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China : Sogar die nordkoreanischen Restaurants müssen zumachen

China versucht, in Sachen Nordkorea ein Zeichen in Richtung Amerika zu schicken. Bild: AP

China sendet ein weiteres Zeichen des guten Willens in Richtung Amerika – kurz vor dem Staatsbesuch von Donald Trump. Sämtliche Unternehmen in China, an denen Nordkorea beteiligt ist, müssen schließen. Sogar die Restaurants.

          Kurz vor dem Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Peking hat die chinesische Führung im Streit um den Umgang mit Nordkorea ein weiteres Zeichen des guten Willens nach Washington gesendet.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Das chinesische Handelsministerium ordnete am Donnerstag an, dass sämtliche Unternehmen in China, an denen Nordkoreaner beteiligt sind, bis zum Ende des Jahres schließen müssen. Peking setzt den nordkoreanischen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Partnern eine Frist von 120 Tagen. Diese gilt ab dem jüngsten Embargobeschluss der Vereinten Nationen, der von China mitgetragen worden war.

          Der Sicherheitsrat hatte am 12. September einstimmig seine wegen des Raketen- und Atomprogramms gegen Nordkorea verhängten Sanktionen verschärft. Textilexporte aus Nordkorea wurden verboten, die Lieferung von Treibstoff eingeschränkt. Ausgelöst wurde die Resolution durch den sechsten und bislang größten Atomwaffentest. China galt bislang als der wichtigste Verbündete Nordkoreas.

          Reis-Reste vom Nordkoreanischen Koch

          Bei nordkoreanischen Unternehmen in China handelt es sich zum Beispiel um Restaurants, von denen es allein in Schanghai elf Stück gibt. Die Zahl der von Pjöngjang betriebenen Gaststätten in China insgesamt wird zusammen mit Restaurants in Südostasien und Dubai auf mehr als 100 geschätzt.

          In ihnen bereiten nordkoreanische Köche Landesspezialitäten wie das Reis-Restegericht Bimbimbap und den fermentierten Chinakohl Kimchi zu, die von nordkoreanischen Kellnerinnen serviert werden. Neben Propagandazwecken dienen die Restaurants dem Regime in Pjöngjang vor allem als wichtige Devisenbringer. Denn die Einnahmen sowie der Gutteil der Gehälter fließen in der Heimat an den Staat.

          Dass Peking diese Geldquellen nun schließen lässt, ist auch ein Signal an die Vereinigten Staaten. Vor dem Staatsbesuch von Donald Trump in der Volksrepublik sollen die Beziehungen der größten und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufpoliert werden. Immer wieder hatte Trump Peking vorgeworfen, es tue nicht genug gegen den sozialistischen Bruderstaat Nordkorea. Solche Misstöne möchte Chinas Führung bei Trumps Besuch unbedingt vermeiden.

          Wilbur Ross: „Sehr, sehr wichtiger Druck“

          Donald Trumps Handelsminister Wilbur Ross hatte China gerade erst klar und deutlich dafür gelobt, gegen den Nachbarn Nordkorea vorzugehen. Der Volksrepublik sei es „wirklich ernst damit, die Zusagen in Bezug auf Nordkorea umzusetzen“, hatte Ross dem Finanzsender CNBC gesagt.

          Besonders hatte er dabei eine Entscheidung der chinesischen Zentralbank hervorgehoben, den chinesischen Geldhäusern Geschäfte mit Pjöngjang zu untersagen. Das sei ein „gigantischer Schritt“, so der 79 Jahre alte frühere Hedgefonds-Manager. „Das ist ein sehr gutes Zeichen, das ist sehr, sehr wichtiger Druck.“

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