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Brauereien Radeberger-Chef kündigt „ganz harte Sanierung“ an

18.12.2004 ·  Deutschlands größter Bierbrauer will die Kosten beim frisch erworbenen Konzern Brau und Brunnen radikal reduzieren. Je eine Brauerei in Dortmund und in Berlin soll geschlossen werden.

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Die Radeberger Gruppe, Deutschlands größter Bierkonzern, will im kommenden Jahr weitere Brauereien aufkaufen, um den Marktanteil von derzeit 15 Prozent auszubauen. „Wir haben bei Radeberger eine Agenda 2008 aufgelegt, die `20 Prozent plus` vorsieht. Und die erreichen wir nur durch Zukäufe“, sagte Radeberger-Chef Ulrich Kallmeyer der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Gleichzeitig soll der frisch erworbene Getränkekonzern Brau und Brunnen in die Gewinnzone geführt werden. „Vorausgehen wird eine ganz harte Sanierung. Brau und Brunnen wird keine Beschäftigungsgesellschaft mehr sein, sondern Geld verdienen. Wir müssen den Konzern entschulden, Hierarchien und Stellen abbauen, Budgets kürzen.“

Die zum Bielefelder Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe AG hatte Brau und Brunnen für stattliche 360 Millionen Euro übernommen und sich dabei Überkapazitäten in Dortmund und Berlin eingehandelt. Kallmeyer will nun die Kosten um 20 Prozent senken und denkt dabei auch an die Schließung je einer Brauerei in Dortmund und Berlin. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kündigte Kallmeyer Gespräche mit den Betriebsräten vor Ort für Januar 2005 an. „Wir wollen den Stellenabbau sozialverträglich regeln“, erklärte Kallmeyer.

Zu Branchengerüchten, Oetker beabsichtige einen Verkauf der Premiummarke Jever, um den Kaufpreis für Brau und Brunnen zu refinanzieren, sagte Kallmeyer: „Völliger Schwachsinn. Jever war eines der Hauptmotive, Brau und Brunnen zu kaufen.“

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Von Heike Göbel

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