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Kommentar : Ätsch, Amerika

Kanzlerin Merkel mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe in Hannover Bild: dpa

Die Welt der Technik ist schnelllebig: Wenn Donald Trump klug wäre, würde er sich einmal erkundigen, was gerade zwischen Japan und Deutschland so läuft.

          Das hat Donald Trump mit seinen lauten Sprüchen und protektionistischen Anwandlungen schon erreicht: Deutschland und Japan rücken unter seinem Eindruck wieder enger zusammen, ganz besonders, wenn es um Freihandel und die Digitalisierung der Wirtschaft geht. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Apple, Google & Co.: Die Japaner zeigen Hand in Hand mit den Deutschen, wohin die Reise in Fragen des autonomen Fahrens, der künstlichen Intelligenz und der Datenanalytik geht.

          Das ist der Inhalt der zur Computermesse Cebit unterzeichneten „Hannover-Deklaration“ von Deutschland und Japan. Und wer wollte leugnen, dass die Ideen Substanz haben, sprechen hier doch Schwergewichte miteinander: Wer baut die besten Autos? Deutschland und Japan. Wer hat die intelligentesten Roboter und die dazugehörigen Forscher? Japan und Deutschland. Und wer sagt, dass man das Geschäft mit Daten und Plattformen allein den Amerikanern überlassen muss? Längst nicht mehr jeder.

          Die Welt der Technik ist schnelllebig. Wenn Donald Trump klug wäre, würde er sich einmal erkundigen, was gerade zwischen Japan und Deutschland so läuft. Beide Länder sind dafür bekannt, keine halben Sachen zu machen, wenn es um solide Angebote für den Kunden geht. Und bald kommt noch ein Freihandelsabkommen hinzu.

          Carsten Knop

          verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung und Unternehmen.

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          Quelle: F.A.Z.

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