06.09.2005 · Mit einem Dasein als Soldaten hat ihr Leben bei der Bundeswehr nicht viel zu tun: Mehr als 700 Athleten werden von der Bundeswehr unterstützt - letztendlich auf Kosten des Steuerzahlers.
Von Inge KloepferSie haben die militärische Aufgabe, Spitzensport zu treiben, und nennen sich Sportsoldaten. Mit einem Dasein als Soldaten hat ihr Leben bei der Bundeswehr allerdings nicht viel zu tun.
Sie trainieren auf Kosten des Verteidigungshaushalts. Radrennfahrer, Curler, nordischer Kombinierer - und was es sonst noch alles an Spitzensportlern gibt. Mehr als 700 Athletinnen und Athleten werden bei der Ausübung ihres Sports von der Bundeswehr unterstützt, meistens junge Männer, die ihren Wehrdienst ableisten müssen. Viele aber verlängern und bleiben mehrere Jahre, um auf Kosten des Steuerzahlers zu trainieren.
Sportsoldaten bleiben von der Kürzung verschont
Warum ausgerechnet die Bundeswehr mehrere Spitzensportlergruppen braucht, die sie im Jahr gut 25 Millionen Euro kostet, ist nicht so recht auszumachen. Der Gipfel: Die Bundeswehr muß sparen. Dabei bleiben ausgerechnet die Spitzensportler, die mit der Aufgabe der Bundeswehr am wenigsten zu tun haben dürften, von der pauschalen Kürzung von 12 Prozent verschont. Die Streichung der Sportförderung fällt geringer aus und später an, dafür hatten die deutschen Sportdachverbände im vergangenen Herbst eigens beim Verteidigungsminister vorgesprochen.
Inge Kloepfer Jahrgang 1964, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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