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Bundesbank Gold-Rückholaktion ist ein Zeichen des guten Willens

Mit ihrer Rückholaktion reagiert die Bundesbank auf die misstrauische Debatte in Teilen der Öffentlichkeit, ob der Goldschatz denn überhaupt noch vollständig vorhanden sei.

Wirklich zugeben will es bei der Bundesbank niemand, aber mit ihrer Rückholaktion reagiert sie auf die misstrauische Debatte in Teilen der Öffentlichkeit, ob der Goldschatz denn überhaupt noch vollständig vorhanden sei. Künftig soll die Hälfte des Goldes in Frankfurt gelagert werden. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele lobt die Vertrauenswürdigkeit der Notenbanken in Paris, London und New York, wo bislang rund 70 Prozent der Barren verwahrt werden. Zugleich wird er in den kommenden Jahren jedoch das in Paris gelagerte Gold vollständig, das in New York gelagerte Gold zu einem kleineren Teil nach Deutschland schaffen lassen.

In London und New York sollen auf Dauer 50 Prozent verbleiben, denn dort - so die Bundesbank - könne das Gold im Krisenfall in Dollar und Pfund getauscht werden und habe deshalb dort den größten Nutzen. Mit diesem Argument ist der Transport des Goldes aus Paris, wo mit Euro gezahlt wird, natürlich zu erklären. Doch wenn Gold am meisten nützt, wo es gehandelt wird, warum zieht man es dann im größeren Stil aus Amerika ab, wo mit dem Dollar, der wichtigsten Reservewährung der Welt bezahlt wird? An dieser Stelle wird die Bundesbank schwammig und bringt das Vertrauen ins Spiel. Man habe die Debatte der Skeptiker in Deutschland natürlich mitbekommen. Die Entscheidung des Bundesbankvorstands sei jedoch autonom und selbst vom Bericht des Bundesrechnungshofs, der sich Stichproben wünscht, unbeeinflusst.

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Übersetzt bedeutet das: Die Bundesbank ließe das Gold am liebsten in New York, holt als Zeichen des guten Willens gegenüber den Skeptikern jedoch einen Teil zurück.

Quelle: FAZ.NET

 
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