http://www.faz.net/-gqe-73w0z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 25.10.2012, 18:52 Uhr

Buchmarkt Random House und Penguin wollen fusionieren

Auf dem europäischen Buchmarkt zeichnet sich eine große Fusion ab. Die Medienkonzerne Bertelsmann und Pearson sprechen über einen möglichen Zusammenschluss ihrer Verlagstöchter Random House und Penguin.

von und
© Rüchel, Dieter Random House und Penguin gehören bereits jetzt zu den vier größten Buchverlagen der Welt.

Im internationalen Buchgeschäft bahnt sich ein großer Zusammenschluss an. Der Bertelsmann gehörende Buchverlag Random House verhandelt über eine Fusion mit dem britischen Verlag Penguin Books. Dies hat der Eigentümer von Penguin, der Londoner Medienkonzern Pearson, am Donnerstagabend bestätigt. Man habe aber noch keine Einigung erzielt, und es sei nicht sicher, dass die Gespräche zu einer Transaktion führten, erklärte Pearson. Bertelsmann verweigerte jeglichen Kommentar.

Johannes Ritter Folgen: Marcus Theurer Folgen:

Random House ist mit einem Umsatz von zuletzt 1,8 Milliarden Euro und 5300 Mitarbeitern der größte Publikumsverlag der Welt. Zuletzt hatte der Verlag durch den Erotik-Bestseller „Shades of Grey“ für Aufsehen und steigende Umsätze gesorgt. Penguin setzte 2011 umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro um und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 135 Millionen Euro. Der Verlag hat international erfolgreiche Autoren wie Ken Follett und Jamie Oliver unter Vertrag.

Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte sich der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe jüngst offen gezeigt für einen Schulterschluss im Buchgeschäft. Er hatte zwar betont, dass er Random House für „hervorragend aufgestellt“ hält. „Trotzdem sind wir generell offen für eine Konsolidierung, aber nur unter unserer Führung“, sagte Rabe (F.A.Z. vom 14. September).

Wenn es zur Fusion kommt, wird Bertelsmann also der größte Anteilseigner sein. Kartellrechtliche Hürden könnten die Unternehmen aber dazu zwingen, Teile ihres Geschäfts abzugeben. Deutschland wäre davon nicht betroffen, weil Penguin im hiesigen Buchmarkt nicht vertreten ist. Innerhalb von Pearson ist Penguin zum Randgeschäft geworden, das 2011 knapp 20 Prozent zum Gruppenumsatz beisteuerte. Stattdessen konzentriert sich Pearson immer stärker auf Schulbuch- und Bildungsliteratur, wo der Konzern Weltmarktführer ist. Anfang Oktober hatten die Briten überraschend einen Führungswechsel angekündigt: Zum Jahreswechsel soll John Fallon die langjährige Pearson-Chefin Marjorie Scardino ablösen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Einigung mit der Regierung Liefert Amazon in Großbritannien schon bald per Drohne?

Der größte Onlinehändler der Welt bereitet die Lieferung mit ferngesteuerten Fluggeräten vor. Zukunftsmusik? In Großbritannien geht es vielleicht schneller als gedacht. Mehr

26.07.2016, 08:14 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt Arbeitslosenzahlen im Mai 2016

Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in Prozent Mehr

26.07.2016, 11:31 Uhr | Wirtschaft
Krankenhaus Benjamin Franklin Arzt angeschossen,Täter richtet sich selbst

Im Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Berlin sind Schüsse gefallen. Offenbar wurde ein Arzt angeschossen. Der Täter soll sich selbst getötet haben. Mehr

26.07.2016, 13:46 Uhr | Gesellschaft
Übernahme durch Verizon Yahoo verliert seine Eigenständigkeit

20 Jahre nach Firmengründung ist das ein schwerer Schlag für Yahoo. Nachdem Anfang des Jahres bereits die Streichung von 1700 Stellen angekündigt worden war, wird das Unternehmen jetzt für 5 Milliarden Dollar von Verizon übernommen. Mehr

25.07.2016, 19:50 Uhr | Wirtschaft
Pokémon-Gewinn Dem Nintendo-Chef wird der Aktienkurs unheimlich

Vor lauter Euphorie über das Handyspiel Pokémon Go hat sich Nintendos Aktienkurs zeitweise verdoppelt. Dem Management wird das zu viel – es schickt eine Warnung. Mit durchschlagendem Erfolg. Mehr

25.07.2016, 08:10 Uhr | Finanzen

Die Chancen der „Gig-Economy“

Von Britta Beeger

Fest angestellt sind Lieferanten von Online-Plattformen wie Uber meist nicht. Ihre Arbeitskräfte abzusichern, kann sich für Vermittlungsdienste jedoch lohnen. Mehr 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Wo in die Infrastruktur investiert wird

Geld gibt der Staat für allerlei aus. Nur jeder zehnte Euro der öffentlichen Hand wird in die Infrastruktur investiert. Doch es gibt regionale Unterschiede. Mehr 2