http://www.faz.net/-gqe-8hf9w

Technologie-Export : China exportiert Atomkraft in den Sudan

  • Aktualisiert am

Ein Modell des Hualong-One-Reaktors, der zum Exportschlager werden soll. Bild: dpa

Die Volksrepublik drängt auf die Energiemärkte im Ausland. Der Hualong-Reaktor kommt nicht nur im Sudan zum Einsatz. Doch die massive Expansion erhöht auch die Risiken.

          China baut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge das erste Atomkraftwerk des Sudan. Ein Rahmenabkommen dafür sei am Montag unterzeichnet worden, berichtete Xinhua. Welcher Reaktor-Typ in dem afrikanischen Land zum Einsatz kommen soll, wurde nicht mitgeteilt.

          China versucht derzeit aber, seine Eigenentwicklung Hualong 1 an andere Länder zu verkaufen. Über das Volumen des Auftrags wurde zunächst nichts bekannt. Jedoch soll es der erste Schritt zu einer weitergehenden Kooperation zwischen den beiden Staaten sein. China hat mit zahlreichen Ländern schon Verträge zum Bau von Kernkraftwerken unterzeichnet, darunter Rumänien, Saudi Arabien, Argentinien und Kenia.

          Experten halten die aggressive Expansion für bedenklich. „Es ist gefährlich, zu viele Reaktoren in kurzer Zeit zu bauen„, sagte Antony Froggatt vom Londoner Think Tank Chatham House der „Welt“. Das erhöhe das Risiko von Flüchtigkeitsfehlern. Und auch Jost Wübbeke vom Mercator Institute for China Studies (Merics) in Berlin sagte: „Wenn die Vorgabe lautet, möglichst viel, möglichst schnell, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Flüchtigkeitsfehler gemacht werden."

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Deportation und Exodus Video-Seite öffnen

          Juden in Ober-Seemen : Deportation und Exodus

          Zeitzeugen erinnern sich an die Nazi-Zeit und die damit einkehrende Verfolgung der Juden in Ober-Seemen. Durch Flucht und Deportation wurde die einst große jüdische Gemeinde in dem hessischen Ort von Jahr zu Jahr kleiner.

          Erdogans Kampf gegen Amerika

          Brief aus Istanbul : Erdogans Kampf gegen Amerika

          Der türkische Präsident und seine Partei AKP sind Meister darin, die Seiten zu wechseln. Nun umarmen sie Putin und verdammen die Vereinigten Staaten. Wieso? Weil dort ein für Erdogan gefährlicher Prozess beginnt.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.