27.08.2009 · Amerikanische Verbraucher haben die Abwrackprämie vor allem dazu genutzt, ihre Autos von einheimischen Herstellern loszuwerden. Das Programm hat in erster Linie ausländischen Marken genützt. Ob das die Absicht der Regierung war?
Von Roland LindnerOb das die Absicht der Regierung war? Amerikanische Verbraucher haben die staatliche Abwrackprämie vor allem dazu genutzt, ihre Autos von einheimischen Herstellern loszuwerden. Die zehn am häufigsten eingetauschten Autos stammen von General Motors (GM), Ford und Chrysler. Unter den zehn meistverkauften Neuwagen in dem Programm sind dagegen nur zwei Modelle von Ford, der Rest entfällt auf asiatische Hersteller wie Toyota und Honda.
Die Japaner hatten bei der Abwrackprämie einen Startvorteil: Die Produktpalette der Amerikaner besteht zu einem großen Teil aus Transportern und Geländewagen. Die Prämie zielte aber darauf ab, das Geschäft mit kleineren Fahrzeugen anzukurbeln, und hier sind die Asiaten stärker. Trotzdem haben auch die Amerikaner genügend Modelle, die sich für das Programm qualifiziert haben. Gerade GM und Chrysler fehlen aber echte Verkaufsschlager, denn keines ihrer Autos ist attraktiv genug für einen Platz in den Top Ten gewesen.
Das unterstreicht einmal mehr, dass die beiden Unternehmen, die gerade ein Insolvenzverfahren hinter sich gebracht haben, in ihrer Produktpalette gewaltige Defizite haben. Die Abwrackprämie ist für GM und Chrysler ein Armutszeugnis.
Was Herr Lindner vergessen hat...
Stefan Neudorfer (sttn)
- 28.08.2009, 11:46 Uhr
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| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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