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Umzug in Frankfurt : Der Messeturm verliert seinen wichtigsten Mieter

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Blick aus der Kabine eines Kranführers auf der Baustelle des Marienturms in Frankfurt. Dort will Goldman Sachs 2019 einziehen. Bild: Frank Röth

Der Brexit treibt immer mehr Banker aus London nach Frankfurt. Auch die Belegschaft von Goldman Sachs wird größer – und zieht in ein ganz neues Gebäude.

          Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs kann ihre Belegschaft in Frankfurt nach dem Brexit mehr als verdreifachen. Die Bank zieht vom Messeturm, wo sie bisher rund 200 Banker beschäftigt, in den neuen Marienturm, der 2019 bezugsfertig sein soll, wie ein Sprecher am Mittwoch in London bestätigte. In den oberen Stockwerken des 155 Meter hohen Turms mietet Goldman Sachs laut einem Insider rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche, wo rund 700 Banker Platz finden würden.

          Der Marienturm liegt genau gegenüber der Zentrale der Deutschen Bank im Bankenviertel der deutschen Finanzmetropole. Der 1991 erbaute Messeturm, der etwas am Rande des Finanzdistrikts liegt, verliert damit in zwei Jahren seinen wichtigsten Ankermieter. Goldman Sachs hatte dort ebenfalls die oberen Etagen gemietet.

          Deutschland-Chef Wolfgang Fink hatte bereits im September erklärt, Goldman Sachs könnte seine Mitarbeiterzahl in Deutschland wegen des Brexit verdrei- oder sogar vervierfachen. In London arbeiten derzeit rund 6000 Banker für Goldman Sachs. Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU können ausländische Banken von dort aus aber nicht mehr ihr gesamtes Europa-Geschäft steuern, sondern brauchen einen Stützpunkt in der EU. Frankfurt konkurriert vor allem mit Dublin und Paris um diese Institute.

          Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte als erstes über den neuen Mietvertrag von Goldman Sachs berichtet.

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