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Bullachberg Porsche verkauft sein Schloss

Für sechs Millionen Euro kaufte der damalige Porsche-Chef Wiedeking einst ein Schloss im Allgäu. Doch die Pläne für ein Luxushotel wurden nie umgesetzt. Jetzt will sich Porsche davon trennen.

© Müller, Andreas Vergrößern

Es geschah in den Zeiten, als Wendelin Wiedeking noch der „König von Zuffenhausen" gerufen wurde: Damals hatte sich der Autohersteller Porsche im Allgäu ein Schloss zugelegt. Im Jahr 2006 war das, die Gelegenheit schien günstig: Schloss Bullachberg, unweit von Schloss Neuschwanstein auf einer Anhöhe gelegen, kam aus der Insolvenzmasse derer von Thurn und Taxis auf den Markt.

Ein Luxus- und Tagungshotel mit prachtvollem Blick auf die Allgäuer Alpen sollte daraus entstehen, für die kaufkräftige Porsche-Klientel aus aller Welt sowie zur Fortbildung des eigenen Managements. Richtig in Schwung kam das Projekt nie. Das Schloss döste vor sich hin, der Putz blätterte, nur das Nötigste wurde getan, um das Gebäude zu erhalten, allenfalls ein Hausmeister zog seine Runden. Man werde die Verwendung prüfen, hieß es stets von den neuen Porsche-Herren.

Jetzt ist die Entscheidung gefallen - gegen das Schloss. Vorstandschef Matthias Müller, von Wolfsburg nach Zuffenhausen entsandter Automanager, stellt die Immobilie nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Verkauf. „Wir trennen uns von dem Anwesen", bestätigt ein Firmensprecher. Was Porsche für das Liebhaberobjekt haben will, verrät der Konzern nicht. Sechs Millionen Euro hat Schloss Bullachberg vor fünf Jahren gekostet, samt 180 000 Quadratmetern Grund.

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Wäre das nicht etwas für den in Immobilien erfahrenen Privatinvestor Wendelin Wiedeking? Wohl kaum. Der gestürzte König wird am Mittwoch einen seiner raren öffentlichen Auftritte absolvieren, in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Wiedeking-Stiftung. Sie hat dem Literaturarchiv Marbach im Juli 28 Briefe von Franz Kafka vermacht, die nun zum ersten Mal gezeigt werden. Zur Eröffnung im Schiller-Nationalmuseum wird Wiedeking sprechen.

Quelle: F.A.S.

 
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