Das Signal überrascht im gegenwärtigen Umfeld, in dem der Euroraum über die gemeinsame Haftung für die Kundeneinlagen von Banken diskutiert. Dem deutschen Sparer wird mit der Entscheidung des Bundes ein sicheres Anlageprodukt genommen.
Aber so erfolgreich war das Privatkundengeschäft des Bundes nicht. Auf den Privatkonten der Finanzagentur, die als oberste Schuldenverwalterin des Bundes dafür verantwortlich ist, liegen Einlagen von 8,4 Milliarden Euro. Die Hamburger Sparkasse kommt auf eine fast dreimal so hohe Summe.
Zudem war die Kritik der Banken gerechtfertigt, die darin einen ordnungspolitischen Verstoß sahen. Denn der Bund machte ihnen im Einlagengeschäft mithilfe von Steuergeldern Konkurrenz, ohne die aufsichtsrechtlichen Auflagen einer Bank zu erfüllen.
Anfang des Jahres legte die Umsetzung des Geldwäschegesetzes zudem die Engpässe der Finanzagentur offen und sorgte bei den Kunden nicht zum ersten Mal für Verärgerung. Der Ausbau des Privatkundengeschäfts hätte für den Bund ein Risiko dargestellt, weil der Erfolg fraglich und die Wettbewerbsverzerrung noch offener zu Tage getreten wäre.
Wundert mich schon...
Wilhelm Rueb (willirueb)
- 03.07.2012, 17:36 Uhr
Glueckliche Sparer!
jens kaiser (revisorix)
- 03.07.2012, 17:15 Uhr
Nein, überrascht nicht!
Dr. Michael Menzel (DrMurke)
- 03.07.2012, 16:51 Uhr