Home
http://www.faz.net/-gqe-6tcp6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Bullachberg Porsche verkauft sein Schloss

Für sechs Millionen Euro kaufte der damalige Porsche-Chef Wiedeking einst ein Schloss im Allgäu. Doch die Pläne für ein Luxushotel wurden nie umgesetzt. Jetzt will sich Porsche davon trennen.

© Müller, Andreas Vergrößern

Es geschah in den Zeiten, als Wendelin Wiedeking noch der „König von Zuffenhausen" gerufen wurde: Damals hatte sich der Autohersteller Porsche im Allgäu ein Schloss zugelegt. Im Jahr 2006 war das, die Gelegenheit schien günstig: Schloss Bullachberg, unweit von Schloss Neuschwanstein auf einer Anhöhe gelegen, kam aus der Insolvenzmasse derer von Thurn und Taxis auf den Markt.

Georg Meck Folgen:    

Ein Luxus- und Tagungshotel mit prachtvollem Blick auf die Allgäuer Alpen sollte daraus entstehen, für die kaufkräftige Porsche-Klientel aus aller Welt sowie zur Fortbildung des eigenen Managements. Richtig in Schwung kam das Projekt nie. Das Schloss döste vor sich hin, der Putz blätterte, nur das Nötigste wurde getan, um das Gebäude zu erhalten, allenfalls ein Hausmeister zog seine Runden. Man werde die Verwendung prüfen, hieß es stets von den neuen Porsche-Herren.

Jetzt ist die Entscheidung gefallen - gegen das Schloss. Vorstandschef Matthias Müller, von Wolfsburg nach Zuffenhausen entsandter Automanager, stellt die Immobilie nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Verkauf. „Wir trennen uns von dem Anwesen", bestätigt ein Firmensprecher. Was Porsche für das Liebhaberobjekt haben will, verrät der Konzern nicht. Sechs Millionen Euro hat Schloss Bullachberg vor fünf Jahren gekostet, samt 180 000 Quadratmetern Grund.

Mehr zum Thema

Wäre das nicht etwas für den in Immobilien erfahrenen Privatinvestor Wendelin Wiedeking? Wohl kaum. Der gestürzte König wird am Mittwoch einen seiner raren öffentlichen Auftritte absolvieren, in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Wiedeking-Stiftung. Sie hat dem Literaturarchiv Marbach im Juli 28 Briefe von Franz Kafka vermacht, die nun zum ersten Mal gezeigt werden. Zur Eröffnung im Schiller-Nationalmuseum wird Wiedeking sprechen.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Radurlaub Und immer wird irgendetwas erzählt

Mit dem Fahrrad durch Flachland und Alpen: Die Allgäu-Runde lebt vom Kontrast zwischen Idyll und dramatischer Kulisse. Mehr Von Gerhard Fitzthum

08.10.2014, 06:27 Uhr | Reise
Traditioneller Almabtrieb läutet Ende des Sommers ein

Die kurzen Hosen täuschen - in den Alpen naht der Herbst mit Riesenschritten. Und wie jedes Jahr feiern die Bauern im Allgäu das Ende des Bergsommers mit dem traditionellen Almabtrieb - der sogenannten Viehscheid. Mehr

12.09.2014, 12:23 Uhr | Gesellschaft
Kobane Kurden wehren IS-Offensive ab

Kurdischen Politikern und Aktivisten zufolge ist es den Verteidigern der Stadt Kobane gelungen, eine Offensive der Terrormiliz Islamischer Staat zurückzuschlagen. Der türkische Präsident Erdogan schließt Waffenlieferungen an Kurden kategorisch aus. Mehr

19.10.2014, 14:10 Uhr | Politik
Trennung

Thomas Huber liest Trennung von Erich Fried Mehr

10.10.2014, 16:08 Uhr | Feuilleton
Österreich Vom Springlessteig in den Tod

Bei einem Familien-Ausflug auf den Springlessteig in den österreichischen Alpen sind ein Vater und sein Sohn ums Leben gekommen. Mehr

20.10.2014, 15:17 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.10.2011, 20:02 Uhr

Näher an die rote Linie

Von Philip Plickert

Schritt für Schritt nähert sich die EZB dem Kauf von Staatsanleihen. Wenn die Konjunktur weiter schwach bleibt und die Inflationsrate Richtung Nulllinie sinkt, wird der Druck enorm groß, diese „atomare Option“ zu zünden. Mehr 5 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Gründer Die Mama hilft am meisten

Aus welchen Quellen finanzieren sich Gründer? Das Geld kommt nicht nur von der Bank oder der Bundesagentur für Arbeit. Die meiste Unterstützung bieten Freunde und Familie. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden