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Bundesbankpräsident Weidmann „Notenbankfinanzierung kann süchtig machen“

 ·  Bundesbank-Präsident Jens Weidmann übt scharfe Kritik an den Plänen der Europäischen Zentralbank (EZB), ein neues Programm zum Kauf von Staatsanleihen aufzulegen. Für ihn sei das „zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (47)

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Konstantin Schneider

Europa wird genauso gerettet wie einst unser bankrotter Osten

Gegen den Lauf der Geschichte wird auch Herr Weidmann nichts ausrichten können. Gerade die Geschichte der deutschen Wiedervereinigung hat uns doch gezeigt, dass Bundesbankpräsidenten überhaupt nichts zu melden haben. Karl-Otto Pöhl konnte nur zurücktreten nachdem Kohl die 1:1 Lösung bei der deutschen Währungsunion durchgesetzt hatte.

Paul Weber ist ebenfalls gegangen, weil er die Merkel-Linie ablehnte. Merkel würde Weidmann zwar gerne recht geben, doch die Spanier und Italiener sind zu wichtig, als dass man sie aus dem EURORAUM aussperren könnte. Ergo wird Europa genauso gerettet, wie einst unser bankrotter Osten, aus dem die Kanzlerin bekanntlich stammt.

Das tolle daran ist, dass man das nicht einmal als sozialistisch diskriminieren kann, da sich die USA, das UK und Japan doch auch per Notenpresse behelfen.

All diese Länder sind zudem G7 Gründungsmitglieder, genauso wie Frankreich und Italien. Merkel greift also nur verschämt zu G7-Methoden, wenn sie Draghi gewähren lässt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.08.2012 13:38 Uhr
Horst Müller

Der einst bankrotte Osten ist überaltert, eine Region der Vertreibung und Auswanderung.

Mit einem Wort: komplett bankrottiert. Und eben nicht gerettet.

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Christian Duus

Gigantische Umverteilung zu Lasten Deutschlands ohne demokratische Legitimation !

Ein kalter und perfekter Putsch, den wahrscheinlich nur noch das BVerfG am 12. September wird verhindern können. Um nicht noch mehr Misstrauen zu schüren, wird sich bis dahin die EZB wie bereits angekündigt mit konkreten Massnahmen bzgl. Staatsanleihenkäufen extrem zurückhalten.

Es ist eine deutliche Sprache, wenn Fr. Merkel immer wieder ihr großes Vertrauen in die EZB artikuliert. Für diese Frau scheint nur ihr eigener Macherhalt zu zählen. Ihr Kalkül, eine stark unterbwertete DM sorgt für eine sehr gute Beschäftigungslage in D und wird somit ihre Wiederwahl sichern. Die Wahrheit des riesigen nie dagewesenen Betrugs gegen das eigene Volk kommt dagegen erst sehr viel später heraus.

Offensichtlich haben die drei wahlkämpfenden Genossen das alles immer noch nicht verstanden und spielen Merkel sogar noch in die Karten. Was für Dilettanten.

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Michael Radloff

unabhängig? mit den gr Staatsanleihen in den Büchern?

Herrn Weidmann schätze ich mittlerweile sehr. Aber die EZB scheint mir schon heute nicht mehr unabhängig zu sein. Wenn die EZB gezwungen ist, die griechischen Papiere abzuschreiben, muß sie neu kapitalisiert werden.

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Sven Weihusen

Und die Alternative ist...

ja was denn? Es sind nicht nur die Griechen schuld, sondern auch die Banken die über Jahre die Defizite einfach ignoriert haben und so die Schuldenberge soweit anwachsen ließen, das sie kaum noch beherrschbar sind. Die Inflation der Eurozone zeigt trotz Biliardentendern der EZB keine Neigung zu galloppieren. Es ist keine Frage, dass sich im Süden etwas ändern muß, aber das braucht nun mal Zeit. Einen Karren der so tief im Dreck sitzt bekommt man nicht in 1-2 Jahren wieder auf die Rennstrecke. Der Ankauf der Staatanleihen gibt den Ländern die Zeit die sie brauchen. Man sollte auch nicht vergessen, daß die Krise Deutschland massiv hilft. Wir zahlen praktisch keine Zinsen für unsere Staatsschulden und der billige Euro unterstützt unsere Exporteure. Ein Euro OHNE die Südländer könnte schnell durch die Decke gehen und unsere Exporte abwürgen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.08.2012 10:06 Uhr
Dieter Zorn

Sie haben recht...

Deutschland als Volkswirtschaft hat vom Euro sicher nicht profitiert, wir wären mit der DM besser gefahren. Profitiert haben die globalen Konzerne und die Banken sowie die dort Beschäftigten. Deshalb verteidigen sie den Euro über ihre Medienmacht auch mit Zähnen und Klauen. Die Regierung und das Staatsfernsehen sind nur noch die Handlanger dieser einflussreichen Kreise, während der Mittelstand, das Rückrat der deutschen Wirtschaft (!) langsam ausblutet. Da muss man sich nur mal die kritischen Stimmen der Mittelstandsvereinigungen ansehen. Diese haben jedoch kaum mediale Lobby.

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Clemens Berg
Clemens Berg (CCBerg) - 27.08.2012 00:02 Uhr

Deutschland profitiert vom Euro

Deswegen sind bei uns die Reallöhne ja auch gefallen, während sie vor allem in Südeuropa explodiert sind!

Und besonders Anfang 2000, als das inflationssüchtige Kapital gen Süden floss, Deutschland europaweit verlacht wurde und die Agenda 2010 umgesetzt wurde, da hat Deutschland insbesondere auch ganz stark vom Euro profitiert!

Sie sollten also richtigerweise schreiben: die deutsche Großexportindustrie und deren internationale Anteilseigenen profitieren, aber doch nicht Deutschland.
Der größte Teil der deutschen Industrie ist der Mittelstand, der auf die Binnennachfrage angewiesen ist, aber diese liegt brach. Mit der DM hätten alle mehr in Tasche und auch der Export würde es überleben, denn den gabs auch zu DM-Zeiten. Und die Argumentation, Deutschland würde profitieren, wäre also quasi moralisch in einer Schuld, weil die anderen missgewirtschaftet haben und Deutschland nicht, kann ich auch nicht nachvollziehen.

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Horst Müller

Unsere Exporte wohin abwürgen?

In die Eurozone, Richtung Club Med? Allerdings. Die sind derzeit aber von uns bezahlt: warum wird die Ware nicht einfach an uns verschenkt. Das wäre korrekt.

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Franz Munte

Endlich müssen auch Merkel, Kauder, Seehofer usw klare Aussagen gegen die geplante dreiste

illegale EZB-Staatsfinanzierung von Pleitestaaten auf deutsche Kosten machen. Sie dürfen sich Angesichts der drohenden illegalen Extremhandlungen der PIGS-gesteuerten EZB dürfen sie sich nicht länger scheinheilig hinter der angeblichen Unabhängigkeit der EZB verstecken, sondern sie müssen jetzt deutsche vertraglich verbriefte Interessen vertreten. Sie dürfen nach Weber nicht auch noch Weidmann die Unterstützung versagen. Es reicht ,wenn von Schäuble das trojanische Pferd Asmussen in die EZB lanciert wurde .

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Edda Kuhlmann

Notenbankfinanzierung ist letztlich nur eine weitere Finanzierung der Sucht

Vor drei Jahren, als die Griechenlandkrise begann, haetten europaweit dringend notwendige Gegenmassnahmen wie Schuldenbremsen und Strukturveraenderungen ergriffen werden muessen. Nichts ist passiert, statt dessen wurden immer neue Schemata entwickelt, um den alten Schlendrian am laufen zu halten. Jetzt geht selbst den Rettungsfonds das Geld aus und so wird mit der EZB eben ein neuer Topf aufgemacht. Aenderungen erfolgen erst durch Druck- Rettungsfonds wie EZB nehmen diesen Druck.

Ansonsten an alle diejenigen, die mehr von Herrn Weidmann erwarten: Er steht bereits unter Druck, ueberhaupt den Mund aufgemacht zu haben, Bundesbankpraesidenten koennen abgetreten werden. Mir ist ein Bundesbankpraesident Weidmann der den kommunikativen Spagat versucht aber Entscheidungen treffen kann viel lieber als ein abgesetzter Weidmann, der wesentlich deutlicher ist, aber nichts mehr entscheiden kann.

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Walter Schuebl
Walter Schuebl (noren) - 26.08.2012 16:34 Uhr

Von einem Opportunisten wie Asmussen

ist gar nichts anderes zu erwarten, dass er den Eurokurs seiner Partei (SPD) und seiner Mentoren (Schäuble-CDU) fährt. Man muss sich nur die Vita anschauen und dann weiss man Bescheid.
Aber ehrlich gesagt, dem überbordenden Lob, der hier dem Weidmann zuteil wird, kann ich auch nicht ganz folgen.
Sicherlich ist scheint er ein Kämpfer für ordoliberale Politik zu sein, und widerspricht vordergründig der Draghi-EZB-Politik. Aber wie? Wachs- und windelweich, nur sich ja nicht voll aus der Deckung wagen und offen die Rechts- und Vertragsbrüche ansprechen. Das könnte in einem viel schärferen Ton geschehen, damit die anderen aufhorchen: 1) Illegale Traget2-Geschäfte mit unbesicherten Ramschpapierne und Forderung einer sofortigen Regeländerung (zB Golddeckung, o.ä), 2) Illegale Staatsfinanzierung durch Anleiheankauf durch EZB und ganz klar Forderung auf Einstellung dieser Praxis, 3) Forderung auf Änderung der EZB-Regeln, bzgl. der gleichen Stimmrechte. 4) Diplomatie des leeren Stuhls bei EZB

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Thomas Meyer

In Mario Draghi seinen Meister gefunden...

...hat wohl Jens Weidmann, man kann es drehen und wenden wie man will. Weidmann hat keine Chance gegen den gerissenen und pfiffigen Italiener. Weidmann kommt zu hölzern daher und verkörpert eben einen typischen Deutschen wie man sich es vorstellt. Das Wesen von Weidmann ist Draghi völlig fremd. Er ist ein Lateiner, also ein Angehöriger der Latinität. Dieser Menschenschlag gilt als "unmittelbar, reizbar, aufbrausend, grausam, auch rachsüchtig, aber eines kennen sie nicht: das absolute, das kalte, endgültige Wort, das unwiderrufliche Urteil jenseits von Revision und Berufung. Sie mögen persönlich noch so determiniert sein und sich auch so fühlen, aber ihr Sinnen und Trachten, ihr Empfinden vor allem anderen, ist indeterminiert. Sie wollen die Welt erhalten, nicht endgültig vernichten." Der letzte Abschnitt ist ein Zitat von Curt Meyer-Clason, dem ehemaligen Übersetzer, Buchautor und ausgezeichneten Kenner der Latinität.

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Stefan Sellschopp

Bald sind wir ein Volk von Millionären!!

Die Kanzlerin ist zu lobpreisen: Angetreten ist sie, um unser aller Wohlstand zu mehren.

Jetzt sorgt sie all Ihren Vasallen im In- und Ausland für eine schicke Inflation, die uns ein nettes Wahlgeschenk bringen wird.

Im Rahmen der europäischen Einigungspolitik werden wir nicht mehr über genormte Bananenkrümmungen lachen können, weil wir alle quasi über Nacht zumindest Millionäre geworden sind. Die Dolce-Vita-Fürsten sind in das Nachtgebet einzuschließen: Sie werden die Merkel-Vorlage nutzen und uns sogar zu Milliardären machen. Europa sei gedankt!

Da das Geldzählen ein langwieriger Prozeß werden wird, können erfreulichweise die in den Supermarktkassen eingebauten Waagen zum Abwiegen des Geldes umgerüstet werden. Ob ein Kilo Tausender für ein Brötchen oder einen Liter Benzin reichen wird?

Dann müssen wir nur noch das Transportproblem für die Gehbehinderten lösen, die zum Kauf eines Pfundes Kartoffeln 40 Kilo Geld mitbringen müssen. Eine weitere Aufgabe für die "Retter". Hurra!!!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 19:03 Uhr
Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 26.08.2012 19:03 Uhr

Das wird nicht passieren

eher haben wir eine neue D-Mark und die Euroscheine können verheizt werden...

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 26.08.2012 15:38 Uhr

Das Narrenschiff.

Wie wenig Ahnung unsere Politiker von Wirtschaft und Finanzen haben, kann man an diesem wahnwitzigen Konstrukt EZB erkennen. Dieses Schiff wird von 17 Kapitänen gesteuert, die zwar alle ihr Patent in Schießbuden auf Jahrmärkten erschossen haben, zwar verschiedene Auffassungen bzgl. Kompasse haben, aber gleichzeitig das Ruder bedienen dürfen. Welche GmbH räumt einem Gesellschafter mit einer Einlage von 1000,00 Euro das gleiche Stimmrecht wie einem Gesellschafter mit einer Einlage von 1 Million Euro ein?
Team Merkel/Schäuble versah sogar einem Leichtmatrosen wie Jörg Asmussen, mit einem Arbeitszeugnis:
"Die Kompetenz Asmussens wurde von Staatssekretär Flassbeck als „mittelmäßig“ eingeschätzt und Asmussen nicht für hohe Aufgaben empfohlen." (Wikipedia),
direkt zum deutschen Kapitän auf diesem Narrenschiff. Ein mit allen Wassern gewaschener Draghi verspeist eine solche Null bereits vor dem Frühstück als Appetizer.

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Manfred Steffens

Es kommt noch schlimmer...

Süddeutsche Zeitung Online heute:
"Dem Spiegel zufolge gibt es im Bundesfinanzministerium Überlegungen, die Bedingungen für neue Anleihenkäufe der EZB zu lockern. Demnach müssten Krisenländer wie Spanien oder Italien sich nicht mehr einem Sanierungsprogramm unter dem Euro-Rettungsschirm unterwerfen, sondern nur eine Selbstverpflichtung gegenüber der EU-Kommission abgeben. Für die EZB hätte das den Vorteil, dass sie bei Anleihenkäufen nicht von einem vorherigen Votum der Euro-Finanzminister abhängig wäre."
Und für Italien hat es den Vorteil, richtige Reformauflagen nicht durchführen zu müssen. Das stammt aus dem Haus von Dr. Schäuble, CDU!

Der ehemalige Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank, Kurt Schiltknecht, heute im schweizerischen Tagesanzeiger: "Für Deutschland muss es eine Katastrophe sein, wenn das ganze Fundament, das für eine stabile Währung gelegt worden ist, schrittweise zerstört wird."

Das gilt wohl für die Masse der Deutschen, außer für unsere Regierung+Opposition.

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Robert Schmidtke

Wenn Du die Menschen verstehen willst, darst Du nicht auf ihre Reden achten. (A. de Saint-Exupéry)

Geld regiert die Welt. Wer regiert das Geld? Die Antwort mag erschrecken: Niemand regiert das Geld. Das Geld regiert die EZB, die Bundesbank, den Milliardär und auch den Bettler. Geld regiert uns alle. Ohne Ausnahme.

Was muss geschehen, damit wir Geld (endlich) regieren? "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Wenn wir einen Geldschein ansehen, dann muss da noch etwas sein, etwas, was wir nicht mit bloßem Auge erkennen können: Korrekt, Geld muss wachsen! Von einem reifen Apfel, den wir von einem Baum geerntet haben, erwarten wir das nicht.

Wenn wir Geld regieren wollen, dann müssen wir das Geldsystem erneuern und so konstruieren, dass ein neues und FAIRES GELDSYSTEM zu einem akzeptierten Gerechtigkeitsgefühl in der Gesellschaft führt. Erich Fromm: „Zum ersten Mal in der Geschichte hängt das physische Überleben der Menschheit von einer radikalen Veränderung des Herzens ab."

Grüße an alle Vordenker.
Robert Schmidtke
(FRÜHLING in Deutschland)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 19:07 Uhr
Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 26.08.2012 19:07 Uhr

Sie verkennen die Wertaufbewahrungsfunktion von Geld

falls Sie Geld "steuern" wollen, greifen Sie in dessen Wertfunktion ein und die Marktteilnehmer werden reagieren und ihr Geld in andere Werte abstoßen.

So habe ich keine Euros mehr, sondern diverse Dollar- und Rohstoffwerte.

Viel Spaß ....

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 26.08.2012 15:00 Uhr

Notenbankfinanzierung MACHT süchtig !

Wetten? Erst Trichet, jetzt Draghi. Die KONSERVATIV-LIBERALE Regierung Merkel schaut billigend zu. Ich kann und will dem nicht folgen und schließe mich Herrn Weidmann an. Der hat auch Recht, wenn er sagt, daß es keine Garantien geben darf für strauchenlde Euromitglieder die Währung behalten zu können. Eigentlich wieder so eine Selbstverständlichkeit solider Ordnungspolitik.

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Tobias Grauer

Wenigstens ein Notenbänker der anhand von vereinbarten Rahmenbedigungen handelt.

Was steht in den Verträgen die man mit allen EU-Ländern abgestimmt hat? Ein Ankauf von Staatsanleihen ist seitens der EZB nicht erlaubt. Klar aktuell haben wir sicherlich eine Sondersituation, die kleinere Eingriffe gerechtfertigt, aber nicht in diesem Ausmaße was Herr Draghi vorschlägt. Man muss sich Gedanken darüber machen, was passiert denn wenn eine Notenbank Staatsanleihen ankauft? Der Reformdruck nimmt ab!!! Die Länder ruhen sich mehr oder weniger auf ihren gesunkenen Zinsen aus, und das ist nicht die Lösung des Problems. Die Lösung ist dass Politiker nicht schneller Geld ausgeben dürfen als dass es die Bürger erwirtschaften. (Wahlversprechen) Langsam kommt auch das Gefühl auf als würde es keine andere Möglichkeit als die EZB als Hilfsinstitution in Anspruch zu nehmen. Da es für die Länder die durch die EZB finanziert werden einfacher ist durch den EZB-Rat an Geld zu kommen, da Zypern und Deutschland jeweils gleich viel Stimmen haben. Der ESM wäre hier eine stützende Säule.

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Paul Hansen

Ablenkung für Fortgeschrittene

Eigentlich schade, dass sich Weidmann an diesem Geplänkel beteiligt. So valide seine Punkte sind, man kann höchstens kritisieren, dass seine Kritik noch viel zu höflich und vorsichtig ist, - sie geht am Thema vorbei.
Es geht nicht um Eurobonds oder Ankauf von Staatsanleihen – alles nur Deckmäntel, schön orchestriert zur Ablenkung des Publikums – denn: Wie wir allen wissen – wenn wir denn wollen – irgendwie muss die Show bis zum 12. September „gerettet“ werden. Und während dessen schuftet Draghi im Hintergrund an der Druckerpresse (oder am Mikrophon, je nachdem), schustert der gr. Regierung heimlich Geld zu (die sind pleite, seit ca. Nov 2009) via gr. Geschäftsbanken.
Der Euro ist mit Semantik allein nicht zu retten. Den Euro erhalten, bedeutet die dauerhafte und unwiderrufliche Zusage der Geberländer – zu dauerhaften Transfers –- an die Peripherie. (ansonsten wird der Deflationsdruck in den schwachen Regionen zu groß – im kl. im Länderfinanzausgleich, im gr. in Europa zu beobachten

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 18:14 Uhr
Paul Hansen

Die Show wird bis zum 12. September "gerettet"

Ich denke schon.
Nur, Herr Schmid, Sie haben natuerlich Recht.
Der Ausverkauf Deutschlands hat vor langer Zeit angefangen. Mit der Einfuehrung des Euros.
Und die Bundesbank hat mitgeholfen => Target 2 Saldo.

Und mir ist schon klar, dass Merkel und Co den Euro ueber Inflation retten wollen. Und das da nicht mehr viel fuer Deutschland zu retten ist. Mit oder ohne ESM.

Nur, das alles aendert sich nichts, aber auch rein gar nichts an der Tatsache, dass sich Weidmann an der Verschleierung dieser Tatsachen beteiligt. Und darum ging es mir.

Es gibt noch zwei - gleichsam - unangenehme Moeglichkeiten. Der ESM geht durch, und die EZB beginnt damit I und ESP zu finanzieren - egal, was mit GR passiert. (Inflation) Oder der Euro bricht um den Dreh zusammen. Und das waere dann Merkels Schuld - glauben Sie wirklich, das passiert?

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 26.08.2012 15:39 Uhr

Nein

Der 12. September und der ESM sind inzwischen irrelevant, nachdem Draghi, Asmussen und damit auch Merkel das Dogma aufgestellt haben, dass es die Aufgabe der EZB ist ALLE Länder um jeden Preis per totaler Staatsfinanzierung im Euro zu halten.

Das Spiel ist aus. Der deutsche Bürger ist "verraten und verkauft", nein verschenkt worden.

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Ronny Schaffer

Die Euroretterei ist bereits eine Sucht

Die Merk(el)male:
- angebliche Alternativlosigkeit ("es geht nur so, nicht anders")
- Erhöhung der Dosis resp. der Geldmenge und Hilfstranchen
- der Gang illegaler Wege oder Missachtung vorheriger Absprachen zur Befriedigung der Bedürfnisse (Bail out, ESM-Umweg über EZB)
- fehlendes Hinterfragen selbstverständlicher Verhaltensweisen
- kurzfristige Lösungen für langfristige Probleme (Geldschwemme statt Auf-und Abwertungen)
- Weigerung, echte Kompromisse einzugehen und einzuhalten (siehe GREs Opferrolle)
- Allergie auf fundamentale Kritiken (z.B. mehrerer Dutzend Ökonomen) durch Ignoranz und Aggressivität, aber auch Arroganz und Machtdemonstration (z.B. Schäuble)
- Wahrung einer Scheinstabilität und eines angeblichen Expertenstatus ("Wir haben alles im Griff")
- Drohungen, Warnungen, Hiobsszenarien bei Verlassen des Holzweges
- Zwanghaftes Verfolgen einer Idee, die kaum mit der Realität übereinstimmt (vereinigtes Europa trotz gravierender Unterschiede der Volksmenatlitäten)
-

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 26.08.2012 13:18 Uhr

Nicht die Hände schmutzig machen

Draghi und die EZB machen doch genau das was Merkel auch will, nämlich die totale Staatsfinanzierung durch die EZB und damit die finale Transferunion.
Der Mechanismus hierzu: Die EZB sei verpflichtet, den Verbleib von Mitgliedsländern in der Euro-Zone um jeden Preis zu garantieren. Schließlich stimmt diesem neuen Dogma auch Merkels Mann in EZB-Direktorium, Asmussen, ausdrücklich und voll zu.

Merkel will eben auch die totale Transferunion - sie will sich nur nicht mit politischen Entscheidungen selbst die Hände schmutzig machen, dafür hat man schließlich seine Leute!

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Holger Baade

Wäre Weidmann tatsächlich der einsame und zu allem entschlossene Kämpfer

für die entrechtet dem Treiben der Politik ohnmächtig zuschauenden Steuerzahler der Euro-Spendenländer (speziell D), dann würde er nicht so wachsweiche Formulierungen wie "...zu nahe...", "...sollte die Gefahr nicht unterschätzen...", "...kann süchtig machen..." benutzen, sondern Klartext reden.

Das wäre der Fall gewesen, wenn er die EZB-Politik des Draghi-Falschmünzers (O-Ton CSU-Generalsekretär) als

1. Staatsfinanzierung durch die Notenbankpresse;
2. Notenbankfinanzierung macht süchtig wie eine Droge;

gegeißelt hätte.

Und auch der Hinweis, dass die Entscheidung der Vergemeinschaftung von Schulden Sache der Parlamente ist, ist voll daneben. Derartiges ist durch keinen Vertrag gedeckt.

Ich habe nicht vergessen: Asmussen und Weidmann sind Merkels Protege. Und genauso verhalten sich beide auch.

Ich traue Weidmann nicht über den Weg, denn wenn er es ehrlich meinen würde, hätte er Mittel und Wege, dem Kontrahenten Draghi in die Parade zu fahren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 16:04 Uhr
peter myer

weidmann wird schon sehr deutlich

ich hoffe, das ist alles noch vorgeplänkel , für notenbanker ist dieses interview extrem deutlich.

als schärfste aller waffen bleibt noch der austritt der bundesbank aus dem ezb gremien.

allerdings weiß ich nicht, wen merkel alles schon bundesbank -direktorium installiert hat.

sarrazin ist ja z.bsp. leider nicht mehr dabei.

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Volker Kraft

Wachsweich

Stimme Ihnen voll zu. Warum tritt Herr Weidmann dann nicht im EZB-Rat auf und sagt: Herr Draghi, was Sie vorhaben, ist nach den europäischen Verträgen rechtswidrig. Ich muss diese Einschätzung der deutschen Regierung offiziell mitteilen.

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Martin Hofmann-Apitius

Tut mir leid, Herr Weidmann ....

... aber das kommt jetzt alles ein wenig spät. Sie haben das auch schon vor zwei Jahren gewusst und hätten viel früher und viel energischer - schon bei Ihrer Berufung in das Amt - so deutliche Worte finden müssen. Jetzt kommen Ihre Ermahnungen aller Voraussicht nach ganz einfach zu spät.

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Norbert Unger

Volle Zustimmung!

Dem Süchtigen ist der Weg in die Entzugsklinik und die schwierige Zeit danach auch noch sauber zu bleiben sehr oft zu beschwerlich gegenüber dem schnellen und kurzen Weg zur nächsten Ration des Suchtmittels. Deshalb wird es auf Dauer auch nicht bei dem jetzigen System des Euros bleiben können. Das System zersetzt und zerlegt sich selbst von innen heraus.

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