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Chronologie : Die Bertelsmann-Geschichte

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Nach dem zweiten Weltkrieg gründete Reinhard Mohn die berühmten Buchclubs und baute Bertelsmann zu einem internationalen Medienkonzern aus.

          Nach dem zweiten Weltkrieg gründete Reinhard Mohn die berühmten Buchclubs und baute das Traditionsunternehmen Bertelsmann zu einem internationalen Medienkonzern aus.

          1835: Am 1. Juli 1835 gründet der Drucker Carl Bertelsmann (1791 -1850) in Gütersloh den C. Bertelsmann Verlag mit hauseigener Buchdruckerei. Der erste Bertelsmann-Bestseller ist ein Buch mit christlichen Liedern und Gesängen.

          1887: Nach dem Tod von Heinrich Bertelsmann 1887 führt sein Schwiegersohn Johannes Mohn (1856 - 1930) das Unternehmen.

          1947: Reinhard Mohn (geboren 1921), der für die fünfte Familiengeneration steht, baut den Verlag nach dem Krieg wieder auf. Unter seiner Führung entwickelt sich Bertelsmann von einem mittelständischen Druck- und Verlagshaus zu einem der führenden Medienunternehmen der Welt.

          1950: Am 1. Juni 1950 wird der „Bertelsmann Lesering“ gegründet. 1954 begrüßt der Lesering das millionste Mitglied, 1960 sind es drei Millionen. Heute zählen die Bertelsmann Clubs mehr als 29 Millionen Mitglieder weltweit.

          1958: Nachdem der Lesering schon 1956 durch einen „Schallplattenring“ ergänzt worden war, gründet Bertelsmann 1958 die hauseigene Schallplattenfirma Ariola.

          1964: Bertelsmann übernimmt die Berliner Filmproduktions-Gesellschaft Ufa.

          1969: Mit dem Erwerb einer 25-Prozent-Beteiligung am Hamburger Druck-und Verlagshaus Gruner+Jahr („Stern“, „Brigitte“, „Capital“) steigt Bertelsmann 1969 in das Zeitschriftengeschäft ein. 1973 wird aus der Minderheitsbeteiligung eine Mehrheitsbeteiligung.

          1971: Reinhard Mohn wandelt Bertelsmann in eine Aktiengesellschaft um. Auch als Mehrheitsaktionär bleibt er Vorstandsvorsitzender.

          1977: Reinhard Mohn gründet die gemeinnützige Bertelsmann-Stiftung.

          1979: Bertelsmann erwirbt das US-Schallplattenlabel Arista.

          1980: Bertelsmann kauft den größten Taschenbuchverlag der Welt, Bantam Books in New York, und das spanische Verlagshaus Plaza & Janés in Barcelona.

          1984: Bertelsmann und Gruner+Jahr verschmelzen ihre Aktivitäten im Bereich elektronischer Medien zur Ufa Film- und Fernseh-GmbH in Hamburg. Die Ufa beteiligt sich mit 40 Prozent am ersten deutschsprachigen privaten Fernsehsender RTL plus.

          1986: Bertelsmann kauft das US-Schallplattenlabel RCA, das mit Elvis Presley Triumphe feierte, und das US-Verlagshaus Doubleday.

          1987: Das weltweite Musikgeschäft wird in der Bertelsmann Music Group (BMG) zusammengefasst.

          1990: Einstieg von Gruner+Jahr ins Tageszeitungs-Geschäft.

          1993: Reinhard Mohn überträgt 68,8 Prozent des Aktienkapitals auf die Bertelsmann-Stiftung.

          1997: Bertelsmann fusioniert die Ufa mit der RTL-Mutter CLT. Damit entsteht das größte Fernsehunternehmen Europas.

          1998: Im Juli übernimmt Bertelsmann den größten US-Verlag Random House. Nach fast 16 Jahren an der Spitze übergibt Mark Wössner den Vorstandsvorsitz an Thomas Middelhoff.

          1999: Bertelsmann übernimmt den wissenschaftlichen Springer-Verlag. Reinhard Mohn, der die Kapitalmehrheit 1993 bereits auf die Bertelsmann Stiftung übertragen hatte, tritt nun auch die
          Stimmrechte ab, „um die Unabhängigkeit des Unternehmens für alle Zeiten gegen äußere Einflüsse zu sichern“.

          2000: Aus der Fusion der CLT-UFA mit der britischen Gesellschaft Pearson TV entsteht die neugegründete RTL Group, die 23 Fernsehsender und 14 Radiostationen in acht europäischen
          Ländern besitzt und Produktionsfirmen, die jährlich 11.000 Stunden Programm in 35 Ländern weltweit herstellen. Es ist der erste vollständige Unternehmensbereich von Bertelsmann, der an
          die Börse geht.

          2001: Bertelsmann übernimmt in mehreren Schritten komplett die RTL Group. Ein Aktientausch mit dem belgischen Investor GBL öffnet Bertelsmann den Weg an die Börse.

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