http://www.faz.net/-gqe-93mnc

Öffnung des Finanzmarktes : Ausländer dürfen Mehrheit an chinesischen Banken übernehmen

  • Aktualisiert am

Pudong: Das Finanzdistrikt von Schanghai Bild: AFP

Es ist ein großer Schritt zur Öffnung des für Ausländer oft verschlossenen chinesischen Finanzmarktes: Künftig dürfen ausländische Unternehmen die Mehrheit an Banken, Brokern oder Versicherern übernehmen. Das war bisher verboten.

          China macht einen großen Schritt bei der Öffnung seines bislang für Ausländer oft verschlossenen Finanzmarkts: Bald soll es ausländischen Unternehmen erlaubt sein, die Mehrheit an chinesischen Banken, Brokern oder auch Versicherern zu übernehmen. Damit dürften frustrierende Jahre für viele westliche Finanzkonzerne enden, die auf dem Riesenmarkt China nur schwer mit den örtlichen Großbanken konkurrieren konnten.

          Die zuständigen Behörden würden gerade die Details der neuen Regelungen ausarbeiten, sagte der stellvertretende Finanzminister Zhu Guangyao in Peking. Diese sollten dann bald veröffentlicht werden. Nach seinen Worten sollen Ausländer künftig bis zu 51 Prozent an Finanzunternehmen halten dürfen; diese Begrenzung würde dann mit der Zeit ganz aufgehoben.

          Bislang waren Ausländer darauf beschränkt, die Rolle des Juniorpartners bei Gemeinschaftsunternehmen im chinesischen Finanzsektor zu übernehmen: Sie durften maximal 49 Prozent halten. Aus diesem Grund hatte sich etwa die größte amerikanische Bank JP Morgan Chase im Dezember aus einem Investmentbanking-Joint-Venture in China zurückgezogen.

          Unmittelbar nach dem Trump-Besuch

          Die jetzige Öffnung kommt, nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump seinen ersten Besuch im Reich der Mitte abgeschlossen und eine positive Bilanz gezogen hatte: Er sprach am Freitag in einem Tweet von „sehr produktiven“ Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking bezüglich der Themen Handel und Nordkorea.

          Allerdings hatte China auch schon zuvor die Restriktionen für Ausländer im Finanzsektor gelockert. So können Investoren über Hongkong auch an den Märkten in Festland-China handeln.

          Weitere Themen

          Razzia auch bei Opel Video-Seite öffnen

          Dieselskandal : Razzia auch bei Opel

          Nach Volkswagen, Audi, Daimler und BMW ist beim Dieselskandal jetzt auch Opel ins Visier der Justiz geraten. Es geht um verschiedene Euro-6-Modelle von Opel.

          Alipay folgt der Chinesen-Karawane

          Mobiles Bezahlen : Alipay folgt der Chinesen-Karawane

          „Der chinesische Tourist ist unser Kunde, wir folgen ihm“, sagt der Europa-Chef des chinesischen Bezahldienstes Alipay im Gespräch mit der F.A.Z. – und erklärt, was das bedeutet.

          Topmeldungen

          Absturz der SPD : Auf den eigenen Bauch

          Die Sozialdemokratie führt Selbstgespräche. Darum ist sie für die meisten Wählerinnen und Wähler uninteressant. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.