Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat in den Segmenten Chemikalien und Kunststoffe im dritten Quartal ein hohes Wachstum verzeichnet.
Bei Chemikalien stieg der Umsatz um 32 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, teilte BASF am Donnerstag mit. Hier sei es gelungen, Absatzmengen und Verkaufspreise anzuheben. Dies habe zu einer Ergebnissteigerung in allen Bereichen geführt. Das Ebit vor Sondereinflüssen hat sich mit 331 (101) Millionen Euro mehr als verdreifacht.
Auch im Segment Kunststoffe hat BASF im Quartal deutliche Mengen- und Preissteigerungen in allen Unternehmensbereichen verbucht. Der Umsatz ist um 32 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro geklettert. Die im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant höheren Verkaufspreise hätten dennoch die seit Jahresanfang massiv gestiegenen Rohstoffpreise nicht kompensieren können, erläuterte BASF.
„Erfreulich ist das gute Abschneiden unserer gesamten Chemieaktivitäten in allen Regionen", kommentierte Konzernchef Jürgen Hambrecht das Zahlenwerk. Das übliche Sommerloch sei ausgeblieben.
Positive Entwicklung in der Veredelungsprodukt-Sparte
Die Steigerung des Ebit vor Sondereinflüssen auf 158 (67) Millionen Euro sei vor allem auf einen höheren Absatz, die weiter fortgesetzte Optimierung des Portfolios sowie die deutliche Ergebnisverbesserung bei Performance Polymers zurückzuführen.
Positiv haben sich nach BASF-Angaben im Berichtszeitraum auch die Veredelungsprodukte entwickelt. Das Ebit vor Sondereinflüssen sei um 33 Prozent auf 192 (144) Millionen Euro gestiegen. Die Ergebnisverbesserung sei hier durch eine höhere Auslastung der Anlagen und Fixkostensenkungen in allen Bereichen erzielt worden.
Ausblickend bekräftigte der Konzern für das Gesamtjahr frühere Aussagen, das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen und den Umsatz deutlich steigern zu wollen.
Zukäufe im Öl- und Gasgeschäft
Der Chemie-Konzern plant nach Angaben des Konzern-Chefs Jürgen Hambrecht Zukäufe im Öl- und Gasgeschäft. „Wir werden auf dem Gebiet Öl und Gas etwas tun", sagte Hambrecht. So seien die geplanten Investitionen in Libyen teilweise auch Akquisitionen. Zukäufe sind nach den Worten von Hambrecht aber nicht ausschließlich auf den Öl- und Gasbereich beschränkt.