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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Börsenhandel Heftiger Widerstand gegen Finanztransaktionssteuer

 ·  Nicht nur die Hochfequenzhändler zittern vor der von Angela Merkel vorangetriebenen Finanztransaktionssteuer: Nachteile werden auch für die Altersvorsorge erwartet und für die Börse Eurex in Frankfurt. Sogar beim Koalitionspartner FDP regt sich Protest.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (55)
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Jens Harke
Jens Harke (jha2000) - 18.02.2013 12:56 Uhr

Sparerfreibetrag erhöhen

Ob weniger Liquidität am Markt immer gut ist, sollen andere beantworten.
Ob das Verdrängen regulärer Aktienkäufe in Derivate gut ist, sollen andere entscheiden.
Die FAZ bot in der Vergangenheit Artikel über das erschrechende und unvorstellbare Ausmaß von Derivaten.
Ok. Aber die FTS wird NUR der Kleinsparer mit privaten Portfolio oder Fonds bezahlen. Übrigens wird über Fonds doppelt abkassiert!? Innerhalb des Fonds für Umschichtung und für den Fondkauf des Anlegers selbst nochmal.
Wenn die Politik den Kleinsparer und privat Vorsorgenden nicht als Spekulant denunzieren will, muss der Sparerfreibetrag erhöht werden.

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Peter Alt
Peter Alt (petera000) - 17.02.2013 15:44 Uhr

Eigentlich müsste man was bekommen als zu zahlen

Eigentlich müssten, die Anleger, welche verantwortungvoll und selbstständig für ihre Alter VORSORGEN dafür belohnt werden aber das umgekehrte ist der Fall. Verkehrte Welt?
Wer, wie ich seit etwa 15 Jahren, also noch weit vor Riester anfing "privat für mein Alter vorzusorgen" werde bestraft, dass ich das tue. Oder? Ich, als "mündiger Bürger", habe bisher keinen Cent von dem, was ich bisher für "das Alter zurückgelegt habe", angerührt aber dafür schon einiges an Steuern bezahlt. Mit "Riester" wollte man dieses Vorgehen belohnen. Ich habe mir Riester damals "angesehen" und bin damals schon, wie sich zwischenzeitlich "herausstellt", zu dem Schluss gekommen, dass Riester zu sehr reglementiert und damit "zu teuer" ist. Der Spruch vom "mündigen Bürger" ist vor diesem Hintergrund leider nur ein Lippenbekenntnis.
Was hat der Staat für ein Bild von seinen Bürgern? Wenn ich P.Steinbrück höre, sind das alles "böse Spekulanten und Steuerhinterzieher". Welch ein verachtendes Bild über seine Bürger?

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Peter Alt
Peter Alt (petera000) - 17.02.2013 15:29 Uhr

Scheinheiligkeit oder Unwissenheit?

Ist es Scheinheiligkeit oder Unwissenheit?
Die FTS wird u.a. damit begründet, dass nicht so viel "spekuliert" wird.
Zumindest für den Privatanleger (Anleger!) fallen beim Kauf und Verkauf Gebühren in Höhe von etwa rund 1 % an (plus, falls er mit Gewinn verkauft die Abgeltungssteuer, der Soli und ggf. Kirchensteuer, ). Nun soll eine Steuer von 0,1 % damit GERECHTfertigt werden, dass man die Spekulation "eindämmen" will. Wer genau nachdenkt, kann nur zu dem Schluss kommen, dass diese Argumentation keinen Sinn ergibt, sondern nur wieder zusätzliche Abgaben "RECHT"fertigen soll.

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Till Jenisch
Till Jenisch (budwow) - 17.02.2013 13:38 Uhr

jeder deutsche Sparer verliert mit der FTS

der dt. Anleger wird die Steuer bezahlen, nicht die sog. "Spekulanten", jeder Investmentfonds benutzt ebenfalls zur Feinsteuerung die "Teufelsderivate"; deren Transaktionskosten bspw. bei DAX und Bund, verzehnfachen sich; diese Kosten kommen also neben der 0,1% Steuer auf "normale" Aktien/Anleihentransaktionen hinzu; die Rendite jedes Fondssparplans, jeder fondsgebundenenen Lebensversicherung, etc. wird man vergessen können

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Closed via SSO
Klaus Wege (covenants) - 17.02.2013 12:08 Uhr

Deka-Fonds: Vertriebsprovision 3,75%+ Bestandsprovision 1,25%p.a. = 50x Finanztransaktionssteuer

...auf den vollen Einsatz - allein für den Vertrieb in den ersten 12 Monaten. Dazu treten die Vergütungen für das Treiben des Fonds selbst. ( Quelle: Kanzlei Tilp, Anwalt Heinrich im HB )
So lustig geht es zu im Milieu derer, die jetzt mit Krokodilstränen das Kleinanlegerwohl beschwören.
Die Citibank (heute Targobank) vereinnahmte beim Vertrieb bestimmter Lehmanzertifikate eine Provision von 3% gefolgt von jeweils 3,05% als Bestandsprovision in den Folgejahren. Schon allein die Bestandsprovision belastet das Ergebnis jährlich mit dem 30-Fachen einer Finanztransaktionssteuer auf den vollen Einsatz.
Noch unbekümmerter langte die Commerzbank hin:
Durch ein Urteil des OLG Frankfurt ( Az. 9 U 153/09) wurden dort Vertriebsprovisionen von zwei Medienfonds transparent: VIP3 mit 8,25% und VIP4 mit 8,75% ...

Wenn jetzt das Milieu der Scheinleister, Spesenritter und Umverpacker das Kleinanlegerwohl (Altersvorsorge) vorschiebt, dient dies offenbar dem Zusammentreiben von Narren als Sichtschutz.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 13:40 Uhr
Thomas Ilias

und?

was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Bei Fonds ist es doch wie überall: Wenn man nicht vergleicht, zahlt man zu viel.

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Andreas Pätzold

Kleinkram

"Für die Vermittlung von geschlossenen Fonds ist die Spanne der Provisionen relativ groß: Zwischen fünf und 15 Prozent der Einlage verlangen Vermittler für ihre Beratung. Da ein Anleger meist mehrere zehntausend Euro auf einen Schlag investiert, verdient der Vermittler folglich oft mehrere tausend Euro an einem einzigen Geschäft.
Bei einer durchschnittlichen Anlagesumme von 30.000 Euro für einen geschlossenen Fonds und einem mittleren Provisionssatz von zehn Prozent wären das also bereits 3000 Euro Verdienst. Wenn der Vermittler seinen Provisionssatz hochschraubt oder den Anleger von einer noch größeren Investitionssumme überzeugt, kann es auch deutlich mehr werden." quelle webseite Handelsblatt.

Ich habe auch schon von Fällen gelesen wo die Provision bei geschlossenen Fonds 20% betrug. Allein für den Vermittler!! Da sind noch keine Verwaltungskosten abgezogen.

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Manfred Schunk

Abzocke der Sparer

Die Finanztransaktionssteuer soll also eingeführt werden, wahrscheinlich, damit wir normalen Bürger glauben, die Politik in Berlin und in Brüssel tut was gegen die die Wildwüchse an den Finanzmärkten.
0,1% Transaktionssteuer pro Aktientransaktion und 0,01% pro Derivat. Das ist die Enscheidung bei der EU, die kommen soll. Hallo ? Warum wohl soll der volkswirtschaftlich sinnvolle Transfer von Unternehmensanteilen (Aktien) 10x so stark besteuert werden, wie so ein sinnloses Derivat ? Kann mir das einer bitte erklären? Ich habe einfach den Verdacht, dass sich wieder mal die Finanzlobby durchgesetzt hat.
Wahrscheinlich haben auch viele Politiker nicht verstanden, um was es da geht, geschweige die Mehrheit der Bürger.
Der normale Aktiensparer wird durch solch einen Unsinn bestraft, die Finanztransaktionen der Banken werden geschont.
So erkläre ich mir das, nirgendwo habe ich Argumente gelesen, die mir erklären, warum das gut sein soll.

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Gerhard Storm

Eine Kanzlerin, die Überblick verloren hat, möchte Finanztransaktions- (Dummen)-Steuer in der Welt

einführen. Anstatt sich endlich darum zu kümmern, dass die seit Langem sträflich verschonten gefährlichen Schattenbanken - Hedge-Fonds u.a. - reguliert werden, sollen nun Krethi und Plethi mit ihren bescheidenen Wertpapiergeschäften der neuen Steuer unterworfen werden. Die SPD-Schlafmützenorganisation - bzw. -Pro-Position - ist wie immer auch dafür. Manche neidischen Genossen freuen sich, dass ihr fähiger Kandidat bei der Anlage seiner Redegelder auch Steuern bezahlen muß. Zudem käme zusätzlicher Geldsegen der SPD bei einem Wahlgewinn ihrem Umverteilungsdenken - weg von den Leistungsträgern - entgegen.

Die Dummen von CDU, SPD, Grünen bilden wieder einmal eine blendende Mega-Koaltion. Weil sie nicht wissen, dass sich die eigentlichen, schlauen Verursacher der Finanzmisere der o.a. Steuer entziehen können u. werden u. die Steuer damit kontraproduktiv wirkt. Auch Frankfurt wird verlieren. Wg. anhaltenden Mißerfolgs scheint die CDU blind vor Angst, auch für Steuerirrsinn!

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A. Dahlke

Stichwort Kapitalverkehrsfreiheit

Mich ärgert es nur, dass das gesamte Projekt so löchrig wie ein Sieb ist. Hier picken sich mal wieder die üblichen Verdächtigen (GB, NL, LUX, etc) die Rosinen raus, um ihr perveses Geschäftsmodell zu stärken! Die NL argumentiert, dass es ihnen € 550,- pro Pensionär kosten würde? Ausgehend von welcher Summe? Dieser Betrag macht ja selbst nur ein Bruchteil einer monatlichen Ausschüttung aus! Dem Hochfrequenzhandel weine ich keiner Träne nach und der Liquidität der Märkte wird es eh kein Bein brechen - der ist mit Euros sowieso zugemüllt.

Ja, auch bei dieser Steuer werden zum Schluss wieder die Falschen zahlen müssen. Kommt halt davon, wenn man die EU nur auf das Fundament des Binnenmarktes aufbaut, anstatt auf ihre Bürger.

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Dr. Hans Juergen Gruener

Wenn es um Geld geht, bekommt man immer zu wenige unter einen Hut

Deswegen gibt es z.B. auch in meinem Beruf kein solidarisches Verhalten und wir werden von den Herrschaften, denen daran gelegen ist uns billig, billig und willig haben zu können, regelmäßig nahezu in unserer Gesamtheit kontinuierlich nach unten befördert und dies unter tätiger Mithilfe von Personen, die vorgeblich unsere Interessen vertreten, aber ihren extrem hohen Preis nach Meinung meines Anwalt wert sind, weil sie ihre Gage dadurch, dass sie unsere terms of trade ständig verschlechtern, mit Sicherheit wieder reinholen, jedenfalls für die, die über uns sind und uns insgesamt nur als Kostenfaktor sehen.

Für die wenigen Ausnahmen bestehen solche Sonderbedingungen, dass diese happy few ohnehin mit dem Durchschnitt überhaupt nicht vergleichbar sind.

Aus meiner Sicht ist das mit den meisten "übergreifenden" wirtschaftlichen Steuerungsmaßnahmen genau dasselbe bzw. muss jeder sehen, wie er zurecht kommt. Das gilt bis weit ins linke politische Spektrum hinein und wird immer so gemacht.

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Elisabeth Dreier

Heftigen Widerstand muss es vor allem gegen W. Schäuble, A. Merkel, Steinbrück und Trittin geben.

Die derzeit im Bundestag agierenden Parteien haben sich ausschließlich für europäische Interessen bzw. für die Interessen einer kleinen Klientel eingesetzt. Da ist die Linke, die sich gegen den ESM einsetzte noch positiv zu werten, aber sie wollen letztlich nur noch mehr Bürokratie und höhere Steuern um mehr Geld umverteilen zu können. 0,01 Prozent erscheinen zwar marginal, aber dieser Satz wird bei Bedarf sicher erhöht werden. Die Arbeitnehmer sollen für ihre Rente selbst vorsorgen, um genau auf diese Vorsorge Steuern zu erheben, wie pervers ist dieses System. Ganz abgesehen von den Vorschriften die man bei der Riesterrente einzuhalten hat und diese damit nur für die Finanzindustrie rentabel macht. Der Bundestag gehört ausgefegt. Es muss mehr direkte Demokratie geben und eine andere Parteienlandschaft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 12:13 Uhr
Christian Duus

Werte Frau Dreier

0,01 Prozent bei Derivaten ist mitnichten marginal, da es sich auf den NENNWERT bezieht.

Am Bsp. eines Bund Futures Kontrakt sei dies erläutert:

Der Kauf EINES Bund Futures Kontraktes entspricht einem NENNWERT von 140.000 Euro. Dies ergäbe bei 0,01% 14 Euro. Sollte man wie üblich diesen Kontrakt wieder schließen (roundterm) fielen weitere 14 Euro also 28 Euro an, was total etwa 3 Ticks ausmacht. Aktuell betragen die Kosten incl. Börsengebühren, die von professionellen Händlern zu zahlen sind 0,92 Euro (roundterm).

Es ist leicht zu verstehen, dass der Handel mit BUFu damit eingestellt würde mit Folgen für Zinshöhen, Risikoprämien und Kapitalangebotesfunktion auf die Basis nämlich Bundesanleihen!

Es

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Christian Duus

Der Wohlfahrtseffekt dieser neuen Steuer

35 Mrd € p.a. zusätzliche Steuereinnahmen, zum Wohle der Bevölkerung natürlich ;-) Propagandistisch und für alle Gutmenschen noch mehr aufgehübscht, da hiermit pr. böse Zocker, Hochfrequenzhändler u.s. Parasiten zur Kasse gebeten werden.

Die Frage bleibt, wie realistisch ist das denn alles? Werden diese Zocker dann überhaupt noch Bund Futures handeln oder auf andere Märkte ausweichen? Wird Siemens, welches auch diese Steuer zu entrichten hätte, bspw. bei der Absicherung von Projektfinanzierungen, dies weiterhin aus Deutschland heraus tun. Müsste die Allianz allein schon aus der Verpflichtung gegenüber dem Interesse der Aktionäre ganze Abteilungen ins Ausland verlegen? Wird diese Steuer das Geschäftsmodell der Deutschen Börse völlig vernichten? Werden hiermit 10tausende hochqualifizierte Arbeitsplätze aus dem Lande getrieben und geht das dortige Know How für immer verloren?

Was für ein Wahnsinn und es wird so kommen. Danke Angela für diesen Dienst am Vaterland!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 13:34 Uhr
Elisabeth Dreier

Weil es dem Sparer an das Geld geht.

Und wer hohe Steuern(Lohn-, Umsatz-, Benzin-, Tabaksteuer,...) zu zahlen hat um auch ja allen einen bequemen Platz vor der Klotze einzurichten, der kann sich schon aufregen, dass nun auch noch eine extra Steuer auf seine Anlagen beim Umschichten anfallen. Also je Order(Kauf/Verkauf) - zusammen 0,02% und dabei wird es nicht bleiben, denn dies ist eine neue Steuer, die dann nach Bedarf erhöht werden kann. Also darüber kann ich mich schon ärgern und aufregen. Und nur damit dieser fanatische Lügenbaron weiter seiner Europaidee nachgehen kann. Weg mit dem Euro, raus aus der EU, weg mit CDUCSUFDPSPDGrünenLinken!

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Andreas Neubert

@Elisabeth Dreier

"Der Rest würde an anderen Plätzen handeln."

Na, dann ist doch alles prima für die Finanzindustrie! Warum regen die sich denn dann so auf?

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Elisabeth Dreier

Oh je, Herr Neubert. Wer zahlt diese Steuer? Nur der kleine Arbeitnehmer und der Mittelstand.

Der Rest würde an anderen Plätzen handeln.
"Lassen wir's doch mal drauf ankommen." Was meinen Sie Herr Neubert? Meinen Sie etwa, dass künftig die Bundesanleihen künftig nur noch in London zu vernünftigen Kursen und Preisen zu beziehen sein sollen? Oder das künftig die Zinssatz(Lebensvers., Bausparvertrag, Unternehmensanleihen) sich an dem Libor, statt an dem Euribor orientieren soll, da kaum mehr Handel an der Eurex stattfindet. Nein, dies möchte ich nicht "drauf ankommen" lassen. Alle Steuern in Deutschland gehören auf den Prüfstand und müssen vereinfacht werden, dann kann man neue Steuern diskutieren. Und ich meine Diskutieren nicht nur im öffentl. Rundfunk und nicht Beschließen.

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Andreas Neubert

@Christian Duus

"Die Frage bleibt, wie realistisch ist das denn alles? Werden diese Zocker dann überhaupt noch Bund Futures handeln oder auf andere Märkte ausweichen? Wird Siemens, welches auch diese Steuer zu entrichten hätte, bspw. bei der Absicherung von Projektfinanzierungen, dies weiterhin aus Deutschland heraus tun. Müsste die Allianz allein schon aus der Verpflichtung gegenüber dem Interesse der Aktionäre ganze Abteilungen ins Ausland verlegen? Wird diese Steuer das Geschäftsmodell der Deutschen Börse völlig vernichten? Werden hiermit 10tausende hochqualifizierte Arbeitsplätze aus dem Lande getrieben und geht das dortige Know How für immer verloren?"

Lassen wir's doch mal drauf ankommen. Stellen Sie sich vor, diese Steuer kommt und nichts passiert! Oder auch andere Länder kommen auf den Geschmack, diese Steuer einzuführen!

Die "Dann gehen die alle ins Ausland!"-Fraktion hat das Blatt sehr hoch ausgereizt.
Genug gepokert. Die Karten sollen endlich auf den Tisch.

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Hans Böhringer

Vox populi

Frau Merkel entscheidet so, wie sie glaubt am meisten Wählerstimmen holen zu können
- "Energiewende" um die Ängste der Bürger zu besänftigen
- "Transaktionssteuer" damit die "Reichen" geschröpft werden
nur merkt der Bürger nicht, daß nur er alleine geschröpft und entmündigt wurde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 10:09 Uhr
Andreas Neubert

@Hans Böhringer

"(...) nur merkt der Bürger nicht, daß nur er alleine geschröpft und entmündigt wurde."

Wieso dann die ganze Aufregung und Widerstand in der Finanzwelt, wenn das die eh nicht trifft?

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Caspar Mendrzyk

Parteienstaat ohne soziale Gerechtigkeit.

Früher hieß es, Sozis können nicht mit Geld umgehen. Die " Konservativen ", die CDU , haben längst aufgeschlossen. Steuer- und finanzpolitisch herrscht inzwischen nur noch der helle Wahnsinn. Die nächste Katastrophe folgt wie das Amen in der Kirche. Mit dieser völllig unvernünftigen, als Bestrafung der Banken gedacht oder christlicher als Finanzierung zum Zwecke der Bankenrettung deklariert, werden der gesamten Privatwirtschaft erneut
2-stellige Milliardensummen zugunsten der Verfügungsmasse der herrschenden Parteienautokratie entzogen. Und während die Bankenboni weiterhin den Parteienschutz genießen trifft es im vorliegenden Fall erneut die arbeitende Bevölkerung und ihre Alterssicherung.
Es trifft die Krankenschwester wie den Lokführer oder Polizisten, wieder in erster Linie die Ärmsten unter den Armen. Denn jeder mühsam erarbeitete Rentenpfennig wird bei seiner Anlage
erneut besteuert. Der Reiche hat sein Wertpapierkonto legal ins Ausland ohne Verrückten-steuer geschafft.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 12:21 Uhr
Caspar Mendrzyk

Es kommt weniger darauf an, wieviel auf den Einzelnen entfallen.

Es geht doch dabei weniger um die Privatanlage. Wer sorgt denn in Deutschland im Mittel-
stand schon privat vor ? Es geht um die von Rententrägern, Versicherungsgesellschaften etc.
verwalteten Altersgelder. Und auf die entfallen der Großteil der nunmehr zusätzlich steuerpflichtigen Anlagebewegungen, zumal die Anlage in Staatspapiere imZeitalter des Nullzinses weitgehend ausfällt. Und insgesamt geht es dabei um 2-stellige Milliardenbeträge, bei dem Einzelnen mag das kein Gewicht haben, aber darauf kommt es ja wohl nicht an. 1% Erhöhung der Mehrwertssteuer mag bei einer 80-järigen und ihren 2 Yoghurts am Tage auch nicht ins Gewicht fallen. Entscheidender sind die gesamtwirtschaftlichen Umschichtungen. Und natürlich bleibt es nicht bei o,1 %. Bei den 300 Milliarden Griechentransfer ist auch volkswirtschaftlich weniger entscheidend, wieviel davon auf den Einzelnen entfällt. Dennoch ist der Gesamtschaden gigantisch.

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Elisabeth Dreier

0,01 % Herr Schubert.

Aber jeder Arbeitnehmer muss für seine Rente vorsorgen, dies mit erheblichen Vorschriften wie man dies tun darf um die staatl. Förderungen bzw. Vorteile der Riesterrente zu erhalten. Wie sich nun herausstellt kam dies aber nur den Verkäufern und Verwaltern von Finanzprodukten zu Gute. Daneben, wenn jeder selbst vorsorgen soll, wie kann man extra Steuern darauf erheben? Ganz abgesehen, dass mit dieser Steuer der Handelsplatz Frankfurt gegenüber London,... ins Hintertreffen gerät. Auch wird der Steuersatz in Zukunft mit Sicherheit erhöht. Also was soll dieser Mist?

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Dirk Schubert
Dirk Schubert (dschub) - 17.02.2013 09:26 Uhr

Krankenschwestern und Lokführer im Hochfrequenzhandel?

Wenn ich die 0,1% beispielsweise mit den bei aktiv gemanagten Fonds üblichen Gebühren vergleiche, erscheint mir das doch eher lachhaft. Wenn die Krankenschwester ein paar mühselig abgesparte Euros z.B. in einem Fonds anlegt, zahlt sie womöglich erstmal 5% 'Ausgabeaufschlag' und danach gerne 1,5% jährlich an Gebühren an die Fondgesellschaft und eventuell noch Verwahrungsgebühren für die Papiere. Die Depotbank erhebt beim Kauf der Wertpapiere gerne mal sowas wie pauschal 10 € für die Transaktion. Beim Verkauf wird diese Gebühr erneut fällig.

Was sind dagegen 0,1%? Dieser Steuersatz ist für jemanden, der sein Erspartes anlegen und hin und wieder umschichten möchte, nahezu zu vernachlässigen.

Es regen sich jetzt wohl eher diejenigen auf, die ihrerseits an anderen Stellen völlig ungeniert bei den 'Privatanlegern' die Hand aufhalten.

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Franz Nagel
Franz Nagel (FN57) - 17.02.2013 01:03 Uhr

Das groteske Arsenal an Gegenargumenten ist ein starker Indikator...

...dafür, daß diese Steuer genau die Richtigen trifft. Um "Kleinsparer", ihre "Altersvorsorge" und die "mittelständische Betriebe" wollen die gewerbsmäßigen Spieler und ihre politischen Freunde besorgt sein? Hallo, geht's noch ein bißchen alberner?

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 17.02.2013 00:58 Uhr

Hochfrequenzhändler erfüllen eine wichtige Funktion.

Ohne Hochfrequenzhandel bekäme ich nicht die Aktien, die ich haben möchte und wenn, dann zu einem höheren Preis. Wenn ich in Frankfurt oder Stuttgart kanadische Aktien kaufe, dann bin ich darauf angewiesen, dass die Aktie häufig genug gehandelt wird. Diese Aktien werden aber selten gehandelt und in Toronto möchte ich nichts ordern. Ich mache das lieber an deutschen Börsen. Ich bin darauf angewiesen, dass irgendein Arbitrage-Händler oder sein Algorithmus erkennt, der Zunker an der Börse Stuttgart möchte Aktie CA123. Der Händler kauft die Aktie in Toronto und verkauft sie an mich in Stuttgart. Er muss einen Gewinn aus diesem Arbitrage-Geschäft ziehen, aber der wird geschmälert und demzufolge leiden auch deutsche Kleinaktionäre unter diesem Mist.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 13:46 Uhr
Thomas Ilias

Woher kommt das?

woher haben sie bitte diese Information? Das stimmt leider hinten und vorne nicht.
Es gibt sicherlich den Fall, dass Hochfrequenzhändler sich "nach vorne drängeln" dürfen, sofern sie einen Preis stellen der so gut ist wie das was sonst am Markt geboten wird. Meist ist das allerdings der "Lohn" dafür, dass der Händler an für ein bestimmtes Wertpapier als sog. market maker auftritt und dafür garantiert, dass immer ein Mindestmaß an Liquidität im Markt ist für das spezifische Wertpapier. Das impliziert auch potentiell verlustreiche Geschäfte.
Und ohne Liquidität sind die Preise am Markt nicht wirklich aussagekräftig.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 17.02.2013 11:09 Uhr

Man müsste wissen, wie der Hochfrequenzhandel funktioniert----

Gegen Extrabezahlung erhalten einige Händler das Recht, dass ihre Aufträge ganz vorn in die Schlage der vorliegenden Kauf-Aufträge geschoben wird.
Wenn der normale Aktienkäufer seinen Kaufauftrag erledigt, hat der Hochfrequenzhändler schon wieder verkauft.
Der Hochfrequenzhand "killt" jeden normalen Handel - alles andere ist dummes Zeug.
Der Hochfrequenzhandel ist ein Domäne der Banken und Spekulanten
und deshalb muss hier die FTT eingeführt werden und zwar schnell.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 17.02.2013 09:50 Uhr

... eine wichtige Funktion für einige wenige

und so ist es nur fair, wenn diese Zwischenhändler ihre Gewinne angemessen versteuern und so, wie jeder andere Zwischenhändler auch, ihren Beitrag fürs Gemeinwesen leisten.

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Jörg Grunewald

SOGAR bei der FDP?

Wieso denn „sogar“? Weil die FDP ja früher eher für Ihren gnadenlos bankenfeindlichen pro-Steuer-Anti-Finanzkapital-Kurs bekannt war? Und jetzt ist SOGAR sie gegen die Finanztransaktionssteuer? Richtig müsste es heißen: Erwartungsgemäß ist auch die FDP dagegen.

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Roswitha Wels

April, April!

Ich wundere mich sehr, daß die Kommentatoren hier zum obigen Artikel nicht auf das Wesentliche eingehen, und zwar auf die Differenz zwischen 0,01 % auf Bankenspekulationen
(z. B. Wetten auf Nahrungsmittel, Leerverkäufe, HedgeFonds, Derivate) und 0,1 % für die kleinen Privatanleger. Der kleine Mann wird wieder einmal barbiert nach dem Motto Kleinvieh macht mehr Mist. Da müht man sich ab, seine Altersvorsorge aufzubauen und schon heißt es "April, April".

Eigentlich habe ich nach den ersten Medienberichten in Funk und Fernsehen eine große Protestwelle erwartet, aber der Mensch ist eben nur eine trullige Schlafmütze.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 09:09 Uhr
Dirk Schubert
Dirk Schubert (dschub) - 17.02.2013 09:09 Uhr

0,1% auf Aktien- und Anleihenhandel, 0,01% auf Handel mit Derivaten.

Handeln Banken nicht mit Aktien und Anleihen? Dürfen Privatanleger keine Derivate handeln? Bitte erklären Sie Ihre Behauptung, der Steuersatz von 0,1% würde nur Privatanleger treffen.

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Michael Kamp

Jaja, wer die FDP-Sandalen anhat ist immer nach allen Seiten offen

Liebes Röslein, lieber Wissing,wie schon ein Vorkommentator erwähnte, für Kleinsparer sind die Stellen vor dem Komma wichtig nicht danach, außerdem wäre es einfach, abziehbare Pauschalen einzuführen.
Einige FDP-Politiker die direkt oder indirekt Beraterverträge mit der Finanzindustrie haben, sollten sich in die Ecke stellen und schämen, dass sie wieder einmal das James Bond Prinzip "Sag niemals nie (nein)" verfolgen. Ich hoffe nur, dass von dieser Steuer auch der Hochfrequenzhandel betroffen sein wird, denn dieser zieht Geld aus dem System, zu Lasten der kleineren und mittleren Händler. Die lächerlichen Erklärungsversuche von interessierter Seite, dass dies ja allen Anlegern hilft, sind genauso platt wie durchschaubar.
Besonders die FDP zeigt mir wieder einmal, dass mein alter Professor recht hatte wenn er von Demokratie sprach und sagte "Wie sind nicht mehr in einer Diktatur, aber in einer Tricktatur"! Natürlich bemüht sich die FDP nicht als Bad Guy dazustehen, dies aber mit lächerl

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 16.02.2013 22:22 Uhr

Die City of London ist das große Übel!

Dort werden die ganzen kriminellen Finanzgeschäfte abgewickelt.
Durch die Steuer wird ausgerechnet die City noch gestärkt, weil dann alle Geschäfte dorthin abwandern. Es wird zwingend notwendig, das GB endlich aus die EU rausgeschmissen wird!

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Thomas Ilias

Informationsmangel

Es ist fast unglaublich wie oberflächlich viele Kommentatoren hier informiert sind und alles nachplappern was HFT-Gegner sich so aus den Fingern gezogen haben.
Dass jede anständig durchgeführte wissenschaftliche Studie keines der Argumente untermauert, bleibt wieder unerwähnt.
Gerade die HFT-Algo-Händler sind diejenigen, die in schwierigen Marktsituation auf der Angebotsseite agieren und Liquidität anbieten, die gerade in diesen Situationen notwendig ist.
Quelle? - Einfach mal auf scholar.google.com ein wenig suchen und sich informieren.
Alternativ: Einfach uninformiert bleiben und hier den Mist nachplappern den einige Politiker von sich geben um sich nicht mit tiefergehenden, strukturelleren Problemen beschäftigen zu müssen.

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15.02.2013, 16:40 Uhr

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