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Brasilien : Riesiger Urwald soll zu Kupfer-, Gold- und Eisenminen werden

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So sehen brasilianische Urwaldgebiete aus: Hier ein Gebiet direkt am Amazonasfluss. Der galt bislang als natürliche Grenze für den Rohstoffabbau. Bild: dpa

Brasilien gibt ein riesiges Urwaldgebiet zur Rohstoffförderung frei. Es ist größer als Baden-Württemberg. Unter anderem soll es dort Kupfer, Gold, Eisenerz und Mangan geben. Umweltschützer sind besorgt.

          Brasiliens Regierung hat ein Urwaldgebiet nördlich des Amazonasflusses für die Rohstoffförderung freigegeben. Das berichten örtliche Medien. Das unter dem Namen „Renca“ bekannte Gebiet ist mit rund vier Millionen Hektar größer als Baden-Württemberg. Umweltschützer hatten vor der Freigabe gewarnt, da Naturschutzgebiete und indigenes Land in der Region liegen.

          Schon seit den Sechzigerjahren hatten sich brasilianische und ausländische Unternehmen für das Gebiet interessiert. Dort sollen reiche Vorkommen an Kupfer, Gold, Eisenerz, Mangan und anderen Rohstoffen liegen. Um das Gebiet vor dem Zugriff ausländischer Unternehmer zu schützen, beschloss die damalige Militärdiktatur 1984 die Einrichtung der „Renca“ (Nationale Kupfer-Reserve). Damit waren wirtschaftliche Aktivitäten dort blockiert.

          Amazonasurwald hat schon ein Fünftel seiner Fläche eingebüßt

          Schon im März hatte das Ministerium für Bergbau und Energie jedoch die Aufhebung der „Renca“ und damit die Freigabe des wirtschaftlichen Abbaus der Rohstoffe gefordert. Allerdings stieß dies auf Widerstand von Umweltschutzverbänden. Rund 69 Prozent des Gebietes sind mittlerweile in Naturschutzgebiete und indigene Reservate umgewandelt worden. So befinden sich dort neun Naturparks sowie das indigene Territorium des Wajapi-Volkes.

          In den vergangenen Jahrzehnten hat Brasiliens Amazonasurwald schon rund ein Fünftel seiner ursprünglichen Fläche verloren, hauptsächlich südlich des Amazonas-Flusses. Bisher galt dabei der Amazonas als natürliches Hindernis. Umweltschützer befürchten nun, dass mit dem beginnenden Rohstoffabbau auch die Zerstörung nördlich des Flusses eingeleitet wird.

          Quelle: KNA

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