Home
http://www.faz.net/-gqe-702sl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundessozialgericht Hartz-IV-Empfänger muss Münzsammlung verkaufen

 ·  Über 27.000 Euro hat ein Bauingenieur für seine Münzsammlung ausgegeben. Als er „Hartz IV“ beantragte, gab er die Sammlung als Vermögen an. Wenn er staatliche Hilfe will, muss er die Sammlung verkaufen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (77)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Otto Meier

Das ist das Ergebnis der Agenda 2010, von der doch alle so schwärmen.

Vor der Aenda 2010 gab es Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe. Das schützte die Bürger zumindest eine gewisse Zeit davor, die Früchte ihres Arbeitslebens zu verlieren. Heute gilt für viele sofort, spätestens aber nach zwei Jahren, daß die Armut droht.

Es ist sicherlich richtig, daß das Soziale Netz nicht dazu dient, den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten oder das Vermögen zu schützen, sondern es handelt sich um eine reine Existenzsicherung. Warum wird das so mehr und mehr nicht mehr akzeptiert?

Weil die Arbeit und damit der Mensch keinen hohen Stellenwert mehr in dieser Gesellschaft haben. Alles dreht sich nur noch um Nutzwert und Gewinnmaximierung. Damit kann sich kein Mensch mehr identifizieren, der seine Selbstachtung noch nicht gänzlich verloren hat.

Wer leistungsfähig und leistungswillig ist, aber dennoch seine Arbeit verliert, vielleicht auch noch aus Gründen der Profitmaximierung, der kann sich damit ebensowenig abfinden, wie mit der Armutsfolge.

Empfehlen
Meike Henseler

@Cornelia Holtmann

gefühlt stimme ich Ihnen zu, aber die Logik des gesamten Systems Hartz beruht auf Eigenverantwortung. Es greift erst dann, wenn der Bürger sich wirklich nicht mehr aus eigener Kraft helfen kann. Das finde ich richtig.
Der Staat ist doch keine Versorgungsinstanz, auf die ich jederzeit zurück greifen kann.
Ich bin sogar der Meinung, dass es weniger Schonvermögen geben sollte. Einzig Vermögen, das der Altersversorgung dienen soll, sollte verschont werden (Lebensversicherung, Immobilie etc.).
Glauben Sie mir, ich weiß, wie Armut schmeckt. Ich habe den Absturz erlebt - allein mit Kind. Dass ich wieder oben bin, habe ich einzig meiner Einstellung zu verdanken, dass ich mein Leben selber gestalten muss und ich Arbeit nicht als ehrenrührig empfinde.

Das, was ich mir selbst zumute, erwarte ich auch von anderen. Und ich blicke mit Sorge darauf, dass immer mehr Menschen den Vollkaskostaat regelrecht verlangen. Dadurch werden die Möglichkeiten für die, die wirklich nicht können, immer geringer

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 18:13 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sehr geehrte Frau Henseler,

ich gebe Ihnen ja teilweise recht: Die "Vollkaskomentalität" der Bürger ist wirklich unerträglich, von den Forderungen nach einem "bedingungslosen Grundeinkommen" ganz zu schweigen. Ich gehe sogar davon aus, dass wir ein "Zuviel an Sozialstaat" haben.

Ich habe in meinem Kommentar lediglich begründet, aus welchem Grund ein Unterschied gemacht werden soll zwischen dem, der immer von den Sozialsystemen gelebt hat, und dem, der dieses "Zuviel" lange Zeit mitfinanziert hat (zulasten der Eigenvorsorge).

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Sehr geehrte Frau Henseler, sehr geehrter Herr Meier,

Sie fordern in Ihren Beiträgen eine höhere Eigenverantwortung des Bürgers, und zu dieser Eigenverantwortung gehöre es eben, dass er seinen Unterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten müsse, solange er dazu in der Lage ist.

Dieser Forderung könnte ich mich anschließen, wenn der Erwerbstätige die Möglichkeit hätte, durch sein Einkommen für "Notzeiten" vorzusorgen. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Gerade die Besserverdienenden finanzieren durch Steuern und Sozialabgaben ja die Transferleistungen, die der Staat den "schwachen Schultern" in so großzügiger Weise zukommen lässt. Diese Mittel stehen ihm für eine Eigenvorsorge nicht zur Verfügung.

Es ist also eigentlich selbstverständlich, dass der, der für das Gemeinwesen schon viel geleistet hat, eine höhere Leistung zu erwarten hat als der, der das noch nie getan hat.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 11:32 Uhr
Otto Meier

Ach, das wissen Sie nicht? Wirklich? ;-)

Nun, im WDR wurde mehrfach ein Beitrag über einen Immobilienmillionär gezeigt, der zwar in Saus und Braus lebt, aber nur 2.500 Euro Einkommenssteuer im Jahr zahlt.

In der ARD (Monitor ?) wurde über Finanzämter berichtet, in denen die Steuererklärungen von Unternehmern auf Weisung quasi ungeprüft durchgewunken werden.

Ebenso wurde im TV über ein Finanzamt berichtet, das eine ganze Abteilung Steuerprüfer als psychisch krank in den vorgezogenen Ruhestand schickte, da die unbedingt auch die Steuererklärungen von Millionären überprüfen wollten. Dieser Fall ging auch durch die Presse und ist, da es zu diversen Gerichtsverhandlungen kam, auch belegbar.

Sie müssen schon einen Unterschied zwischen der theoretischen Steuerlast und der tatsächlich dann gezahlten Steuer machen. Fragen Sie mal ihren Steuerberater. Neben Firmenwagen, Bediensteten und als Repräsentationsimmobilien im Ausland getarnten Altersruhesitzen gibt es unendlich viele Möglichkeiten, keine Steuern zu zahlen.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Wie bitte? Die Besserverdienenden zahlen weniger ein?

Von Steuerprogression haben Sie aber schon gehört? Erläutern Sie doch bitte konkret (!), in welcher Weise sich Steuervorteile auswirken, unter Berücksichtigung der Steuerprogression!

Empfehlen
Otto Meier

Es ist also eigentlich selbstverständlich ...

Nein, das ist es nicht. Das Existenzminimum ist für alle gleich.

Und überhaupt, gerade die Besserverdienenden zahlen relativ betrachtet am wenigsten in das soziale System ein. Denn sie können Steuervorteile genießen und erhalten das maximale Elterngeld, sparen an Krankenversicherung und sorgen als Selbstständige oftmals nur deshalb nicht genügend für das Alter vor, weil sie ihr Leben lieber genießen und das auch können.

MfG

Empfehlen
J. Carlsson

Wenn es nicht so traurig wär....

Wie das, zumindest in Berlin ausgehen wird, dürfte wohl klar sein, da EX-BP Wulff nun sein Büro hat etc.

Das Ding wird wohl so ähnlich enden wie bei z. Guttenberg.

Wenn es nicht so traurig und teuer wäre, man käme den ganzen Tag nicht mehr aus dem Lachen raus.

EX-BP Wulff erhält "HartzIV" in Höhe von 16.667,- monatlich! Lebenslang!

Selbst er meinte 2010 "diese Bezüge seien zu Hoch und müssten angepasst werden". Und, verzichtet er jetzt freiwillig z.B. auf die Hälfte?? Nö. Alles nur halt- und rückgratloses Blablabla.

Nicht an den Worten sondern an den Taten.....

Soziale Gerechtigkeit in Deutschland:
EX-BP Wulff, Vermögen mind. 500.000 €
monatliche Bezüge anrechnungs- und Verrechnungsfrei
ca. 16.667,- monatlich.

ArbeitnehmerInnen nach z.B. 25- und mehr Jahren Vollzeittätigkeit und unfreiwilliger Arbeitslosigkeit sowie einem Jahr Arbeitslosengeld, Hartz IV ca. 374,- € monatlich (alleinstehend, kinderlos, keine Unterhaltspflicht)
lächerlicher Schon-Freibetrag ca. 10.000 €

Vor Bezug

Empfehlen
Christian Köhler

Man stelle sich vor, das Gericht hätte zugunsten des Klägers entschieden...

"Hartz-IV-Empfänger kann 27.000 EUR für Sammlermünzen behalten" berichtet die FAZ
"Taler-Dieter - der Hartz4-Mann mit dem Münztresor" titelt die BILD
Welch ein Skandal ist uns erspart geblieben!

Empfehlen
Dieter Brauer
Dieter Brauer (dhkb) - 23.05.2012 19:32 Uhr

Besser verschenken?

Bin kein Jurist, würde aber die Sammlung an eine Stiftung verschenken. Damit diese Staat keinen Vorteil erhält!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 20:04 Uhr
Meike Henseler

Asozial

Unsere Sozialsysteme unterstützen die, die das aus eigener Kraft nicht können. Das ist gut, richtig und wichtig.

Die Argumentation aber umzukehren und daraus abzuleiten, dass man nichts ansparen soll und/oder sich dadurch ausgeplündert zu fühlen, wenn man zuerst die eigenen Ressourcen aufzehren muss, empfinde ich als höchst asozial.

Empfehlen
Martin Klocke
Martin Klocke (mampo) - 23.05.2012 19:28 Uhr

Gleichzeitig entdeckt man Sozialhilfeemfpänger in Vorderasien mit Yacht...

Und Haus, die natürlich NICHT belangt werden, weil der türkische Staats Rechtshilfe verweigert. Aktuell nachzulesen in einem Welt online Artikel. Dagegen ist diese Münzsammlung ein Kindergeburtstag. Es geht um Millionenbeträge in Deutschland und den Niederlanden. Aber, schön, dass wir Deutsche uns in Deutschland wenigstens noch an die Gesetze halten müssen, andere wohl nicht. Dies gilt inzwischen für einige Delikte (Behandlung von Tieren, Kindern und Frauen), seit neuestem anscheinend auch für Sozialbetrug. Ich unterstütze unseren Wohlfahrtsstaat sehr gerne, weil ich an die soziale Marktwirtschaft glaube. Aber es sollte auch bei Allen genau hingeschaut werden!

Empfehlen
Matthias Elger
Matthias Elger (melger) - 23.05.2012 19:08 Uhr

Heikles Thema!

Sachlichkeit täte dem Thema gut. Verbitterung herrscht doch vor allem über die Verschwendung unserer Steuergelder. Viele sehen nur die gigantische Bürokratie, den Gesetzeswust und die Unmengen Nutznießer, die noch nie etwas für die Gemeinschaft schufen rund um Hartz IV. Daneben werden Unmengen Geld gen Südeuropa transferiert und eine zweite Bürokratie für die EU geschaffen. Und wenige Steuerzahler haben noch den Eindruck mit ihrer Stimme bei einer Wahl noch etwas ändern zu können, wo doch Politiker nur lügen oder fast alle Parteien die gleiche Meinungen zu heiklen Themen haben, wie dem ESM oder Euro.

Aber wer garantiert mir denn, dass ich mit 50 Jahren noch Arbeit habe oder trotz Sparsamkeit nicht genug gespart habe um bis zum Lebensende ausgesorgt zu habe. Da ist mir doch jeder Cent in deutsche Sozialsysteme lieber aufgewandt als für Eurorettungen.

Empfehlen
Wolfgang Wagner, M.A.

Generationenfokusierte Enteignung

wer seit den 80iger Jahren gut ausgebildet den Aufschwung mitgetragen und brav in die Sozialsysteme eingezahlt hat, wird häufig mit Überschreitung der 50 aus dem Arbeitsmarkt herauskatapultiert. Das ist kein Zufall, sondern System. Denn diese Generation -zu der wohl auch der Münzsammler gehört - hat für schlechte Zeiten vorgesorgt in der Hoffnung, im Krisenfall die erforderliche Unterstützung aus der Arbeitslosenversicherung zu erhalten. Aber weit gefehlt: der Staat rechnet damit, dass diese Generation genug eigene Substanz besitzt, die sich lohnt abzuschmelzen und unter dem Vorwand der Bedürftigkeit zu enteignen. Denn wie kann es anders sein, dass gerade die ehemaligen Leistungsträger des Sozialsystems von der Arbeitsagentur als sogen. Betreuungskunden (d.h. kein Anrecht auf Unterstützung) eingestuft werden und einfach abgewartet wird, bis dieser Personenkreis in Hartz IV abrutscht. Die Scham für eine vergebliche Lebensleistung bleibt dabei "Privateigentum".

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 19:56 Uhr
Franz Josef Stuhrmann

Generationenfokusierte Enteignung

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Guter Kommentar.

Empfehlen
Meike Henseler

Entschuldigung, aber das ist blanker Unsinn!

1. Steht in dem Artikel gar nicht, ob das ein armer Mann war, der über 50 aus dem Arbeitsmarkt gekickt wurde oder ob er ein fauler Hund war oder was auch immer dazu führte, dass er heute Hartz IV beantragen muss.

2. Wenn er für schlechte Zeiten vorgesorgt hat, dann ist das ja gut und richtig. Dann sind das jetzt schlechte Zeiten und er kann seine Vorsorge nutzen. Dafür ist Vorsorge ja auch da.

3. Er hat ja auch sein Arbeitslosengeld bekommen. Was ist denn mit denen, die nie arbeitslos waren und völlig 'umsonst' bezahlt haben? Die wären demnach dann die richtig Gelackmeierten. Dann müssten die ja eigentlich ihre Beiträge zurück verlangen, wenn sie in Rente gehen.

4. So enteignet der Staat nicht. Die Enteignung funktioniert ganz anders und trifft nicht nur den Mann mit der Münzsammlung.

5. Weshalb muss er sich schämen? Möglicherweise gibt es keinen Grund dafür. "Scham" sollte er eher empfinden, wenn er seine eigenen Möglichkeiten nicht ausschöpft.

Empfehlen
Bernie Cornfeld

Jetzt bricht aber wirklich bald der Sozialismus aus,

in den virtuellen Leserbriefen der FAZ wird sich plötzlich mit sozialem Abstieg beschäftigt. Oder sind das alles keine Stammleser, die hier schreiben? Ansonsten Dank an Fischer und Schröder! Das hätten Kohl, Merkel, Bertelsmann, Henkel, BDI und Konsorten nie ohne die Sozzen geschafft dieses Land so zu entsolidarisieren.

Solange wir ja noch tolle Handelsüberschüsse haben und ich selbst noch einen Job - nach Möglichkeit gut bezahlt - kann uns ja das alles wurscht sein. Und Münte macht auch schon wieder Wahlkampf für Merkel. Ergo alles prima für 30% in diesem Land. Weiter so!

Man wünschte, daß dieser Richter nicht verbeamtet wäre, dann würde er eventuell Emphatie entwickeln, auf die Gefahr hin, Sohnemann nicht das adäquate Studium nicht finanzieren zu können. Warum glaube ich da bloß nicht dran? Was muß eigentlich in diesem Land noch passieren?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 19:29 Uhr
Meike Henseler

Richter sind Richter

und keine Beamten. Der Unterschied besteht darin, dass sie nicht weisungsgebunden sind. Und das hat verdammt gute Gründe.

Was die von Ihnen angenommene fehlende Empathie mit der Finanzierung des adäquaten Studiums seines mutmaßlichen Sohnes zu tun haben, erschließt sich mir nicht.

Warum glauben Sie nicht woran? Ist es jetzt die Schuld des Richters, dass Hartz IV auf Eigenverantwortung aufbaut?

Hier heulen alle das hohe Lied der Solidarität, aber ich wüsste gern, wie weit es damit wäre, wenn sie so etwas mal direkt erleben würden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich selbst zu meinen besten Freunden sage: "Nein, du musst deinen Picasso nicht verkaufen. Das würde dir dir Würde nehmen. Du sollst deinen Wohlstand nicht aufzehren. Ich schenke dir, was du brauchst, auch wenn ich selber mir nie einen Picasso leisten könnte."

Empfehlen
Michael Meier
Michael Meier (never1) - 23.05.2012 17:59 Uhr

Hatz-IV Bezug mit Vermögen bis 100.000 €...

...das höre ich hier aus den Jammer-Beitragen heraus. Frührente ab 50 nach 2o jahren Beaschäftigung....bis zum 90. LJ. Wer es bezahlt, ist doch egal..ein paar Dumme werden schon arbeiten. Nioch Dümmere arbeiten für das bedingungslose Grundeinkommen des NAchbarn....mich widert es an, mit welcher Selbstverständlichkeit hier verlangt wird, daß andere Mitbürger und Steuerzahler das Einkommen von Mitmenschen bezahlen, die noch erkleckliche Vermöghenswerte haben.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 10:17 Uhr
Closed via SSO

Also Herr Meier, wenn Sie sich jetzt über die gefühlten 27.000 EUR so aufregen,

dann müssen Sie ja im Fall Christian Wulff kurz vor dem Herzinfarkt gestanden haben!!
Ich finde es eine Unverschämtheit, dass Menschen nicht ein bisschen was auf der hohen Kante haben dürfen für absolute Notfälle (nur ein Todesfall in der Familie oder Ihnen brennt mal die Bude ab - wie bei meinem Nachbarn geschehen - und die Kohle ist ganz schnell perdü).
Ein Christian Wulff darf aber mit Büro, Dienstwagen, Chauffeur und 199.000 Euro pro Jahr sich zur Ruhe setzen. Das zahlen auch SIE und Ihr Nachbar! Manch einer leistet ein vielfaches mehr als Herr Wulff und hat nicht annähernd diesen Betrag zur Verfügung!

Empfehlen
Meike Henseler

Im Grunde bin ich genau Ihrer Meinung,

aber ich würde es nicht so emotional formulieren.

Die Ungerechtigkeit empfände ich als noch viel größer, wenn die Steuerzahler dafür Steuern zahlen, damit in in Not geratene ihre Vermögenswerte erhalten können.

Aber jetzt habe ich mal eine andere Frage:
Was war denn an Arbeitslosenhilfe so viel besser? Da bekam man doch auch nur noch Geld auf Grundlage der Bedürftigkeit oder täusche ich mich da?
Es ist oft tragisch, Arbeitsscheue werden mit unverschuldet in Not Geratene in einen Topf geworfen, aber die Quintessenz ist doch - so hart es klingt - die gleiche: Sie leben auf Kosten der Allgemeinheit.
Sicher zahle ich für Letztere gerne, aber er lebt von meinen Steuern. Da erwarte ich schon, dass er zuerst seinen eigene Wohlstand aufzehrt, bevor er an meinen geht.

Empfehlen
Martha Strinz

Wenn der in Arbeitszeiten geschaffene Wert in Zeiten ohne Arbeit aufgezehrt werden muss,

gibt es keinen Anreiz zur privaten Kapitalbildung. Damit fällt eine ganz wichtige Arbeitsmotivation des Kapitalismus weg.

Man kann sich auf Umwege begeben und Investitionen und Arbeitseinsätze erzwingen, Medikamente verschreiben und psychologische Gutachten erstellen oder Statistiken fälschen.

Irgendwann werden selbst CDU und SPD einsehen, dass niemand für Wohlstand arbeitet, welcher in der Arbeitslosigkeit aufgezehrt werden muss. Und alle Studien sagen, dass in Zukunft Lebensläufe mit Phasen von Arbeitslosigkeit Normalität sein werden.

Man kann Menschen zwingen, eine Grundversorgung zu erwirtschaften wie in der DDR. Man kann aber niemanden zu überdurchschnittlichen oder unternehmerischen Leistungen zwingen. Auch nicht im Land der Erfinder. Im Kommunismus war die Motivation ein ideologisches Heilsversprechen, das heute fehlt.

Was für Lehren SPD und CDU daraus ziehen werden? Richtig, den Sozialstaat aufrecht erhalten und Merkel heilig sprechen.

MfG Martha Strinz

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 20:19 Uhr
Martha Strinz

Hallo Frau Henseler, danke für Ihr Feedback!

Der Münzsammler wäre besser gefahren, hätte er die Kaufsumme nie erarbeitet, sondern sich statt dessen in die Sonne gelegt.

MfG Martha Strinz

Empfehlen
Meike Henseler

Entschuldigung, aber...

ich habe Sie wohl nicht ganz verstanden. Private Kapitalbildung sollte nicht in harten Zeiten aufgezehrt werden?
Ich gebe ja zu, dass ich vielleicht etwas altbacken rüber komme, aber ich habe mein Leben lang nach der Überzeugung gelebt: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!"

Mir tut es persönlich auch leid für die Münzsammlung des Mannes, aber dennoch finde ich das Urteil richtig.
Was sind denn Wertanlagen wert, wenn man sie niemals verwertet?
Wie ein Vorredner schon schrieb, wo zieht man denn die Grenze?
Natürlich muss ich meinen persönlichen Wohlstand zuerst aufzehren, bevor ich mich an die Allgemeinheit wende. Ich habe das selber schon getan und fand nichts falsch daran, schließlich hatte ich ja genau für Notzeiten gespart

Empfehlen
Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 23.05.2012 17:49 Uhr

Stringente Logik des Urteils

Das Urteil folgt einer - vielleicht übermäßig - stringenten Logik, der ich mich nicht völlig verschließen kann. Bevor der Staat mit Steuermitteln einspringt, soll jeder erst einmal für sich selbst sorgen. Sonst hieße dies umgekehrt, dass der Steuerzahler dem Mann die private Münzsammlung finanziert. Und obwohl ich selbst ein wenig numophil bin, kann ich das nicht gutheißen.
Wo will man bei solchen Sachenwerten die Grenze ziehen? Wäre es in Ordnung, dem Hartz IV-Empfänger einen Porsche zu belassen? Goldene Wasserhähne oder eine 40-Meter Jacht? Dinge, die sich der ehrliche Arbeitnehmer niemals leisten könnte? Spätestens dort tritt ebenfalls gravierende Ungerechtigkeit ein.
Hartz IV ist eine Leistung, die man nicht zwangsweise in Anspruch nehmen muss. Ich persönlich habe auch schon eine beschäftigungslose Zeit mit eigenen Mitteln überbrückt. Auch, weil ich keine Münzsammlung, sondern schlicht Geld auf der Bank hatte. Sollte sammeln besser sein als sparen?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 18:29 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 23.05.2012 18:29 Uhr

Herr Jansen, nein nicht sammeln oder sparen, saufen und verjubeln beasser als sparen!!!

Das Urteil ist er beste Amreiz, nicts zu sparen. Dadurch kommt aber noch vielmehr auf den Steuerzahler zu. Wurde dieses Gesetz nicht unter Schroer gemacht?

Empfehlen
Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 23.05.2012 17:23 Uhr

Fernreisen statt Münzen sammeln

...hätte der gute Mann machen sollen, dann könnte er sich wenigstens noch die Fotoalben ansehen. Die hätte man ihm nicht weggenommen.
Mich wundert das nicht, wir haben auch schlechte Erfahrungen mit deutschen Gerichten gemacht. Ich finde unsere Justiz ist reichlich verkommen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 18:34 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 23.05.2012 18:34 Uhr

Frau King, was Sie schreiben stimmt

Aber es gibt noch was schlimmeres: Unsere Grsetzgeber wissen nicht, was sie machen.

Empfehlen
bernd stegmann

Das mit der Justiz stimmt zwar auch, aber die Gesetze werden von den "Volksparteien" für

das Volk gemacht. Sie sollten vielleicht mal Ihre Wahlstimme überdenken. Dahingehend, wer sich politisch um SIE kümmert.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 23.05.2012 17:23 Uhr

es kommt vermutlich noch dicker

1-wenn er aufgrund des alters oder aufgrund von krankheit berentet wird sinkt das "schonvermögen" von ca 150€/lebensjahr auf 1800€ insgesamt(unabhänigig vom alter bei berentung wegen voller erwerbsminderung). nach meiner Kenntnis, es handelt sich dann auch nicht mehr um alg x oder y sondern um grundsicherung( bei sonst gleicher leistung)
2-anwalts und gerichtskosten wird er bei 20t€ vermögen auch selbst tragen müssen vermute ich.
ich vermute der anwalt wird gagegen klagen, er bekommt sein geld auf jeden fall ob von seinem klienten oder der staatskasse.
3-was sagt uns das. man solltte nicht so offenherzig sein mit seinen mitteilungen?

Empfehlen
Dominik Sieler

Kann mir mal bitte jemand erklaeren was daran Menschenunwuerdig ist?

Mit 20.000€ kommt man in Deutschland zumindest eine Weile sehr würdevoll über die runden. Es müssten aber mindestens zwei deutsche Steuerzahler ein Jahr hart arbeiten, nur damit der Mann seine geliebte Münzsammlung behalten darf. Finden sie das ernsthaft richtig? Gar Menschenunwürdig? Zahlt hier keiner Steuern, arbeitet hier niemand mehr selbst?

Die Münz-oder Briefmarkensammlung, das ist doch ein klassischer Vermoegenswert von dem man sich in der Not eben trennen muss. So wie Opa nach dem Krieg Schmuck verhoekert hat, damit es was zu Essen gab.

Das einzige was falsch ist an dem Urteil, ist der fehlende Anreiz, dass die Leute die Wahrheit sagen. Der Richter haette sicher etwas Spielraum gehabt den Klaeger für seine Ehrlichkeit entgegenzukommen

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 19:50 Uhr
Meike Henseler

Unser Wohlfahrtsstaat

pampert uns noch zu Tode... bis wir gar nicht mehr eigenverantwortlich und selbstbestimmt leben können und bis es keiner mehr bezahlen kann.

Je weniger Ungerechtigkeit es gibt umso mehr wird nach Gerechtigkeit geschrieen.

Empfehlen
Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 23.05.2012 16:53 Uhr

Die riesige Bürokratie muß halt beschäftigt werden

Man könnte mit fixen Sätzen und limitierten Bezugszeiten arbeiten, danach muß jeder auf eigenen Beinen stehen. Ohne den Prüfungs- und Vermittlungszirkus. Dieser kostet zig Milliarden Euro und hat so gut wie keinen Nutzen für den Betroffenen.

Aber dann müßte man die Arbeitslosen- und Sozialindustrie, mit ihren inzwischen wohl Millionen Beschäftigten auflösen. Da das wichtige Wählerstimmen kostet, leistet man sich lieber diesen Apparat. Und zahlt lieber dem Betroffenen weniger oder gar nichts aus.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 10:30 Uhr
Closed via SSO

Warum ist Straßenfeger ein unwürdiger Job?

Auch ein Professor, der arbeitslos wird, sollte in der Lage sein, eine Straße zu fegen und sich dafür nicht zu fein sein!
Job ist Job und wenn er dadurch dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegt, ist das durchaus legitim.
Es ist außerdem immer besser, sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus zu bewerben als aus der Arbeitslosigkeit.
Ein Professor kann einen Straßenfegerjob im Lebenslauf sogar als "Studie" darstellen, so dass ihm kein Krümelchen an der Weste kleben bleibt.

Empfehlen
bernd ullrich

Momment mal! Wer regiert eigentlich?

Wollen Sie Rot/Grün in die Pflicht nehmen? Ohne Schröder und Fischer hätten wir nicht die wirtschaftliche Grundlage, heute die Banken- und Schuldenkrise einigermaßen zu überstehen. Die Schwarz/Gelben machen daraus ein Schmierentheater, weil sie die Verursacher dafür nicht verantwortlich machen und in die Pflicht nehmen wollen. Haben Sie mitbekommen, wer die Darlehensnehmer in Amerika aus den Häusern klagt, obwohl diese Besitzer ihre Hypotheken zahlen könnten, die Deutsche Bank aber trotzdem mit Räumungsklagen durchkommt, weil die Gesetzeslage es erlaubt? Die Gesetze lassen Betrügerei und Ausbeutung zu. Kämpfen Sie mal dagegen.

Empfehlen
Roland Magiera

"danach muß jeder auf eigenen Beinen stehen"

Und wenn nicht?

Wenn das so hart durchgesetzt wird, dann muss auch für jeden Betroffenen ein garantierter und nicht unwürdiger (Professor => Straßenfeger) Job bereitstehen. Die Zeiten wie im 19.Jhd. und früher wo man als Tagelöhner überleben konnte, sind für immer vorbei! Das Leben ist viel zu teuer geworden.
Die imho beste Idee wäre der Recyclingbereich unter staatlicher Obhut.
Es braucht eine Menge Leute um allein alte Fernseher oder Computer bis zum letzten Schräubli fein säuberlich zu zerlegen. Das muss doch nicht in Afrika geschehen. Außerdem motiviert das die Betroffenen, sich einen Job in der Privatwirtschaft zu suchen.
Aber das ist mit der SPD und den Grünen nicht zu machen.

Freundliche Aufforderungen wie bislang bringen bei einem nicht unbedeutenden Teil der Arbeitslosen rein gar nichts. Die ernsthaft Arbeitssuchenden leiden dafür doppelt wegen dem schlechten Ruf.

Empfehlen
Dr. Michael Menzel

Ein Arbeitsleben lang Arbeitslosenversicherung bezahlt!

Und jetzt? Millionen Menschen haben auch in die "Arbeitslosenversicherung" einbezahlt und haben dann ein Jahr oder ein halbes Jahr einen Hungersumme bekommen und das war's dann.
Hartz und Schröder haben es geschafft, das oft sehr bescheidene Lebenswerk der Menschen ersatzlos auch noch einzufordern, und erst dann aus der "Versicherung" ein Almosen auszukehren, um es nach einigen Monaten den "Versicherten" zu einem Bettler zu degradieren.
Das ist der Stoff aus dem der "unverständliche" Aufschwung Deutschlands, auch in der Krise, gemacht ist. Das sind die Gelder die einstmals als Sozialversicherung Vertrauensschutz genossen und nun von den staatlichen Hyänen in Global-Player Manier in Europa auf jeden verteilt werden der Hier schreit.
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung – gilt alles nicht mehr – alles rückwirkend und zukünftig veruntreut.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 18:18 Uhr
bernd stegmann

Sie haben vollkommen Recht, vergessen aber, das der deutsche Wähler sich seine Regierung

erwählt. Und da er weiterhin CDUCSUFDPSPDGR... und jetzt gar Piraten wählt......

Empfehlen
Richard Lancelot
Richard Lancelot (LarsSW) - 23.05.2012 18:08 Uhr

Ein Arbeitsleben lang bezahlt, ja - aber für Menschen, nicht für Gegenstände!

Ich glaube, hier werden ein paar Tatsachen verdreht. Der Aufschwung Deutschlands ist ganz sicher nicht auf dem Rücken der armen (das meine ich wörtlich und ernst, keinesfalls ironisch), zu "Bettlern" degradierten Arbeitslosen gebaut. Ganz im Gegenteil: Der Aufschwung, die hohe Wirtschaftskraft und der damit verbundene hohe Lebensstandard in Deutschland ermöglichen es erst, in Arbeitslosigkeit gerutschten Menschen soweit zu helfen, dass diese ein würdevolles Leben zu führen können, bis sie wieder in Anstellung sind.

Natürlich ist das traurig für den Einzelnen, und schmerzhaft wenn auch noch lieb gewonnene Gegenstände veräußert werden müssen. Aber ganz im Ernst: Es handelt sich letztlich nur um Gegenstände.

Die noch in Arbeit stehenden Menschen sind bereit und durch ihre Beiträge dazu verpflichtet, Menschen in Not zu helfen. *Menschen* - nicht ihren Briefmarkensammlungen, Münzsammlungen, Oldtimers oder was noch alles an diesen Menschen dranhängt.

Empfehlen
thomas röver

münzsammlung

man muss auch mal eine münzsammlung vergessen können.
die miese behandlung durch unsere sozialsysteme ist leider hinreichnd bekannt.
deutschland steht ja heute deswegen so gut da, weil die arbeitnehmer ausgepresst werden, miese löhne, teilzeit 400 eur jobs, etc.
dieser weg wird den untergang unserer demokratie irgendwann bedeuten.....

Empfehlen
Falko Steinbach

Würde

Dieses Sozialsystem, so interpretiert, entzieht den Menschen die Eigenständigkeit, Aufrichtigkeit, Initiative und Würde. Es ermuntert zur Lüge (Münzsammlung nicht angeben), Untätigkeit (keine Münzsammlung anlegen) und Verrohung (wie sieht es wohl in dem Mann aus bezüglich zukünftiger Liebhabereien aus?).
Nur ein Mensch, der selbst arbeitet und die Früchte seiner Arbeit auch genießen darf ist ein freier Mensch mit Würde, da er dann auch die Mittel hat, sich Anderen zuzuwenden und Anderen zu helfen, die dazu nicht in der Lage sind. Eine staatliche unterstützung so interpretiert führt zu den oben genannten Ausfallerscheinungen und unpersönlichen institutionellen Willkürhandlungen. Wenn in einer Demokratie die Mehrheit es so will, so sei es. Irgendwann gibt man dann nach der Münzsammlung auch sein Stimmrecht ab.

Empfehlen
Weitersagen

Einblick für Zwangsgeld

Von Joachim Jahn, Berlin

Die Bürger haben ein Anrecht darauf zu wissen, was Intendanten und Moderatoren öffentlich-rechtlicher Fernsehsender verdienen. Schließlich müssen sie für beide zahlen - auch wenn sie gar nicht fernsehen. Mehr 57

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.