http://www.faz.net/-gqe-77db2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 03.03.2013, 11:40 Uhr

Cebit Ausstellerrückgang auf der Messe

Die Cebit wird am Montag von Kanzlerin Merkel in Hannover eröffnet. Schwerpunkt ist in diesem Jahr das „Teilen“. Gemeinsam genutzt werden kann mit Hilfe des Internet alles: Daten, Musik, Wissen, Wohnungen oder auch der Rasenmäher.

© dpa Die zurückgehenden Ausstellerzahlen bewertet die Deutsche Messe AG gelassen

Knapp 4100 Unternehmen aus 70 Ländern zeigen in der kommenden Woche bei der weltgrößten Computermesse Cebit in Hannover ihre Neuheiten - das sind rund 100 weniger als im Vorjahr. Die Messe steht in diesem Jahr im Zeichen des Teilens im Internet. „Shareconomy“ lautet das Motto der Hightech-Schau, die vom 5. bis 9. März 2013 auf dem Messegelände in Hannover stattfindet.

Die Veranstalter greifen damit ein Thema auf, das besonders bei jungen Internetnutzern bereits zum Alltag gehört: Das Teilen von Wissen, Ressourcen, Gegenständen und Erfahrungen im Netz. Vor allem junge Menschen tauschen Musik in Foren, mieten Autos auf Car-Sharing-Seiten oder geben ihr Wissen in Blogs und Wikis weiter.

Partnerland der Cebit ist in diesem Jahr Polen. Premier Donald Tusk eröffnet die Hightech-Messe am Montagabend zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Außerdem will der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Thomas Enders, den rund 2500 Gästen den ersten europäischen Mars-Rover „Bridget“ präsentieren.

Mobile Anwendungen und Cloud-Computing

Dominierende Themen der Messe sind außerdem mobile Anwendungen und Cloud-Computing. Besonders Sicherheitsprogramme für Smartphones oder Datenverschlüsselung in der Cloud stehen im Fokus. Außerdem will die Cebit auch einen Schwerpunkt auf junge Unternehmen setzen: Mehr als 200 internationale Start-Up-Firmen präsentieren in Hannover Geschäftsmodelle für die Zukunft.

So umfangreich wie noch nie ist in diesem Jahr der Bereich, bei dem Firmen um Nachwuchs werben. Allein in Deutschland sind nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom mehr als 40 000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt. Neben einer Stellenbörse soll auch der „Recruiting Day“ am 9. März Firmen und Bewerber zusammenbringen.

Mehr zum Thema

Die zurückgehenden Ausstellerzahlen bewertet die Deutsche Messe AG gelassen. Es sei gelungen, die selbst gesetzte Zielmarke von 4000 beteiligten Unternehmen zu überschreiten und die strukturelle Qualität der Schau zu steigern, heißt es. Zunehmendes Interesse verspüre die Cebit aus Ländern mit wachsender Hightech-Relevanz in Asien und Afrika. 2012 war es der Cebit nach Rückgängen in den Vorjahren gelungen, die Zahl der Aussteller leicht zu steigern, es kamen aber weniger Besucher.

Insgesamt blickt die Branche optimistisch nach vorne. Laut jüngster Konjunktur-Umfrage des Verbandes Bitkom erwarten drei Viertel der Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 steigende Umsätze, 57 Prozent wollen zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen.

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Industrie 4.0 Wir können dem Silicon Valley Paroli bieten

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer über sichere Datenräume, das Internet der Zukunft – und die Konkurrenz zu Google und Co. Mehr Von Uwe Marx

13.07.2016, 06:48 Uhr | Wirtschaft
EU-Ratspräsident Tusk bestürzt von Brexit-Referendum

Der EU-Ratspräsident Donald Tusk zeigte sich am Freitag bestürzt vom Ergebnis des Brexit-Referendums. Er appellierte an die Staaten der EU, sich nicht von einem gemeinsamen europäischen Weg abzuwenden und entschlossen in die Zukunft zu blicken. Mehr

24.06.2016, 23:27 Uhr | Politik
Kanzlerin im Krisenmodus Horrornachrichten in der mongolischen Gipfelidylle

15 Staats- und Regierungschefs der EU erfahren tausende Kilometer von zu Hause entfernt vom Putschversuch in der Türkei. Die erste Reaktion erfolgt schnell und fällt leicht. Der künftige Umgang mit der Türkei wird nun aber viel schwieriger. Mehr

16.07.2016, 17:18 Uhr | Politik
Brexit Schulz betont Zusammenhalt der EU

Die Union habe sich auf dieses Szenario vorbereitet, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach dem Brexit-Referendum. Martin Schulz, Präsident des Europa-Parlaments, betonte den Zusammenhalt der verbliebenen 27 EU-Mitgliedsstaaten. Eine Kettenreaktion von EU-Austritten fürchtet er nicht. Mehr

24.06.2016, 15:35 Uhr | Politik
Datacenter-Betreiber Interxion Neuer Mann am Digital-Flughafen

Sein Vorgänger Peter Knapp mauserte sich im Laufe der Jahre zum Gesicht der digitalen Wirtschaft in Rhein-Main. Auch deshalb hat Bernard Geoghegan als neuer Chef des Rechenzentrumsbetreibers Interxion eine spannende Aufgabe. Mehr Von Thorsten Winter

20.07.2016, 17:29 Uhr | Rhein-Main