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Technologie-Export : China exportiert Atomkraft in den Sudan

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Ein Modell des Hualong-One-Reaktors, der zum Exportschlager werden soll. Bild: dpa

Die Volksrepublik drängt auf die Energiemärkte im Ausland. Der Hualong-Reaktor kommt nicht nur im Sudan zum Einsatz. Doch die massive Expansion erhöht auch die Risiken.

          China baut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge das erste Atomkraftwerk des Sudan. Ein Rahmenabkommen dafür sei am Montag unterzeichnet worden, berichtete Xinhua. Welcher Reaktor-Typ in dem afrikanischen Land zum Einsatz kommen soll, wurde nicht mitgeteilt.

          China versucht derzeit aber, seine Eigenentwicklung Hualong 1 an andere Länder zu verkaufen. Über das Volumen des Auftrags wurde zunächst nichts bekannt. Jedoch soll es der erste Schritt zu einer weitergehenden Kooperation zwischen den beiden Staaten sein. China hat mit zahlreichen Ländern schon Verträge zum Bau von Kernkraftwerken unterzeichnet, darunter Rumänien, Saudi Arabien, Argentinien und Kenia.

          Experten halten die aggressive Expansion für bedenklich. „Es ist gefährlich, zu viele Reaktoren in kurzer Zeit zu bauen„, sagte Antony Froggatt vom Londoner Think Tank Chatham House der „Welt“. Das erhöhe das Risiko von Flüchtigkeitsfehlern. Und auch Jost Wübbeke vom Mercator Institute for China Studies (Merics) in Berlin sagte: „Wenn die Vorgabe lautet, möglichst viel, möglichst schnell, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Flüchtigkeitsfehler gemacht werden."

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