und der Druck auf die Verbraucher, die für zwei Drittel des amerikanischen Wirtschaftswachstums verantwortlich sind, nimmt von allen Seiten zu. Man denke nur an die gestiegenen Benzinpreise, die die Fahrt zur Arbeit und zu den Einkaufszentren deutlich verteuern.
Die Citigroup fürchtet nun, dass immer mehr Verbraucher ihre Kreditzahlungen nicht mehr leisten können. Diese Entwicklung dürfte an der Wall Street in den kommenden Tagen für weitere Unsicherheit sorgen. Die anstehenden Quartalsberichte von J.P. Morgan Chase und der Bank of America werden auf weitere Indizien zur Lage der Verbraucher geprüft werden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.552,20 | +0,78% |
| EUR/USD | 1,2488 | −0,42% |
| Rohöl Brent Crude | 106,23 $ | −0,96% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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