Home
http://www.faz.net/-gqe-6zdf1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Brief an die Kanzlerin Der Staat muss mehr sparen

 ·  Die deutsche Wirtschaft verlangt von der Kanzlerin einen schärferen Sparkurs. Auch die Deutschen müssten wieder lernen, dass Demokratie ohne neue Schulden funktionieren könne, schreibt Industrie- und Handelskammerchef Driftmann an Angela Merkel.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (23)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 25.04.2012 14:52 Uhr

Noch einer der kreischt

Noch einer der nach mehr Sparanstrengungen, mehr Wettbewerb und weniger Schulden kreischt.

Er hat auch gleich Lösungen parat: Die EZB soll sich auf die Wahrung der Geldwertstabilität konzentrieren. D.h. die EZB darf auf keinen Fall der Geldgeber für klamme Staaten sein. Damit bleibt der Finanzmarkt a.d.Macht und die Staaten weiter unter Finanzkuratel.

Bürokratieabbau ist auch ein Wiesel-Zauberwort. Denn wie soll der aussehen? Alle Verwaltungen schließen mit tausenden von Entlassungen wie in GR ?

Subventionen für die, die Geld in Hülle und Fülle haben, könnten gestrichen werden, auch die Unterstützung für Aufstocker, wodurch der Wettbewerb der Unternehmen empfindlich gestört wird und ein Verzicht auf Steuergeschenke jeglicher Art würde Geld in der Staatskasse lassen.

Aber daran denkt Driftmann nicht. Er will die Verfestigung seiner Unternehmensphilosophie zugunsten der Wirtschaft und die ist neoliberal und nicht sozial.

.

Empfehlen
Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 25.04.2012 12:53 Uhr

Deutschland kann sich auch die unbezahlbaren Unternehmenssteuergeschenke sparen!

Driftmann hat Recht. U. a. kann sich Deutschland die hohen Entwicklungssubventionen für Automobilfirmen, die unbezahlbaren Unternehmenssteuergeschenke, den Verzicht auf eine Vermögensteuer, die krassen Lohnsubventionen und die verrückte Dumpinglohnpolitik sparen.
Woher aber der Vertreter einer Gruppe, die fast keinen Beitrag zum Steueraufkommen leistet (Anteil der Unternehmenssteuern am Gesamtsteueraufkommen: ca. 8%), das Recht nimmt, den Haushalt zu diktieren, ist schwer verständlich. Wo sind die Forderungen der Lobby der Mehrwertsteuerzahler, die mehr als ein Drittel der Steuerlast tragen?

Empfehlen
Reinhard Kreis
Reinhard Kreis (mullex) - 24.04.2012 21:55 Uhr

Wieso mehr sparen?

Deutschland und sparen ist wie Feuer und Wasser. Wenn Deutschland spart, bedeutet das - mehr einnehmen, noch mehr ausgeben und dann behaupten, es hätte noch schlimmer kommen können.
Deutschland ist das letzt Land, welches sparen auf sich bezieht. Wir kommen wie immer zu spät.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 13:01 Uhr
Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 25.04.2012 13:01 Uhr

Deutschland hat sich schon einmal "tot gespart"

@Reinhard Kreis
schon vergessen 1929 - 1933 ? Wer danach an die Macht kam wissen wir alle!Deutschland kann nicht an einer Währungsunion mitmachen, dann aus Deutschland ein zweites China machen, was die Lohndumping Politik betrifft, und damit die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder massiv untergraben, die Schuld dann aber anderen Ländern geben! Ich nenne das parasitär. Solange die Finanzmärkte nicht massiv reguliert werden, wird jede Sparanstengung der Menschen im Nirawada der Finanzmärkte und Steueroasen weltweit verschwinden und alle Sparanstrengungen verpuffen!

Empfehlen
Rolf Kreutzmann

Wenn Wissen auf Politik stösst

Ist im Grundsatz gut und richtig, was Herr Driftmann schreibt, da es im Wesentlich den Gutachten unserer Wirtschaftsweisen entspricht. Warum findet man jedoch keine politische Kraft, die sich diese Dinge auf die Fahnen schreibt? Der Letzte, der Politik und Wirtschaftwissen unter einen Hut gebracht hat war Karl Schiller. Warum fordern wir und die Medien bei wichtigen Ämtern nicht mehr Kompetenz ein? Wer wenig weiß muss viel glauben. Können wir uns das in der Politik erlauben?
Bin gespannt auf die Antworten.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 15:24 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 25.04.2012 15:24 Uhr

Die Einnahmeseite wird ausgeblendet - warum ?

Hier ist eine Antwort:
- Die Wirtschaftsweisen sind neoliberal eingestellt, also werden sie auch die Fiskalpolitik für gut heissen.
- Die sog. politische Kraft, wie Sie schreiben, hat sich dieses Diktat schon längst, seit Kohl, auf die Fahnen geschrieben. Oder sehen Sie nicht den Verfall von Löhnen, Gehältern, Renten, Zuschüssen bei den Krankenkassen, Hartz 4 Regelungen etc. ? Alles um zu sparen. Die Frage ist nur - für wen oder was wird gespart ?

- Wer wenig weiss, muss viel glauben, ist ein schöner Spruch. Merkel und ihre Berater kommen alle aus den USA und sind neoliberal Geldmarkt fixiert.
- Neutrale Ökonome sehen das anders, aber auf die wird nicht gehört.

Und das Gerede, bzw. Geschreibsel von Herrn Driftmann schließt das Wichtigste aus: Höhere Löhne und sehr, sehr viele feste Ganztagsarbeitsplätze würden Geld in die Staatskasse spülen, womit die Schulden locker bezahlt werden könnten.

Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit meiner Antwort.

Empfehlen
Horst Müller

Falsch! Der Staat ist verpflichtet die offenen Target2 Forderungen der BuBa einzubringen.

Und zwar sofort. Und jeden Tag in Echtzeit. Denn dieses ist das Vermögen aller Bürger. Deutlich über 600 Mrd Euro stehen offen. Eine hübsche Summe.

Empfehlen
Otto Meier

Eine wirklich gute Idee, das Sparen. Aber an den richtigen Stellen!

Und die wären:

- Wegfall aller Subventionen
- Wegfall aller Sozialleistungen, ausgenommen Bismarcks Sozialversicherungen
- Überführung aller Pensionen in eine einzige Rentenversng
- Überführung der PKV in eine einzige GKV
- Ersatz aller Steuern, Abgaben und Beiträge durch eine einzige, prozentual gleich hohe Steuer auf alle Einkommen, die das Existenzminimum überschreiten
- Keine Bundeswehreinsätze im Ausland, außer rein humanitären Einsätzen

Auf diese Weise wäre Schluß mit der Umverteilung von unten nach oben, es gäbe Steuergerechtigkeit, und die Bürokratie könnte drastisch reduziert werden, was ebenfalls erhibliche Einsparungen bedeutete. Das wäre, grob skizziert, der Beginn zur Entstehung einer solidarischen Gesellschaft.

Aber, mit unseren Politikern wird so etwas nicht möglich sein. Die werden erst aufhören uns abzukassieren und ihre Klientel zu bedienen, wenn bei uns, den gemeinen Steuerzahlern ohne Lobby, nichts mehr zu holen sein wird. Und dann?

Empfehlen
Karla Wesel

Beinahe niedlich mutet dieser Brief an

Da schlägt der Herr Handelskammerchaf doch tatsächlich vor, freiwillig auf alle Subventionen zu verzichten. Beinahe unter geht dabei im Nebensatz, dass er dafür nicht weniger will, als die Gewerbesteuer abzuschaffen.
Zur Erinnerung: Die GwSt ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Städte & Gemeinden. Sie finanziert Bildung, ÖNV und vieles mehr.
Für mich klingt es eher so, als ob Herr Driftmann nach den Bonbons für die Bankenindustrie sehen will, ob er nicht noch was für die Realwirtschaft abzweigen kann nachdem diese dieses Jahr ja nun auch noch Tarifverträge abschliessen muss, die endlich mal wieder 3% übersteigen & nicht über mehrere Jahre Friedensfrist fordern.
Keine Frage. Die Banken- & die Eurokrise verlangen dem deutschen Bürger vieles ab & es muss gespart werden & nicht noch mehr ausgegeben wie beim Betreuungsgeld. Ausser Herrn Schäuble und Frau Merkel geht niemandem die Schuldenreduzierung schnell genug. Aber mit weniger Steuern reduzieren wir die Schulden sicher nicht.

Empfehlen
steffen onders
steffen onders (onders) - 24.04.2012 11:23 Uhr

Meine Sparvorschläge

1) Genaue Überprüfung der Wirtschaftsförderung und Streichung der versteckten Subventionen.
(z.B. Abwrackprämie oder 1.2Mio Entwicklungsförderung für ein BMW Elektrofahrrad oder ....)

2) Vollkommenes Verbot des Wirtschaftslobbyismus und drakonische Strafen bei Verstößen

3) Verbot und Haftbarmachung bei Entsorgung von alten und teuren Mitarbeitern auf Kosten der Sozialkassen

4) 100%ige Transparenz, Kontrolle und Verfolgung von Wirtschaftsstraftaten und Misswirtschaft zur persönlichen Bereicherung auf Managementebene

Einfach nach dem Motto verfahren: "Wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein!"

Empfehlen
Nicolas Wurth

Vollkommen richtig...

im Grunde muß man als vernünftiger Staatsbürger Herrn Driftmann zustimmen. Es wird Zeit für ein Umdenken in der Politik.
Die Frage...Sparen Wozu? ist aber genau die richtige und die Kritik teile ich voll und ganz...es ist unrealistisch zu glauben, dass in Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik bestand haben wird. Somit wird jedes Land in der EU seinen eigenen fiskalpolitischen Weg wählen....d.h. wer spart, tut dies für die Gemeinschaft.

Empfehlen
Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 24.04.2012 10:33 Uhr

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Diesen Vorschlag kann man nur unterstützen. Die Steuerzahler zahlen so viel wie noch nie zuvor und trotzdem schafft es unsere Regierung nicht, ohne Neuverschuldung auszukommen. Gleichzeitig verlangt die selbe Regierung von anderen Ländern, dass sie sparen sollen. Das passt hinten und vorne nicht. Gespart werden soll immer nur in der Zukunft, in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode, bloss nie jetzt. Es wird Zeit, dass sich hieran etwas ändert.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 15:33 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 25.04.2012 15:33 Uhr

Ein Land, das wirklich investieren will, darf nicht sparen

Die Neuverschuldung (wie alle anderen zuvor ) von 8,7 Milliarden Euro gehen wieder in den sog. lächerlichen Rettungsschirm, der die Banken und AG-Industrien nicht im Regen stehen läßt. Die Bevölkerungen werden nass. Sehr nass.

Empfehlen
Klaus Heck
Klaus Heck (HECKSCHUG) - 24.04.2012 10:15 Uhr

Sparen mit welcher Partei?

Ein treffender Artikel mit Vernunftbeweis!
Aber die Selbstmordneigung der Parteien ist mit Ausnahme der FDP nicht sehr ausgeprägt.

Solange der Sparwille der Bevölkerung mit Füssen getreten wird (s. Diskussion um Vermögenssteuer) und dieses schizophrene Verhalten von der Mehrheit auch noch begrüßt wird, würde eine positive Reaktion der Verantwortlichen auf den aktuellen Artikel ein Wunder bedeuten.
Lösung: Deutschland knickt nicht ein, indem unser Export ruiniert wird, sondern verstärkt den weiteren Aufstieg als strebsame Industrienation und gibt damit ein unverwechselbares Beispiel für die latein-europäisch geprägten Nationen.
Der Hinweis, daß USA-Schulden auch astronomische Höhen erreicht haben hilft nicht weiter!
Danke nochmals für den Mut, der aus diesem Artikel von Herrn A. Mihm.

Empfehlen
Kay Schmelzer

Das ist ein guter Vorsatz

Doch gerade die Wirtschaft hat die Steuer und Subventionsgeschenke erzeugt und erhalten
Und was noch dringend von der Wirtschaft mitgestragen werden muss sind die Sozialbeträge.
Es ist doch seltsam das 100% der Gewinne Steuerpflichtig sind aber 0% Sozialpflichtig
Immer weniger ANGESTELLT ZAHLENDE müssen immer mehr SOZIALbeiträge zahlen.
Ich glaube nicht das noch mehr Geld bei den Bürgern eingeholt werden kann, sondern es einfach eine höhere Steuer auf große Gewinne gelegt werden muss
Es zeigt sich doch, dass die Regierungen mit immer mehr Geld nicht klarkommen
Also muss auch hier der Bürger a'La Schweiz sagen was ausgegeben werden darf und eingenommen..
Zumal die Amtskosten ja gerade Explodieren egal in welchen Resorts

Empfehlen
wolf haupricht

Die Bundesbank bekommt Unterstützung.....

und das ist auch richtig so. Der Bewertung durch Herrn Driftmann in seinem Brief an A. Merkel ist nichts hinzu zu fügen, außer dass die BK`in und ihr Finanzchef dies beherzigen und die Mahnung nicht einfach beiseite schieben.

Empfehlen
Karl Lietsch
Karl Lietsch (Lietsch) - 24.04.2012 09:53 Uhr

Welch tiefgreifende Erkenntnis!

Welche tiefgreifende Erkenntnis. Als ob es ihm um etwas anderes als Partikularinteressen gehen würde. Sein Ziel ist lediglich eine weitere Steuer- und Abgabensenkung für die ihm anvertrauten Unternehmen. So als ob diese nicht schon genug staatliche Unterstützung bekommen würden.
Im Übrigen werden die Staatsschulden vom Staat und nicht von den Bürgern gemacht.

Empfehlen
Siegfried Kellner

Brief an die Kanzlerin, da hätte Herr Driftmann auch an den Papst schreiben können.

Und Benedikt XVI hätte wenigstens geantwortet :"Ich werde für Euch beten" Was da alles gefordert ist nicht neu und nicht falsch. Doch leider bei dieser jahrelangen Mißwirtschaft ohne Chance auf Realisierung. Was hat Frau Merkel vor der Finanzkrise versprochen als der Schuldenstand bei 1,2 Billionen stand : " Wir müssen Investitionsprogramme auflegen damit die Konjunktur nicht abstürzt. Danach werden wir die Schulden sofort wieder zurückzahlen" Heute stehen die Staatschulden bei ca. 2 Billionen und von Rückzahlung keine Rede, weil das Faß ohne Boden (der Teuro) neue Hilfen braucht. Die Regierung wird bald wie in Amerika die Staatsgehälter nicht mehr zahlen können und die Angestellten in den Zwangsurlaub schicken.

Griechenland ) neue Hilfen braucht. Wir steuern auf amerikanische Zustände zu, wo die Staatsgehälter nicht mehr gezahlt werden, bis die Schulden zurückgeführt werden. Und so wird die Regierung Merkel eben anch Tagesform weiter bis zur nächsten Wahl sich durchwurstel

Empfehlen
Wolfgang Ebel

tut er doch

schon und dies partiell recht heftig. Die sogenanten Rentenerhöhungen liegen unter dem Satz der Steigerung der Lebenshaltungskosten. Leistungskürzungen allenthalben z.B. auf dem Gesundheitssektor, Erhöhung der Lebensarbeitszeit . . . perfide . . . denn damit spart er sich eine längere Rentenzahlung. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Dort wo der Staat wirklich sparen könnte und zwar in Milliardenhöhe, geschieht freilich nichts. Man muss die EU und den Euro am Leben halten, koste es was es wolle.

Das ist es was Otto Normalverbraucher drückt. Salbungsvolle Forderungen und Phrasendrescherei helfen nicht weiter.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 16:06 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 25.04.2012 16:06 Uhr

Europa - ein neoliberales Experiment

Und warum muss man die EU und den Euro am Leben erhalten ?

Meine Antwort, Sie können sie gerne verbessern:

Weil uns fast alle Politiker erzählen, dass in der globalisierten Welt die einzelnen Staaten keine Chance hätten wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Das wird vordergründig gesagt.

Hintergründig soll Europa eine der größten Wirtschaftsmachten in der Welt werden. Das gilt ökonomisch und militärisch.

Das Hilfsmittel dafür ist die politische Ideologie des Neoliberalismus, denn die gestattet, alles und alle auszubeuten, was ausbeutbar ist einschließlich die Ausbeutung der Staaten, als da sind, Sozial- Bildung, Arbeitssicherung, Gesundheit, Löhne - und Gehälter alles bis an die Schmerzgrenze zu kürzen.

Dann liegen die Menschen platt am Boden und sind dann willig, weil jedes Nichtgehorchen harte Strafen nachsichziehen, für jedes Geld jede Arbeit anzunehmen.

Darum wird Europa gebraucht. Darum der schnelle Drang nach dem Fiskalpakt.
Darum die Diktatur des Sparens u. der Finanzen.

Empfehlen
Fabian Temme
Fabian Temme (raindug) - 24.04.2012 09:39 Uhr

In einer Transfergesellschaft ist dieses Falsch

Leider bedeutet es in der europäischen Transfergesellschaft, wenn Deutschland spart, das wir die Schulden von anderen Ländern vermehrt übernehmen werden. Das gleiche sieht man auf Landes Kreis und Kommunalebene. So lange wie der Vorteil den man sich durch Sparen erhofft, an die jenigen geht die schon den Vorteil durch den Konsum hatten ist sparen absolut irrational und setzte falsche zeichen und Anreize für die Zuwendungsempfänger.

Empfehlen
Horst Ziegler

Deutsche Wirtschaft stellt Fragen.

Die deutsche Wirtschaft sieht diesen Kurs skeptisch. Die Krise der Staatsfinanzen in Europa und Amerika mache deutlich, wie sehr in vielen westlich geprägten Demokratien lange auf faule, schuldenfinanzierte Politikkompromisse gesetzt worden sei, zitiert die "FAZ" aus dem Schreiben. "Wir brauchen jetzt Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und weniger Schulden in Europa." Und: "Auch wir in Deutschland müssen lernen, dass Demokratie auch ohne neue Schulden funktionieren kann." Haushaltskonsolidierung sei dringend notwendig. Diese Globalforderung könnte mit Leben erfüllt werden, wenn auch die zu belastenden Gruppen genannt würden. Aber da kneift die Deutsche Wirtschaft. Wir brauchen Klarheit, Wahrheit und Härte in der Verteilungsdebatte, damit die Wähler Bescheid wissen, was die Uhr geschlagen hat! Bislang galt z.B. für die FDP immer: Lieber mehr Schulden als mehr Steuern. Auch Rössler muss "Springen".

Empfehlen
Wolfgang Richter

Sparen wozu?

Eigentlich hat Herr Driftmann Recht: Es wäre Zeit für ausgeglichene Budgets, auch wenn der Weg dahin nicht immer lustvoll ist.
Solange aber Deutschland immer mehr Transfers, Garantien, Bürgschaften, "Rettungen", etc. für alle möglichen europäischen "Freunde" leisten "muß"/will (in einigen Jahren vielleicht auch noch für Hollandes Frankreich?), ist es schwer, den Bürger zu überzeugen.
Eine besser werdende Finanzverfassung Deutschlands wird sofort genützt werden, um ihm noch mehr europäische Schulden aufzubürden.
Konsens für Sparen und ausgeglichenen Haushalt wird es erst geben, wenn sichergestellt ist, daß die Frucht der Anstrengungen uns selbst zugute kommt und nicht anderen Kostgängern.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

Jüngste Beiträge

Mütter der (Solar-)Subvention

Von Lisa Nienhaus

Wieso regen wir uns auf über billige chinesische Solarmodule? Eigentlich sollten wir uns einfach bedanken und freuen, dass die Energiewende so etwas günstiger vonstatten geht. Mehr 9 11

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --