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Christine Lagarde Unerbetener Rat

31.08.2010 ·  Schon im März hatte die französische Finanzministerin Christine Lagarde Deutschland mit erhobenem Zeigefinger Lehren über die Gestaltung seines Binnenkonsums erteilt. Jetzt gibt sie abermals Ratschläge für die deutsche Lohnpolitik mit dem Ziel, den französischen Export zu beflügeln.

Von Christian Schubert
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Als ob sich der Konsum einfach so von oben verordnen ließe. Selbst wenn die Löhne im Aufschwung kräftiger steigen sollten, fließen sie nicht zwangsläufig in den Konsum. Vertrauen braucht es dafür – nicht zuletzt in geordnete Staatsfinanzen. Zudem bedrohen überbordende Lohnsteigerungen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Beschäftigung – zu Lasten der Binnennachfrage.

Die Schaffung vieler Arbeitsplätze dagegen stützt den Konsum. In Frankreich beschränken sich die Zuwächse des staatlichen Mindestlohnes seit vier Jahren auf das gesetzliche Minimum; die früher üblichen freiwilligen Zuschläge bleiben aus. Denn Präsident Nicolas Sarkozy weiß, dass sich die französischen Unternehmen dies nicht leisten können. Hat sich dazu jemals ein deutscher Politiker geäußert?

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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