Home
http://www.faz.net/-gqe-773cq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Bundestag Amazon-Wahlkampf

Die Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter bei Amazon in Bad Hersfeld haben jetzt auch den Bundestag beschäftigt. Die Kritik an Amazon ist berechtigt. Zum Wahlkampf taugen die Vorfälle aber nicht.

Die Debatte wird den Verantwortlichen des Online-Händlers Amazon in den Ohren klingen. Alle Fraktionen im Bundestag waren sich einig: Die Arbeitsbedingungen, die vor Weihnachten für die Leiharbeiter im Versandzentrum in Bad Hersfeld geherrscht haben, waren ein Skandal. Amazon habe so dem Ruf Deutschlands als Einwanderungsland geschadet. Das saß. Und die Kritik ist berechtigt.

Carsten Knop Folgen:      

Wenn Amazon künftig eine Chance auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt haben will, dürfen sich derartige Vorfälle nie mehr wiederholen. Fraglich ist es allerdings, ob der Vorfall dazu Anlass bieten sollte, das Instrument der Zeitarbeit in Deutschland grundsätzlich in Frage zu stellen, eine flächendeckende Einführung von Mindestlöhnen zu fordern oder viel stärker regulierend in befristete Arbeitsverhältnisse einzugreifen.

Denn in der Zeitarbeit gibt es einen Mindestlohn. Selbst Mitarbeiter, die für Amazon tätig wurden, haben eine höhere Entlohnung erhalten als diesen Mindestlohn. Befristete Arbeitsverträge sind eine große Chance: Sogar Amazon hat auf diesem Weg Tausende Mitarbeiter im Anschluss in eine Festanstellung übernommen. Die Vorfälle in Bad Hersfeld waren unerträglich, aber für den Wahlkampf taugen sie nicht.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.02.2013, 21:16 Uhr

Dumme Maut

Von Manfred Schäfers

Dobrindts Maut-Konzept ist noch lange nicht gut. Es baut auf Missgunst – und das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmt einfach nicht. Mehr 31 26

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland sticht in See

Das „Traumschiff“ steuert in die Insolvenz: Es erwirtschaftet schlicht zu wenig Geld – obwohl das Interesse an Kreuzfahrten so groß ist wie nie zuvor, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden