23.05.2012 · Über 27.000 Euro hat ein Bauingenieur für seine Münzsammlung ausgegeben. Als er „Hartz IV“ beantragte, gab er die Sammlung als Vermögen an. Wenn er staatliche Hilfe will, muss er die Sammlung verkaufen.
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Das ist das Ergebnis der Agenda 2010, von der doch alle so schwärmen.
Vor der Aenda 2010 gab es Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und
Sozialhilfe. Das schützte die Bürger zumindest eine gewisse
Zeit davor, die Früchte ihres Arbeitslebens zu verlieren. Heute
gilt für viele sofort, spätestens aber nach zwei Jahren,
daß die Armut droht.
Es ist sicherlich richtig, daß das Soziale Netz nicht dazu dient,
den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten oder das Vermögen
zu schützen, sondern es handelt sich um eine reine
Existenzsicherung. Warum wird das so mehr und mehr nicht mehr akzeptiert?
Weil die Arbeit und damit der Mensch keinen hohen Stellenwert mehr in
dieser Gesellschaft haben. Alles dreht sich nur noch um Nutzwert und
Gewinnmaximierung. Damit kann sich kein Mensch mehr identifizieren, der
seine Selbstachtung noch nicht gänzlich verloren hat.
Wer leistungsfähig und leistungswillig ist, aber dennoch seine
Arbeit verliert, vielleicht auch noch aus Gründen der
Profitmaximierung, der kann sich damit ebensowenig abfinden, wie mit der Armutsfolge.
gefühlt stimme ich Ihnen zu, aber die Logik des gesamten Systems
Hartz beruht auf Eigenverantwortung. Es greift erst dann, wenn der
Bürger sich wirklich nicht mehr aus eigener Kraft helfen kann. Das
finde ich richtig.
Der Staat ist doch keine Versorgungsinstanz, auf die ich jederzeit
zurück greifen kann.
Ich bin sogar der Meinung, dass es weniger Schonvermögen geben
sollte. Einzig Vermögen, das der Altersversorgung dienen soll,
sollte verschont werden (Lebensversicherung, Immobilie etc.).
Glauben Sie mir, ich weiß, wie Armut schmeckt. Ich habe den
Absturz erlebt - allein mit Kind. Dass ich wieder oben bin, habe ich
einzig meiner Einstellung zu verdanken, dass ich mein Leben selber
gestalten muss und ich Arbeit nicht als ehrenrührig empfinde.
Das, was ich mir selbst zumute, erwarte ich auch von anderen. Und ich
blicke mit Sorge darauf, dass immer mehr Menschen den Vollkaskostaat
regelrecht verlangen. Dadurch werden die Möglichkeiten für
die, die wirklich nicht können, immer geringer
Sehr geehrte Frau Henseler,
ich gebe Ihnen ja teilweise recht: Die
"Vollkaskomentalität" der Bürger ist wirklich
unerträglich, von den Forderungen nach einem "bedingungslosen
Grundeinkommen" ganz zu schweigen. Ich gehe sogar davon aus, dass
wir ein "Zuviel an Sozialstaat" haben.
Ich habe in meinem Kommentar lediglich begründet, aus welchem Grund
ein Unterschied gemacht werden soll zwischen dem, der immer von den
Sozialsystemen gelebt hat, und dem, der dieses "Zuviel" lange
Zeit mitfinanziert hat (zulasten der Eigenvorsorge).
Sehr geehrte Frau Henseler, sehr geehrter Herr Meier,
Sie fordern in Ihren Beiträgen eine höhere Eigenverantwortung
des Bürgers, und zu dieser Eigenverantwortung gehöre es eben,
dass er seinen Unterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten müsse,
solange er dazu in der Lage ist.
Dieser Forderung könnte ich mich anschließen, wenn der
Erwerbstätige die Möglichkeit hätte, durch sein Einkommen
für "Notzeiten" vorzusorgen. Dies ist aber häufig
nicht der Fall. Gerade die Besserverdienenden finanzieren durch Steuern
und Sozialabgaben ja die Transferleistungen, die der Staat den
"schwachen Schultern" in so großzügiger Weise
zukommen lässt. Diese Mittel stehen ihm für eine Eigenvorsorge
nicht zur Verfügung.
Es ist also eigentlich selbstverständlich, dass der, der für
das Gemeinwesen schon viel geleistet hat, eine höhere Leistung zu
erwarten hat als der, der das noch nie getan hat.
Ach, das wissen Sie nicht? Wirklich? ;-)
Nun, im WDR wurde mehrfach ein Beitrag über einen
Immobilienmillionär gezeigt, der zwar in Saus und Braus lebt, aber
nur 2.500 Euro Einkommenssteuer im Jahr zahlt.
In der ARD (Monitor ?) wurde über Finanzämter berichtet, in
denen die Steuererklärungen von Unternehmern auf Weisung quasi
ungeprüft durchgewunken werden.
Ebenso wurde im TV über ein Finanzamt berichtet, das eine ganze
Abteilung Steuerprüfer als psychisch krank in den vorgezogenen
Ruhestand schickte, da die unbedingt auch die Steuererklärungen von
Millionären überprüfen wollten. Dieser Fall ging auch
durch die Presse und ist, da es zu diversen Gerichtsverhandlungen kam,
auch belegbar.
Sie müssen schon einen Unterschied zwischen der theoretischen
Steuerlast und der tatsächlich dann gezahlten Steuer machen. Fragen
Sie mal ihren Steuerberater. Neben Firmenwagen, Bediensteten und als
Repräsentationsimmobilien im Ausland getarnten Altersruhesitzen
gibt es unendlich viele Möglichkeiten, keine Steuern zu zahlen.
Wie bitte? Die Besserverdienenden zahlen weniger ein?
Von Steuerprogression haben Sie aber schon gehört? Erläutern Sie doch bitte konkret (!), in welcher Weise sich Steuervorteile auswirken, unter Berücksichtigung der Steuerprogression!
Es ist also eigentlich selbstverständlich ...
Nein, das ist es nicht. Das Existenzminimum ist für alle gleich.
Und überhaupt, gerade die Besserverdienenden zahlen relativ
betrachtet am wenigsten in das soziale System ein. Denn sie können
Steuervorteile genießen und erhalten das maximale Elterngeld,
sparen an Krankenversicherung und sorgen als Selbstständige oftmals
nur deshalb nicht genügend für das Alter vor, weil sie ihr
Leben lieber genießen und das auch können.
MfG
Wenn es nicht so traurig wär....
Wie das, zumindest in Berlin ausgehen wird, dürfte wohl klar sein,
da EX-BP Wulff nun sein Büro hat etc.
Das Ding wird wohl so ähnlich enden wie bei z. Guttenberg.
Wenn es nicht so traurig und teuer wäre, man käme den ganzen
Tag nicht mehr aus dem Lachen raus.
EX-BP Wulff erhält "HartzIV" in Höhe von 16.667,-
monatlich! Lebenslang!
Selbst er meinte 2010 "diese Bezüge seien zu Hoch und
müssten angepasst werden". Und, verzichtet er jetzt freiwillig
z.B. auf die Hälfte?? Nö. Alles nur halt- und
rückgratloses Blablabla.
Nicht an den Worten sondern an den Taten.....
Soziale Gerechtigkeit in Deutschland:
EX-BP Wulff, Vermögen mind. 500.000 €
monatliche Bezüge anrechnungs- und Verrechnungsfrei
ca. 16.667,- monatlich.
ArbeitnehmerInnen nach z.B. 25- und mehr Jahren Vollzeittätigkeit
und unfreiwilliger Arbeitslosigkeit sowie einem Jahr Arbeitslosengeld,
Hartz IV ca. 374,- € monatlich (alleinstehend, kinderlos, keine Unterhaltspflicht)
lächerlicher Schon-Freibetrag ca. 10.000 €
Vor Bezug
Man stelle sich vor, das Gericht hätte zugunsten des Klägers entschieden...
"Hartz-IV-Empfänger kann 27.000 EUR für
Sammlermünzen behalten" berichtet die FAZ
"Taler-Dieter - der Hartz4-Mann mit dem Münztresor"
titelt die BILD
Welch ein Skandal ist uns erspart geblieben!
Bin kein Jurist, würde aber die Sammlung an eine Stiftung verschenken. Damit diese Staat keinen Vorteil erhält!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 20:04 UhrAsozial
Unsere Sozialsysteme unterstützen die, die das aus eigener Kraft
nicht können. Das ist gut, richtig und wichtig.
Die Argumentation aber umzukehren und daraus abzuleiten, dass man nichts
ansparen soll und/oder sich dadurch ausgeplündert zu fühlen,
wenn man zuerst die eigenen Ressourcen aufzehren muss, empfinde ich als
höchst asozial.
Gleichzeitig entdeckt man Sozialhilfeemfpänger in Vorderasien mit Yacht...
Und Haus, die natürlich NICHT belangt werden, weil der türkische Staats Rechtshilfe verweigert. Aktuell nachzulesen in einem Welt online Artikel. Dagegen ist diese Münzsammlung ein Kindergeburtstag. Es geht um Millionenbeträge in Deutschland und den Niederlanden. Aber, schön, dass wir Deutsche uns in Deutschland wenigstens noch an die Gesetze halten müssen, andere wohl nicht. Dies gilt inzwischen für einige Delikte (Behandlung von Tieren, Kindern und Frauen), seit neuestem anscheinend auch für Sozialbetrug. Ich unterstütze unseren Wohlfahrtsstaat sehr gerne, weil ich an die soziale Marktwirtschaft glaube. Aber es sollte auch bei Allen genau hingeschaut werden!
Sachlichkeit täte dem Thema gut. Verbitterung herrscht doch vor
allem über die Verschwendung unserer Steuergelder. Viele sehen nur
die gigantische Bürokratie, den Gesetzeswust und die Unmengen
Nutznießer, die noch nie etwas für die Gemeinschaft schufen
rund um Hartz IV. Daneben werden Unmengen Geld gen Südeuropa
transferiert und eine zweite Bürokratie für die EU geschaffen.
Und wenige Steuerzahler haben noch den Eindruck mit ihrer Stimme bei
einer Wahl noch etwas ändern zu können, wo doch Politiker nur
lügen oder fast alle Parteien die gleiche Meinungen zu heiklen
Themen haben, wie dem ESM oder Euro.
Aber wer garantiert mir denn, dass ich mit 50 Jahren noch Arbeit habe
oder trotz Sparsamkeit nicht genug gespart habe um bis zum Lebensende
ausgesorgt zu habe. Da ist mir doch jeder Cent in deutsche Sozialsysteme
lieber aufgewandt als für Eurorettungen.
Generationenfokusierte Enteignung
wer seit den 80iger Jahren gut ausgebildet den Aufschwung mitgetragen und brav in die Sozialsysteme eingezahlt hat, wird häufig mit Überschreitung der 50 aus dem Arbeitsmarkt herauskatapultiert. Das ist kein Zufall, sondern System. Denn diese Generation -zu der wohl auch der Münzsammler gehört - hat für schlechte Zeiten vorgesorgt in der Hoffnung, im Krisenfall die erforderliche Unterstützung aus der Arbeitslosenversicherung zu erhalten. Aber weit gefehlt: der Staat rechnet damit, dass diese Generation genug eigene Substanz besitzt, die sich lohnt abzuschmelzen und unter dem Vorwand der Bedürftigkeit zu enteignen. Denn wie kann es anders sein, dass gerade die ehemaligen Leistungsträger des Sozialsystems von der Arbeitsagentur als sogen. Betreuungskunden (d.h. kein Anrecht auf Unterstützung) eingestuft werden und einfach abgewartet wird, bis dieser Personenkreis in Hartz IV abrutscht. Die Scham für eine vergebliche Lebensleistung bleibt dabei "Privateigentum".
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 19:56 UhrGenerationenfokusierte Enteignung
Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Guter Kommentar.
Entschuldigung, aber das ist blanker Unsinn!
1. Steht in dem Artikel gar nicht, ob das ein armer Mann war, der
über 50 aus dem Arbeitsmarkt gekickt wurde oder ob er ein fauler
Hund war oder was auch immer dazu führte, dass er heute Hartz IV
beantragen muss.
2. Wenn er für schlechte Zeiten vorgesorgt hat, dann ist das ja gut
und richtig. Dann sind das jetzt schlechte Zeiten und er kann seine
Vorsorge nutzen. Dafür ist Vorsorge ja auch da.
3. Er hat ja auch sein Arbeitslosengeld bekommen. Was ist denn mit
denen, die nie arbeitslos waren und völlig 'umsonst' bezahlt haben?
Die wären demnach dann die richtig Gelackmeierten. Dann
müssten die ja eigentlich ihre Beiträge zurück verlangen,
wenn sie in Rente gehen.
4. So enteignet der Staat nicht. Die Enteignung funktioniert ganz anders
und trifft nicht nur den Mann mit der Münzsammlung.
5. Weshalb muss er sich schämen? Möglicherweise gibt es keinen
Grund dafür. "Scham" sollte er eher empfinden, wenn er
seine eigenen Möglichkeiten nicht ausschöpft.
Jetzt bricht aber wirklich bald der Sozialismus aus,
in den virtuellen Leserbriefen der FAZ wird sich plötzlich mit
sozialem Abstieg beschäftigt. Oder sind das alles keine Stammleser,
die hier schreiben? Ansonsten Dank an Fischer und Schröder! Das
hätten Kohl, Merkel, Bertelsmann, Henkel, BDI und Konsorten nie
ohne die Sozzen geschafft dieses Land so zu entsolidarisieren.
Solange wir ja noch tolle Handelsüberschüsse haben und ich
selbst noch einen Job - nach Möglichkeit gut bezahlt - kann uns ja
das alles wurscht sein. Und Münte macht auch schon wieder Wahlkampf
für Merkel. Ergo alles prima für 30% in diesem Land. Weiter
so!
Man wünschte, daß dieser Richter nicht verbeamtet wäre,
dann würde er eventuell Emphatie entwickeln, auf die Gefahr hin,
Sohnemann nicht das adäquate Studium nicht finanzieren zu
können. Warum glaube ich da bloß nicht dran? Was muß
eigentlich in diesem Land noch passieren?
Richter sind Richter
und keine Beamten. Der Unterschied besteht darin, dass sie nicht
weisungsgebunden sind. Und das hat verdammt gute Gründe.
Was die von Ihnen angenommene fehlende Empathie mit der Finanzierung des
adäquaten Studiums seines mutmaßlichen Sohnes zu tun haben,
erschließt sich mir nicht.
Warum glauben Sie nicht woran? Ist es jetzt die Schuld des Richters,
dass Hartz IV auf Eigenverantwortung aufbaut?
Hier heulen alle das hohe Lied der Solidarität, aber ich
wüsste gern, wie weit es damit wäre, wenn sie so etwas mal
direkt erleben würden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich selbst zu meinen besten Freunden
sage: "Nein, du musst deinen Picasso nicht verkaufen. Das
würde dir dir Würde nehmen. Du sollst deinen Wohlstand nicht
aufzehren. Ich schenke dir, was du brauchst, auch wenn ich selber mir
nie einen Picasso leisten könnte."
Hatz-IV Bezug mit Vermögen bis 100.000 €...
...das höre ich hier aus den Jammer-Beitragen heraus. Frührente ab 50 nach 2o jahren Beaschäftigung....bis zum 90. LJ. Wer es bezahlt, ist doch egal..ein paar Dumme werden schon arbeiten. Nioch Dümmere arbeiten für das bedingungslose Grundeinkommen des NAchbarn....mich widert es an, mit welcher Selbstverständlichkeit hier verlangt wird, daß andere Mitbürger und Steuerzahler das Einkommen von Mitmenschen bezahlen, die noch erkleckliche Vermöghenswerte haben.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 10:17 UhrAlso Herr Meier, wenn Sie sich jetzt über die gefühlten 27.000 EUR so aufregen,
dann müssen Sie ja im Fall Christian Wulff kurz vor dem Herzinfarkt
gestanden haben!!
Ich finde es eine Unverschämtheit, dass Menschen nicht ein bisschen
was auf der hohen Kante haben dürfen für absolute
Notfälle (nur ein Todesfall in der Familie oder Ihnen brennt mal
die Bude ab - wie bei meinem Nachbarn geschehen - und die Kohle ist ganz
schnell perdü).
Ein Christian Wulff darf aber mit Büro, Dienstwagen, Chauffeur und
199.000 Euro pro Jahr sich zur Ruhe setzen. Das zahlen auch SIE und Ihr
Nachbar! Manch einer leistet ein vielfaches mehr als Herr Wulff und hat
nicht annähernd diesen Betrag zur Verfügung!
Im Grunde bin ich genau Ihrer Meinung,
aber ich würde es nicht so emotional formulieren.
Die Ungerechtigkeit empfände ich als noch viel größer,
wenn die Steuerzahler dafür Steuern zahlen, damit in in Not
geratene ihre Vermögenswerte erhalten können.
Aber jetzt habe ich mal eine andere Frage:
Was war denn an Arbeitslosenhilfe so viel besser? Da bekam man doch auch
nur noch Geld auf Grundlage der Bedürftigkeit oder täusche ich
mich da?
Es ist oft tragisch, Arbeitsscheue werden mit unverschuldet in Not
Geratene in einen Topf geworfen, aber die Quintessenz ist doch - so hart
es klingt - die gleiche: Sie leben auf Kosten der Allgemeinheit.
Sicher zahle ich für Letztere gerne, aber er lebt von meinen
Steuern. Da erwarte ich schon, dass er zuerst seinen eigene Wohlstand
aufzehrt, bevor er an meinen geht.
Wenn der in Arbeitszeiten geschaffene Wert in Zeiten ohne Arbeit aufgezehrt werden muss,
gibt es keinen Anreiz zur privaten Kapitalbildung. Damit fällt eine
ganz wichtige Arbeitsmotivation des Kapitalismus weg.
Man kann sich auf Umwege begeben und Investitionen und
Arbeitseinsätze erzwingen, Medikamente verschreiben und
psychologische Gutachten erstellen oder Statistiken fälschen.
Irgendwann werden selbst CDU und SPD einsehen, dass niemand für
Wohlstand arbeitet, welcher in der Arbeitslosigkeit aufgezehrt werden
muss. Und alle Studien sagen, dass in Zukunft Lebensläufe mit
Phasen von Arbeitslosigkeit Normalität sein werden.
Man kann Menschen zwingen, eine Grundversorgung zu erwirtschaften wie in
der DDR. Man kann aber niemanden zu überdurchschnittlichen oder
unternehmerischen Leistungen zwingen. Auch nicht im Land der Erfinder.
Im Kommunismus war die Motivation ein ideologisches Heilsversprechen,
das heute fehlt.
Was für Lehren SPD und CDU daraus ziehen werden? Richtig, den
Sozialstaat aufrecht erhalten und Merkel heilig sprechen.
MfG Martha Strinz
Hallo Frau Henseler, danke für Ihr Feedback!
Der Münzsammler wäre besser gefahren, hätte er die
Kaufsumme nie erarbeitet, sondern sich statt dessen in die Sonne gelegt.
MfG Martha Strinz
Entschuldigung, aber...
ich habe Sie wohl nicht ganz verstanden. Private Kapitalbildung sollte
nicht in harten Zeiten aufgezehrt werden?
Ich gebe ja zu, dass ich vielleicht etwas altbacken rüber komme,
aber ich habe mein Leben lang nach der Überzeugung gelebt:
"Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!"
Mir tut es persönlich auch leid für die Münzsammlung des
Mannes, aber dennoch finde ich das Urteil richtig.
Was sind denn Wertanlagen wert, wenn man sie niemals verwertet?
Wie ein Vorredner schon schrieb, wo zieht man denn die Grenze?
Natürlich muss ich meinen persönlichen Wohlstand zuerst
aufzehren, bevor ich mich an die Allgemeinheit wende. Ich habe das
selber schon getan und fand nichts falsch daran, schließlich hatte
ich ja genau für Notzeiten gespart
Das Urteil folgt einer - vielleicht übermäßig -
stringenten Logik, der ich mich nicht völlig verschließen
kann. Bevor der Staat mit Steuermitteln einspringt, soll jeder erst
einmal für sich selbst sorgen. Sonst hieße dies umgekehrt,
dass der Steuerzahler dem Mann die private Münzsammlung finanziert.
Und obwohl ich selbst ein wenig numophil bin, kann ich das nicht gutheißen.
Wo will man bei solchen Sachenwerten die Grenze ziehen? Wäre es in
Ordnung, dem Hartz IV-Empfänger einen Porsche zu belassen? Goldene
Wasserhähne oder eine 40-Meter Jacht? Dinge, die sich der ehrliche
Arbeitnehmer niemals leisten könnte? Spätestens dort tritt
ebenfalls gravierende Ungerechtigkeit ein.
Hartz IV ist eine Leistung, die man nicht zwangsweise in Anspruch nehmen
muss. Ich persönlich habe auch schon eine beschäftigungslose
Zeit mit eigenen Mitteln überbrückt. Auch, weil ich keine
Münzsammlung, sondern schlicht Geld auf der Bank hatte. Sollte
sammeln besser sein als sparen?
Herr Jansen, nein nicht sammeln oder sparen, saufen und verjubeln beasser als sparen!!!
Das Urteil ist er beste Amreiz, nicts zu sparen. Dadurch kommt aber noch vielmehr auf den Steuerzahler zu. Wurde dieses Gesetz nicht unter Schroer gemacht?
Fernreisen statt Münzen sammeln
...hätte der gute Mann machen sollen, dann könnte er sich
wenigstens noch die Fotoalben ansehen. Die hätte man ihm nicht
weggenommen.
Mich wundert das nicht, wir haben auch schlechte Erfahrungen mit
deutschen Gerichten gemacht. Ich finde unsere Justiz ist reichlich
verkommen.
Frau King, was Sie schreiben stimmt
Aber es gibt noch was schlimmeres: Unsere Grsetzgeber wissen nicht, was sie machen.
Das mit der Justiz stimmt zwar auch, aber die Gesetze werden von den "Volksparteien" für
das Volk gemacht. Sie sollten vielleicht mal Ihre Wahlstimme überdenken. Dahingehend, wer sich politisch um SIE kümmert.
es kommt vermutlich noch dicker
1-wenn er aufgrund des alters oder aufgrund von krankheit berentet wird
sinkt das "schonvermögen" von ca 150€/lebensjahr auf
1800€ insgesamt(unabhänigig vom alter bei berentung wegen
voller erwerbsminderung). nach meiner Kenntnis, es handelt sich dann
auch nicht mehr um alg x oder y sondern um grundsicherung( bei sonst
gleicher leistung)
2-anwalts und gerichtskosten wird er bei 20t€ vermögen auch
selbst tragen müssen vermute ich.
ich vermute der anwalt wird gagegen klagen, er bekommt sein geld auf
jeden fall ob von seinem klienten oder der staatskasse.
3-was sagt uns das. man solltte nicht so offenherzig sein mit seinen mitteilungen?
Kann mir mal bitte jemand erklaeren was daran Menschenunwuerdig ist?
Mit 20.000€ kommt man in Deutschland zumindest eine Weile sehr
würdevoll über die runden. Es müssten aber mindestens
zwei deutsche Steuerzahler ein Jahr hart arbeiten, nur damit der Mann
seine geliebte Münzsammlung behalten darf. Finden sie das ernsthaft
richtig? Gar Menschenunwürdig? Zahlt hier keiner Steuern, arbeitet
hier niemand mehr selbst?
Die Münz-oder Briefmarkensammlung, das ist doch ein klassischer
Vermoegenswert von dem man sich in der Not eben trennen muss. So wie Opa
nach dem Krieg Schmuck verhoekert hat, damit es was zu Essen gab.
Das einzige was falsch ist an dem Urteil, ist der fehlende Anreiz, dass
die Leute die Wahrheit sagen. Der Richter haette sicher etwas Spielraum
gehabt den Klaeger für seine Ehrlichkeit entgegenzukommen
Unser Wohlfahrtsstaat
pampert uns noch zu Tode... bis wir gar nicht mehr eigenverantwortlich
und selbstbestimmt leben können und bis es keiner mehr bezahlen kann.
Je weniger Ungerechtigkeit es gibt umso mehr wird nach Gerechtigkeit geschrieen.
Die riesige Bürokratie muß halt beschäftigt werden
Man könnte mit fixen Sätzen und limitierten Bezugszeiten
arbeiten, danach muß jeder auf eigenen Beinen stehen. Ohne den
Prüfungs- und Vermittlungszirkus. Dieser kostet zig Milliarden Euro
und hat so gut wie keinen Nutzen für den Betroffenen.
Aber dann müßte man die Arbeitslosen- und Sozialindustrie,
mit ihren inzwischen wohl Millionen Beschäftigten auflösen. Da
das wichtige Wählerstimmen kostet, leistet man sich lieber diesen
Apparat. Und zahlt lieber dem Betroffenen weniger oder gar nichts aus.
Warum ist Straßenfeger ein unwürdiger Job?
Auch ein Professor, der arbeitslos wird, sollte in der Lage sein, eine
Straße zu fegen und sich dafür nicht zu fein sein!
Job ist Job und wenn er dadurch dem Steuerzahler nicht auf der Tasche
liegt, ist das durchaus legitim.
Es ist außerdem immer besser, sich aus einem bestehenden
Arbeitsverhältnis heraus zu bewerben als aus der Arbeitslosigkeit.
Ein Professor kann einen Straßenfegerjob im Lebenslauf sogar als
"Studie" darstellen, so dass ihm kein Krümelchen an der
Weste kleben bleibt.
Momment mal! Wer regiert eigentlich?
Wollen Sie Rot/Grün in die Pflicht nehmen? Ohne Schröder und Fischer hätten wir nicht die wirtschaftliche Grundlage, heute die Banken- und Schuldenkrise einigermaßen zu überstehen. Die Schwarz/Gelben machen daraus ein Schmierentheater, weil sie die Verursacher dafür nicht verantwortlich machen und in die Pflicht nehmen wollen. Haben Sie mitbekommen, wer die Darlehensnehmer in Amerika aus den Häusern klagt, obwohl diese Besitzer ihre Hypotheken zahlen könnten, die Deutsche Bank aber trotzdem mit Räumungsklagen durchkommt, weil die Gesetzeslage es erlaubt? Die Gesetze lassen Betrügerei und Ausbeutung zu. Kämpfen Sie mal dagegen.
"danach muß jeder auf eigenen Beinen stehen"
Und wenn nicht?
Wenn das so hart durchgesetzt wird, dann muss auch für jeden
Betroffenen ein garantierter und nicht unwürdiger (Professor =>
Straßenfeger) Job bereitstehen. Die Zeiten wie im 19.Jhd. und
früher wo man als Tagelöhner überleben konnte, sind
für immer vorbei! Das Leben ist viel zu teuer geworden.
Die imho beste Idee wäre der Recyclingbereich unter staatlicher Obhut.
Es braucht eine Menge Leute um allein alte Fernseher oder Computer bis
zum letzten Schräubli fein säuberlich zu zerlegen. Das muss
doch nicht in Afrika geschehen. Außerdem motiviert das die
Betroffenen, sich einen Job in der Privatwirtschaft zu suchen.
Aber das ist mit der SPD und den Grünen nicht zu machen.
Freundliche Aufforderungen wie bislang bringen bei einem nicht
unbedeutenden Teil der Arbeitslosen rein gar nichts. Die ernsthaft
Arbeitssuchenden leiden dafür doppelt wegen dem schlechten Ruf.
Ein Arbeitsleben lang Arbeitslosenversicherung bezahlt!
Und jetzt? Millionen Menschen haben auch in die
"Arbeitslosenversicherung" einbezahlt und haben dann ein Jahr
oder ein halbes Jahr einen Hungersumme bekommen und das war's dann.
Hartz und Schröder haben es geschafft, das oft sehr bescheidene
Lebenswerk der Menschen ersatzlos auch noch einzufordern, und erst dann
aus der "Versicherung" ein Almosen auszukehren, um es nach
einigen Monaten den "Versicherten" zu einem Bettler zu
degradieren.
Das ist der Stoff aus dem der "unverständliche"
Aufschwung Deutschlands, auch in der Krise, gemacht ist. Das sind die
Gelder die einstmals als Sozialversicherung Vertrauensschutz genossen
und nun von den staatlichen Hyänen in Global-Player Manier in
Europa auf jeden verteilt werden der Hier schreit.
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung
– gilt alles nicht mehr – alles rückwirkend und
zukünftig veruntreut.
Sie haben vollkommen Recht, vergessen aber, das der deutsche Wähler sich seine Regierung
erwählt. Und da er weiterhin CDUCSUFDPSPDGR... und jetzt gar Piraten wählt......
Ein Arbeitsleben lang bezahlt, ja - aber für Menschen, nicht für Gegenstände!
Ich glaube, hier werden ein paar Tatsachen verdreht. Der Aufschwung
Deutschlands ist ganz sicher nicht auf dem Rücken der armen (das
meine ich wörtlich und ernst, keinesfalls ironisch), zu
"Bettlern" degradierten Arbeitslosen gebaut. Ganz im
Gegenteil: Der Aufschwung, die hohe Wirtschaftskraft und der damit
verbundene hohe Lebensstandard in Deutschland ermöglichen es erst,
in Arbeitslosigkeit gerutschten Menschen soweit zu helfen, dass diese
ein würdevolles Leben zu führen können, bis sie wieder in
Anstellung sind.
Natürlich ist das traurig für den Einzelnen, und schmerzhaft
wenn auch noch lieb gewonnene Gegenstände veräußert
werden müssen. Aber ganz im Ernst: Es handelt sich letztlich nur um Gegenstände.
Die noch in Arbeit stehenden Menschen sind bereit und durch ihre
Beiträge dazu verpflichtet, Menschen in Not zu helfen. *Menschen* -
nicht ihren Briefmarkensammlungen, Münzsammlungen, Oldtimers oder
was noch alles an diesen Menschen dranhängt.
man muss auch mal eine münzsammlung vergessen können.
die miese behandlung durch unsere sozialsysteme ist leider hinreichnd bekannt.
deutschland steht ja heute deswegen so gut da, weil die arbeitnehmer
ausgepresst werden, miese löhne, teilzeit 400 eur jobs, etc.
dieser weg wird den untergang unserer demokratie irgendwann bedeuten.....
Dieses Sozialsystem, so interpretiert, entzieht den Menschen die
Eigenständigkeit, Aufrichtigkeit, Initiative und Würde. Es
ermuntert zur Lüge (Münzsammlung nicht angeben),
Untätigkeit (keine Münzsammlung anlegen) und Verrohung (wie
sieht es wohl in dem Mann aus bezüglich zukünftiger
Liebhabereien aus?).
Nur ein Mensch, der selbst arbeitet und die Früchte seiner Arbeit
auch genießen darf ist ein freier Mensch mit Würde, da er
dann auch die Mittel hat, sich Anderen zuzuwenden und Anderen zu helfen,
die dazu nicht in der Lage sind. Eine staatliche unterstützung so
interpretiert führt zu den oben genannten Ausfallerscheinungen und
unpersönlichen institutionellen Willkürhandlungen. Wenn in
einer Demokratie die Mehrheit es so will, so sei es. Irgendwann gibt man
dann nach der Münzsammlung auch sein Stimmrecht ab.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
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| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
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| Rohöl Brent | -- | -- | |
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?