Home
http://www.faz.net/-gqe-73sab
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Bundesfinanzministerium Regierung rechnet mit Rekordsteuereinnahmen

Die Bundesregierung darf in diesem Jahr auf Rekordsteuereinnahmen hoffen. Im Monatsbericht des Bundesfinanzministerium heißt es, dass Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr wohl erstmals mehr als 600 Milliarden Euro kassieren werden.

© ZB Vergrößern Der Arbeitskreis „Steuerschätzung“ dürfte seine Vorhersage abermals nach oben korrigieren.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im September weiter gestiegen, wenn auch weniger stark als noch im August. Der Fiskus verbuchte in diesem Monat 50,8 Milliarden Euro in seinen Kassen und damit 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mitteilte. Basis für die seit Monaten anhaltende gute Entwicklung ist vor allem die hohe Beschäftigung. So legten die Einnamen aus der Lohnsteuer binnen Jahresfrist um 7,6 Prozent auf knapp 11,2 Milliarden Euro zu. Die Umsatzsteuern brachten mit rund 16,7 Milliarden Euro sieben Prozent mehr ein. Auch höhere Unternehmensgewinne tragen zur Entwicklung bei.

Damit zeichnet sich nach den ersten drei Quartalen für das Gesamtjahr ein deutlich über den Erwartungen liegendes Steueraufkommen ab. Von Januar bis September legten die Steuereinnahmen um 5,6 Prozent auf 403,4 Milliarden Euro zu. Die Steuerschätzung im Mai hatte für das Gesamtjahr lediglich ein Plus von vier Prozent vorhergesagt. Reine Gemeindesteuern sind in der Übersicht des Ministeriums noch nicht enthalten.

Bislang 400 Milliarden Euro eingenommen

Für das Gesamtjahr zeichnet sich ein höherer Einnahmerekord ab als bisher erwartet: Experten rechnen inzwischen damit, dass Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr erstmals mehr als 600 Milliarden Euro kassieren werden. Der Arbeitskreis „Steuerschätzung“ dürfte seine Vorhersage daher abermals nach oben korrigieren. Die Steuerexperten von Bund, Ländern, Gemeinden, Bundesbank, Forschungsinstituten sowie Statistik-Amt tagen vom 29. bis 31. Oktober in Frankfurt am Main.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
März-Zahlen Steuereinnahmen legen weiter zu

Die gute Beschäftigungslage macht es möglich: Die Steuereinnahmen sind im März noch einmal kräftig gestiegen. Das Plus für das erste Quartal fällt damit deutlich höher aus als erwartet. Mehr

23.04.2015, 08:15 Uhr | Wirtschaft
Bundesfinanzminister Schäuble Weniger Steuern, mehr Investitionen

Die Finanzexperten tagten schon seit Dienstag in Wismar. Die neusten Zahlen zur Steuerschätzung präsentierte dann am Donnerstag Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin. Im kommenden Jahr dürfte der Fiskus demnach 6,4 Milliarden Euro weniger in der Kasse haben als gedacht. Mehr

07.11.2014, 09:19 Uhr | Politik
Weitere Nachrichten Bilfinger kappt nach Verlust abermals Jahresziele

Der Großaktionär von Leifheit steigt aus. Die chinesische Industrie ist im April geschrumpft, der Nikkei steigt dennoch weiter und hohe Investitionskosten bremsen Facebook aus. Mehr

23.04.2015, 06:49 Uhr | Wirtschaft
Airbus Rekordumsatz trotz Lieferproblemen

Mit dem Markterfolg seiner Linienjets hat Airbus die anhaltenden Probleme im Militärgeschäft in den Hintergrund gedrängt. Dank der hohen Nachfrage nach zivilen Maschinen ist der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf den Rekordwert von 60,7 Milliarden Euro gestiegen. Mehr

27.02.2015, 16:10 Uhr | Wirtschaft
Mini-Zinsen Bund sparte fast 100 Milliarden Euro an Zinskosten

Die Zinsen in Europa sind nahe Null. Das spart dem Bund viel Geld: Seit 2008 musste die Bundesregierung für ihre Staatsschulden viel weniger Zins zahlen als erwartet. Mehr

23.04.2015, 05:15 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.10.2012, 07:55 Uhr

Juncker bizarr

Von Werner Mussler

Will die „angelsächsische Welt“ die Währungsunion zerstören? EU-Kommissionchef Jean-Claude Juncker sorgt mit einer Verschwörungstheorie für Schlagzeilen. Mehr 2 50

Umfrage

Was halten Sie von einem ständigen TTIP-Gericht?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Die Deutschen lieben Brot

Heute, am 5. Mai, ist „Tag des Brotes“. Dabei zeigt ein Blick in die Statistik: Brot ist und bleibt eines der wichtigsten Nahrungsmittel in der Bundesrepublik. Backfertiger Teig ist weit abgeschlagen. Mehr 2