07.10.2003 · Zur Frankfurter Buchmesse geben sich die Verlage wieder zuversichtlicher. Allerdings haben nach wie vor viele zu kämpfen - und zwar nicht nur die kleineren, sondern auch große. Das Wirtschaft-Spezial zur Buchmesse.
Auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren bis zum 13. Oktober 6611 Aussteller aus 104 Ländern etwa 335 000 Neuerscheinungen. Gastland ist Rußland. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann, sprach zur Eröffnung der Messe von einem „goldenen September“ für Buchhändler und Verlage.
Er rechnet nach teils „dramatischen“ Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr für das Gesamtjahr mit einem Minus von etwa zwei Prozent, mit etwas Glück auch einer schwarzen Null. Damit habe sich die Branche vor dem Hintergrund von schwieriger Wirtschaftslage, steigender Arbeitslosigkeit und sinkender Kaufkraft „gut behauptet“. Auch die Verlage geben sich wieder zurversichtlicher.
Größe und Tradition reichen nicht
Allerdings haben nach Einschätzung von Schormann nach wie vor viele Verlage und Buchhandlungen zu kämpfen - und zwar nicht nur die kleineren, sondern auch große. „Weder Größe noch Tradition reichen heutzutage aus, um morgen im Markt zu bestehen.“ Viele Verlage hätten inzwischen ihre Titelproduktion reduziert.
Große Hoffnungen setzt die Buchbranche bis Jahresende auf das Weihnachtsgeschäft, besonders auf den neuen „Harry Potter“-Band, der am 8. November auf Deutsch erscheint. Mit dem fünften Band über die Abenteuer des Zauberlehrlings und der Erwartung einer beginnenden wirtschaftliche Erholung versuchen die Verlage einen Teil der Rückgänge auszugleichen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.579,00 | +1,00% |
| EUR/USD | 1,2483 | −0,47% |
| Rohöl Brent Crude | 106,74 $ | −0,48% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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