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Trotz vieler Beamter : Bundesregierung gibt deutlich mehr für externe Berater aus

  • Aktualisiert am

Horst Seehofer übernahm in diesem Jahr das Innenministerium von Thomas de Maiziere. Bild: dpa

Die Bundesregierung verfügt über deutlich mehr Berater als in der vergangenen Legislaturperiode. Schon im vergangenen Jahr hat sie kräftig in externe Mitarbeiter investiert.

          Die Bundesregierung hat Medienberichten zufolge im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld für die Dienste externer Berater ausgegeben. Insgesamt hätten die Bundesministerien 146,2 Millionen Euro gezahlt, berichteten die „Welt“ und die „Rheinische Post“ unter Berufung auf einen ihnen vorliegenden Bericht des Finanzministeriums. Die Kosten für Beraterleistungen seien damit im Vergleich zu 2016 um 45,1 Millionen Euro oder 44,5 Prozent gestiegen.

          Der FDP-Haushaltsfachmann Otto Fricke kritisierte in der „Welt“ die Kostensteigerung. „Es stellt sich nicht nur die Frage, warum man dies nicht mit eigenem Personal schafft, sondern auch, wo Interessenkonflikte bestehen und wie man diese vermeiden kann“, sagte er.

          Größter Auftraggeber war das Bundesinnenministerium gewesen, das Aufträge im Wert von 66 Millionen Euro vergab. Auf Platz zwei und drei folgen das Umwelt- und das das Arbeitsministerium mit 27 beziehungsweise 24 Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium vergab Beratungsaufträge für 3,37 Millionen Euro.

          Erst im März war bekannt geworden, dass die Bundesregierung als eine ihrer ersten Amtshandlungen 209 neue Stellen schuf. Davon gingen allein die Hälfte an das von Horst Seehofer geführte Innenministerium. An das Finanzministerium gingen weitere 41 zusätzliche Stellen.

          Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikel berichteten wir, dass das Wirtschaftsministerium auf ein Beratungsvolumen von 66 Millionen Euro gelangt. Tatsächlich ist es das Innenministerium gewesen. Wir bitten für den Fehler um Verzeihung.

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