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Bollywood : Frauen dürfen in Indien jetzt als Maskenbildner arbeiten

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Visagistinnen in Indien konnten bislang nur für Hochzeitsfeiern oder Mode-Shows arbeiten - nicht aber für die Filmindustrie Bild: AFP

In der indischen Filmindustrie durften bislang nur Männer Maskenbildner werden. Indiens oberster Gerichtshof hat das Berufsverbot für Frauen nun als diskriminierend verworfen.

          Der oberste Gerichtshof Indiens hat ein Berufsverbot für Frauen als Maskenbildner aufgehoben. In der indischen Filmindustrie sei das Schminken bislang Männern vorbehalten gewesen, während Frauen sich um die Haare der Schauspieler kümmerten, berichtete die indische Zeitung „Indian Express“ am Dienstag. Diese 59 Jahre alte Praxis sei diskriminierend, erklärte der Supreme Court laut der Zeitung nun. „Wir werden das nicht zulassen. Die Verfassung erlaubt das nicht“, zitierte die Zeitung einen der Richter.

          Die zuständigen Gewerkschaften argumentierten laut dem Bericht, die Trennung sei notwendig, damit  Männer nicht ihrer Arbeit beraubt würden. Doch die Richter erklärten: „Die Klausel muss sofort verschwinden. Wir leben im Jahr 2014, nicht 1935. So etwas darf nicht einen Tag länger bestehen bleiben.“ Das Gericht in Neu Delhi habe auch die Regierungen der zuständigen Bundesstaaten kritisiert, nicht eher etwas unternommen zu haben.

          In Indien gibt es große Filmindustrien in den Zentren Mumbai (Bollywood), Hyderabad (Tollywood), Chennai (Kollywood), Kolkata und Bangalore. Visagistinnen konnten wegen der Berufsaufteilung durch die Film-Gewerkschaft bislang für Hochzeitsfeiern oder Mode-Shows arbeiten.

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