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Christliche Verantwortung : Weltbild braucht seine Eigentümer

Viel zu lange haben sich die Weltbild-Eigentümer peinlich gestritten. Nun müssen sie endlich Verantwortung übernehmen für die Zukunft des Unternehmens - gerade als Christen.

          Eigentum verpflichtet. Diesem moralischen Anspruch sollten sich gerade die Kirchen verbunden fühlen. Aber sie tun sich im Fall des (Internet)-Händlers Weltbild schwer mit dieser Verantwortung: Jahrelang haben sie über dessen Zukunft gestritten. Vor einem Jahr schienen sie sich nach langem Palaver darauf geeinigt zu haben, das Unternehmen in eine Stiftung kirchlichen Rechts einzubringen.

          Damit war der Streit zwischen ihnen um Einfluss, Verantwortung und entgehende Verkaufserlöse aber keineswegs beendet. Dieser Streit konnte so lange als Unfähigkeit der Bischöfe zu verantwortungsvollen Antworten in weltlichen Fragen abgetan und belächelt werden, wie das Unternehmen aufgrund eigener Kraft expandierte.

          Jetzt aber braucht Weltbild seine Eigentümer. Die Umstrukturierung kann aus dem laufenden Geschäft nicht mehr finanziert werden. Fremdkapital gibt es nur, wenn auch die Eigentümer ihr Scherflein beitragen. Entweder schießen sie Geld nach oder veräußern Weltbild. Weiteres Hinhalten wird weder dem Unternehmen Weltbild noch dem Weltbild vom verantwortungsvollen Christen gerecht - und schon gar nicht den 6000 Menschen, die bei Weltbild arbeiten.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

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