15.02.2013 · Nicht nur die Hochfequenzhändler zittern vor der von Angela Merkel vorangetriebenen Finanztransaktionssteuer: Nachteile werden auch für die Altersvorsorge erwartet und für die Börse Eurex in Frankfurt. Sogar beim Koalitionspartner FDP regt sich Protest.
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Ob weniger Liquidität am Markt immer gut ist, sollen andere beantworten.
Ob das Verdrängen regulärer Aktienkäufe in Derivate gut
ist, sollen andere entscheiden.
Die FAZ bot in der Vergangenheit Artikel über das erschrechende und
unvorstellbare Ausmaß von Derivaten.
Ok. Aber die FTS wird NUR der Kleinsparer mit privaten Portfolio oder
Fonds bezahlen. Übrigens wird über Fonds doppelt abkassiert!?
Innerhalb des Fonds für Umschichtung und für den Fondkauf des
Anlegers selbst nochmal.
Wenn die Politik den Kleinsparer und privat Vorsorgenden nicht als
Spekulant denunzieren will, muss der Sparerfreibetrag erhöht werden.
Eigentlich müsste man was bekommen als zu zahlen
Eigentlich müssten, die Anleger, welche verantwortungvoll und
selbstständig für ihre Alter VORSORGEN dafür belohnt
werden aber das umgekehrte ist der Fall. Verkehrte Welt?
Wer, wie ich seit etwa 15 Jahren, also noch weit vor Riester anfing
"privat für mein Alter vorzusorgen" werde bestraft, dass
ich das tue. Oder? Ich, als "mündiger Bürger", habe
bisher keinen Cent von dem, was ich bisher für "das Alter
zurückgelegt habe", angerührt aber dafür schon
einiges an Steuern bezahlt. Mit "Riester" wollte man dieses
Vorgehen belohnen. Ich habe mir Riester damals "angesehen" und
bin damals schon, wie sich zwischenzeitlich "herausstellt", zu
dem Schluss gekommen, dass Riester zu sehr reglementiert und damit
"zu teuer" ist. Der Spruch vom "mündigen
Bürger" ist vor diesem Hintergrund leider nur ein Lippenbekenntnis.
Was hat der Staat für ein Bild von seinen Bürgern? Wenn ich
P.Steinbrück höre, sind das alles "böse Spekulanten
und Steuerhinterzieher". Welch ein verachtendes Bild über
seine Bürger?
Scheinheiligkeit oder Unwissenheit?
Ist es Scheinheiligkeit oder Unwissenheit?
Die FTS wird u.a. damit begründet, dass nicht so viel
"spekuliert" wird.
Zumindest für den Privatanleger (Anleger!) fallen beim Kauf und
Verkauf Gebühren in Höhe von etwa rund 1 % an (plus, falls er
mit Gewinn verkauft die Abgeltungssteuer, der Soli und ggf.
Kirchensteuer, ). Nun soll eine Steuer von 0,1 % damit GERECHTfertigt
werden, dass man die Spekulation "eindämmen" will. Wer
genau nachdenkt, kann nur zu dem Schluss kommen, dass diese
Argumentation keinen Sinn ergibt, sondern nur wieder zusätzliche
Abgaben "RECHT"fertigen soll.
jeder deutsche Sparer verliert mit der FTS
der dt. Anleger wird die Steuer bezahlen, nicht die sog. "Spekulanten", jeder Investmentfonds benutzt ebenfalls zur Feinsteuerung die "Teufelsderivate"; deren Transaktionskosten bspw. bei DAX und Bund, verzehnfachen sich; diese Kosten kommen also neben der 0,1% Steuer auf "normale" Aktien/Anleihentransaktionen hinzu; die Rendite jedes Fondssparplans, jeder fondsgebundenenen Lebensversicherung, etc. wird man vergessen können
Deka-Fonds: Vertriebsprovision 3,75%+ Bestandsprovision 1,25%p.a. = 50x Finanztransaktionssteuer
...auf den vollen Einsatz - allein für den Vertrieb in den ersten
12 Monaten. Dazu treten die Vergütungen für das Treiben des
Fonds selbst. ( Quelle: Kanzlei Tilp, Anwalt Heinrich im HB )
So lustig geht es zu im Milieu derer, die jetzt mit Krokodilstränen
das Kleinanlegerwohl beschwören.
Die Citibank (heute Targobank) vereinnahmte beim Vertrieb bestimmter
Lehmanzertifikate eine Provision von 3% gefolgt von jeweils 3,05% als
Bestandsprovision in den Folgejahren. Schon allein die Bestandsprovision
belastet das Ergebnis jährlich mit dem 30-Fachen einer
Finanztransaktionssteuer auf den vollen Einsatz.
Noch unbekümmerter langte die Commerzbank hin:
Durch ein Urteil des OLG Frankfurt ( Az. 9 U 153/09) wurden dort
Vertriebsprovisionen von zwei Medienfonds transparent: VIP3 mit 8,25%
und VIP4 mit 8,75% ...
Wenn jetzt das Milieu der Scheinleister, Spesenritter und Umverpacker
das Kleinanlegerwohl (Altersvorsorge) vorschiebt, dient dies offenbar
dem Zusammentreiben von Narren als Sichtschutz.
und?
was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Bei Fonds ist es doch wie überall: Wenn man nicht vergleicht, zahlt
man zu viel.
Kleinkram
"Für die Vermittlung von geschlossenen Fonds ist die Spanne
der Provisionen relativ groß: Zwischen fünf und 15 Prozent
der Einlage verlangen Vermittler für ihre Beratung. Da ein Anleger
meist mehrere zehntausend Euro auf einen Schlag investiert, verdient der
Vermittler folglich oft mehrere tausend Euro an einem einzigen Geschäft.
Bei einer durchschnittlichen Anlagesumme von 30.000 Euro für einen
geschlossenen Fonds und einem mittleren Provisionssatz von zehn Prozent
wären das also bereits 3000 Euro Verdienst. Wenn der Vermittler
seinen Provisionssatz hochschraubt oder den Anleger von einer noch
größeren Investitionssumme überzeugt, kann es auch
deutlich mehr werden." quelle webseite Handelsblatt.
Ich habe auch schon von Fällen gelesen wo die Provision bei
geschlossenen Fonds 20% betrug. Allein für den Vermittler!! Da sind
noch keine Verwaltungskosten abgezogen.
Die Finanztransaktionssteuer soll also eingeführt werden,
wahrscheinlich, damit wir normalen Bürger glauben, die Politik in
Berlin und in Brüssel tut was gegen die die Wildwüchse an den Finanzmärkten.
0,1% Transaktionssteuer pro Aktientransaktion und 0,01% pro Derivat.
Das ist die Enscheidung bei der EU, die kommen soll. Hallo ? Warum wohl
soll der volkswirtschaftlich sinnvolle Transfer von Unternehmensanteilen
(Aktien) 10x so stark besteuert werden, wie so ein sinnloses Derivat ?
Kann mir das einer bitte erklären? Ich habe einfach den Verdacht,
dass sich wieder mal die Finanzlobby durchgesetzt hat.
Wahrscheinlich haben auch viele Politiker nicht verstanden, um was es da
geht, geschweige die Mehrheit der Bürger.
Der normale Aktiensparer wird durch solch einen Unsinn bestraft, die
Finanztransaktionen der Banken werden geschont.
So erkläre ich mir das, nirgendwo habe ich Argumente gelesen, die
mir erklären, warum das gut sein soll.
Eine Kanzlerin, die Überblick verloren hat, möchte Finanztransaktions- (Dummen)-Steuer in der Welt
einführen. Anstatt sich endlich darum zu kümmern, dass die
seit Langem sträflich verschonten gefährlichen Schattenbanken
- Hedge-Fonds u.a. - reguliert werden, sollen nun Krethi und Plethi mit
ihren bescheidenen Wertpapiergeschäften der neuen Steuer
unterworfen werden. Die SPD-Schlafmützenorganisation - bzw.
-Pro-Position - ist wie immer auch dafür. Manche neidischen
Genossen freuen sich, dass ihr fähiger Kandidat bei der Anlage
seiner Redegelder auch Steuern bezahlen muß. Zudem käme
zusätzlicher Geldsegen der SPD bei einem Wahlgewinn ihrem
Umverteilungsdenken - weg von den Leistungsträgern - entgegen.
Die Dummen von CDU, SPD, Grünen bilden wieder einmal eine blendende
Mega-Koaltion. Weil sie nicht wissen, dass sich die eigentlichen,
schlauen Verursacher der Finanzmisere der o.a. Steuer entziehen
können u. werden u. die Steuer damit kontraproduktiv wirkt. Auch
Frankfurt wird verlieren. Wg. anhaltenden Mißerfolgs scheint die
CDU blind vor Angst, auch für Steuerirrsinn!
Stichwort Kapitalverkehrsfreiheit
Mich ärgert es nur, dass das gesamte Projekt so löchrig wie
ein Sieb ist. Hier picken sich mal wieder die üblichen
Verdächtigen (GB, NL, LUX, etc) die Rosinen raus, um ihr perveses
Geschäftsmodell zu stärken! Die NL argumentiert, dass es ihnen
€ 550,- pro Pensionär kosten würde? Ausgehend von welcher
Summe? Dieser Betrag macht ja selbst nur ein Bruchteil einer monatlichen
Ausschüttung aus! Dem Hochfrequenzhandel weine ich keiner
Träne nach und der Liquidität der Märkte wird es eh kein
Bein brechen - der ist mit Euros sowieso zugemüllt.
Ja, auch bei dieser Steuer werden zum Schluss wieder die Falschen zahlen
müssen. Kommt halt davon, wenn man die EU nur auf das Fundament des
Binnenmarktes aufbaut, anstatt auf ihre Bürger.
Wenn es um Geld geht, bekommt man immer zu wenige unter einen Hut
Deswegen gibt es z.B. auch in meinem Beruf kein solidarisches Verhalten
und wir werden von den Herrschaften, denen daran gelegen ist uns billig,
billig und willig haben zu können, regelmäßig nahezu in
unserer Gesamtheit kontinuierlich nach unten befördert und dies
unter tätiger Mithilfe von Personen, die vorgeblich unsere
Interessen vertreten, aber ihren extrem hohen Preis nach Meinung meines
Anwalt wert sind, weil sie ihre Gage dadurch, dass sie unsere terms of
trade ständig verschlechtern, mit Sicherheit wieder reinholen,
jedenfalls für die, die über uns sind und uns insgesamt nur
als Kostenfaktor sehen.
Für die wenigen Ausnahmen bestehen solche Sonderbedingungen, dass
diese happy few ohnehin mit dem Durchschnitt überhaupt nicht
vergleichbar sind.
Aus meiner Sicht ist das mit den meisten "übergreifenden"
wirtschaftlichen Steuerungsmaßnahmen genau dasselbe bzw. muss
jeder sehen, wie er zurecht kommt. Das gilt bis weit ins linke
politische Spektrum hinein und wird immer so gemacht.
das Kind wird mit dem Bade ausgeschüttet
hier wird mit lachhaft niedrigen Steuersätzen eine Tür
aufgemacht, die dann später nach Belieben erhöht werden
können. Mit einer angemessenen Beteiligung der Banken an den Kosten
der Bankenrettungen hat das nichts zu tun.
Die Kosten der Bankenrettung (IKB, HRE, LBs) entstanden im Eigenhandel
der Banken, die die hohen Renditen der sub-prime Immobilienderivate
blind gegen die Risiken gemacht hat. Und weil gerade bei den LBs eine
Staatsgarantie dahinter stand, hat das Risiko niemanden interessiert.
All die Transaktionssteuern helfen gegen solche Fehlspekulationen
garnichts. Die werden weder im Hochfrequenzhandel abgewickelt noch durch
0,01% Kosten verhindert.
Es hilft nur ein konsequentes Trennbakensystem, bei dem die Zocker dann
pleite gehen! Bei den Transaktionssteuern geht es ausschließlich
um eine neue Steuer! Erstmal eingeführt werden dann
(Linkspopulisten an die Front) die Steuersätze gerne erhöht.
Heftigen Widerstand muss es vor allem gegen W. Schäuble, A. Merkel, Steinbrück und Trittin geben.
Die derzeit im Bundestag agierenden Parteien haben sich ausschließlich für europäische Interessen bzw. für die Interessen einer kleinen Klientel eingesetzt. Da ist die Linke, die sich gegen den ESM einsetzte noch positiv zu werten, aber sie wollen letztlich nur noch mehr Bürokratie und höhere Steuern um mehr Geld umverteilen zu können. 0,01 Prozent erscheinen zwar marginal, aber dieser Satz wird bei Bedarf sicher erhöht werden. Die Arbeitnehmer sollen für ihre Rente selbst vorsorgen, um genau auf diese Vorsorge Steuern zu erheben, wie pervers ist dieses System. Ganz abgesehen von den Vorschriften die man bei der Riesterrente einzuhalten hat und diese damit nur für die Finanzindustrie rentabel macht. Der Bundestag gehört ausgefegt. Es muss mehr direkte Demokratie geben und eine andere Parteienlandschaft.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 12:13 UhrWerte Frau Dreier
0,01 Prozent bei Derivaten ist mitnichten marginal, da es sich auf den
NENNWERT bezieht.
Am Bsp. eines Bund Futures Kontrakt sei dies erläutert:
Der Kauf EINES Bund Futures Kontraktes entspricht einem NENNWERT von
140.000 Euro. Dies ergäbe bei 0,01% 14 Euro. Sollte man wie
üblich diesen Kontrakt wieder schließen (roundterm) fielen
weitere 14 Euro also 28 Euro an, was total etwa 3 Ticks ausmacht.
Aktuell betragen die Kosten incl. Börsengebühren, die von
professionellen Händlern zu zahlen sind 0,92 Euro (roundterm).
Es ist leicht zu verstehen, dass der Handel mit BUFu damit eingestellt
würde mit Folgen für Zinshöhen, Risikoprämien und
Kapitalangebotesfunktion auf die Basis nämlich Bundesanleihen!
Es
Der Wohlfahrtseffekt dieser neuen Steuer
35 Mrd € p.a. zusätzliche Steuereinnahmen, zum Wohle der
Bevölkerung natürlich ;-) Propagandistisch und für alle
Gutmenschen noch mehr aufgehübscht, da hiermit pr. böse
Zocker, Hochfrequenzhändler u.s. Parasiten zur Kasse gebeten
werden.
Die Frage bleibt, wie realistisch ist das denn alles? Werden diese
Zocker dann überhaupt noch Bund Futures handeln oder auf andere
Märkte ausweichen? Wird Siemens, welches auch diese Steuer zu
entrichten hätte, bspw. bei der Absicherung von
Projektfinanzierungen, dies weiterhin aus Deutschland heraus tun.
Müsste die Allianz allein schon aus der Verpflichtung
gegenüber dem Interesse der Aktionäre ganze Abteilungen ins
Ausland verlegen? Wird diese Steuer das Geschäftsmodell der
Deutschen Börse völlig vernichten? Werden hiermit 10tausende
hochqualifizierte Arbeitsplätze aus dem Lande getrieben und geht
das dortige Know How für immer verloren?
Was für ein Wahnsinn und es wird so kommen. Danke Angela für
diesen Dienst am Vaterland!
Weil es dem Sparer an das Geld geht.
Und wer hohe Steuern(Lohn-, Umsatz-, Benzin-, Tabaksteuer,...) zu zahlen hat um auch ja allen einen bequemen Platz vor der Klotze einzurichten, der kann sich schon aufregen, dass nun auch noch eine extra Steuer auf seine Anlagen beim Umschichten anfallen. Also je Order(Kauf/Verkauf) - zusammen 0,02% und dabei wird es nicht bleiben, denn dies ist eine neue Steuer, die dann nach Bedarf erhöht werden kann. Also darüber kann ich mich schon ärgern und aufregen. Und nur damit dieser fanatische Lügenbaron weiter seiner Europaidee nachgehen kann. Weg mit dem Euro, raus aus der EU, weg mit CDUCSUFDPSPDGrünenLinken!
@Elisabeth Dreier
"Der Rest würde an anderen Plätzen handeln."
Na, dann ist doch alles prima für die Finanzindustrie! Warum regen
die sich denn dann so auf?
Oh je, Herr Neubert. Wer zahlt diese Steuer? Nur der kleine Arbeitnehmer und der Mittelstand.
Der Rest würde an anderen Plätzen handeln.
"Lassen wir's doch mal drauf ankommen." Was meinen Sie Herr
Neubert? Meinen Sie etwa, dass künftig die Bundesanleihen
künftig nur noch in London zu vernünftigen Kursen und Preisen
zu beziehen sein sollen? Oder das künftig die Zinssatz(Lebensvers.,
Bausparvertrag, Unternehmensanleihen) sich an dem Libor, statt an dem
Euribor orientieren soll, da kaum mehr Handel an der Eurex stattfindet.
Nein, dies möchte ich nicht "drauf ankommen" lassen. Alle
Steuern in Deutschland gehören auf den Prüfstand und
müssen vereinfacht werden, dann kann man neue Steuern diskutieren.
Und ich meine Diskutieren nicht nur im öffentl. Rundfunk und nicht Beschließen.
@Christian Duus
"Die Frage bleibt, wie realistisch ist das denn alles? Werden diese
Zocker dann überhaupt noch Bund Futures handeln oder auf andere
Märkte ausweichen? Wird Siemens, welches auch diese Steuer zu
entrichten hätte, bspw. bei der Absicherung von
Projektfinanzierungen, dies weiterhin aus Deutschland heraus tun.
Müsste die Allianz allein schon aus der Verpflichtung
gegenüber dem Interesse der Aktionäre ganze Abteilungen ins
Ausland verlegen? Wird diese Steuer das Geschäftsmodell der
Deutschen Börse völlig vernichten? Werden hiermit 10tausende
hochqualifizierte Arbeitsplätze aus dem Lande getrieben und geht
das dortige Know How für immer verloren?"
Lassen wir's doch mal drauf ankommen. Stellen Sie sich vor, diese Steuer
kommt und nichts passiert! Oder auch andere Länder kommen auf den
Geschmack, diese Steuer einzuführen!
Die "Dann gehen die alle ins Ausland!"-Fraktion hat das Blatt
sehr hoch ausgereizt.
Genug gepokert. Die Karten sollen endlich auf den Tisch.
Frau Merkel entscheidet so, wie sie glaubt am meisten Wählerstimmen
holen zu können
- "Energiewende" um die Ängste der Bürger zu besänftigen
- "Transaktionssteuer" damit die "Reichen"
geschröpft werden
nur merkt der Bürger nicht, daß nur er alleine
geschröpft und entmündigt wurde.
@Hans Böhringer
"(...) nur merkt der Bürger nicht, daß nur er alleine
geschröpft und entmündigt wurde."
Wieso dann die ganze Aufregung und Widerstand in der Finanzwelt, wenn
das die eh nicht trifft?
Parteienstaat ohne soziale Gerechtigkeit.
Früher hieß es, Sozis können nicht mit Geld umgehen. Die
" Konservativen ", die CDU , haben längst aufgeschlossen.
Steuer- und finanzpolitisch herrscht inzwischen nur noch der helle
Wahnsinn. Die nächste Katastrophe folgt wie das Amen in der Kirche.
Mit dieser völllig unvernünftigen, als Bestrafung der Banken
gedacht oder christlicher als Finanzierung zum Zwecke der Bankenrettung
deklariert, werden der gesamten Privatwirtschaft erneut
2-stellige Milliardensummen zugunsten der Verfügungsmasse der
herrschenden Parteienautokratie entzogen. Und während die
Bankenboni weiterhin den Parteienschutz genießen trifft es im
vorliegenden Fall erneut die arbeitende Bevölkerung und ihre Alterssicherung.
Es trifft die Krankenschwester wie den Lokführer oder Polizisten,
wieder in erster Linie die Ärmsten unter den Armen. Denn jeder
mühsam erarbeitete Rentenpfennig wird bei seiner Anlage
erneut besteuert. Der Reiche hat sein Wertpapierkonto legal ins Ausland
ohne Verrückten-steuer geschafft.
Es kommt weniger darauf an, wieviel auf den Einzelnen entfallen.
Es geht doch dabei weniger um die Privatanlage. Wer sorgt denn in
Deutschland im Mittel-
stand schon privat vor ? Es geht um die von Rententrägern,
Versicherungsgesellschaften etc.
verwalteten Altersgelder. Und auf die entfallen der Großteil der
nunmehr zusätzlich steuerpflichtigen Anlagebewegungen, zumal die
Anlage in Staatspapiere imZeitalter des Nullzinses weitgehend
ausfällt. Und insgesamt geht es dabei um 2-stellige
Milliardenbeträge, bei dem Einzelnen mag das kein Gewicht haben,
aber darauf kommt es ja wohl nicht an. 1% Erhöhung der
Mehrwertssteuer mag bei einer 80-järigen und ihren 2 Yoghurts am
Tage auch nicht ins Gewicht fallen. Entscheidender sind die
gesamtwirtschaftlichen Umschichtungen. Und natürlich bleibt es
nicht bei o,1 %. Bei den 300 Milliarden Griechentransfer ist auch
volkswirtschaftlich weniger entscheidend, wieviel davon auf den
Einzelnen entfällt. Dennoch ist der Gesamtschaden gigantisch.
0,01 % Herr Schubert.
Aber jeder Arbeitnehmer muss für seine Rente vorsorgen, dies mit erheblichen Vorschriften wie man dies tun darf um die staatl. Förderungen bzw. Vorteile der Riesterrente zu erhalten. Wie sich nun herausstellt kam dies aber nur den Verkäufern und Verwaltern von Finanzprodukten zu Gute. Daneben, wenn jeder selbst vorsorgen soll, wie kann man extra Steuern darauf erheben? Ganz abgesehen, dass mit dieser Steuer der Handelsplatz Frankfurt gegenüber London,... ins Hintertreffen gerät. Auch wird der Steuersatz in Zukunft mit Sicherheit erhöht. Also was soll dieser Mist?
Krankenschwestern und Lokführer im Hochfrequenzhandel?
Wenn ich die 0,1% beispielsweise mit den bei aktiv gemanagten Fonds
üblichen Gebühren vergleiche, erscheint mir das doch eher
lachhaft. Wenn die Krankenschwester ein paar mühselig abgesparte
Euros z.B. in einem Fonds anlegt, zahlt sie womöglich erstmal 5%
'Ausgabeaufschlag' und danach gerne 1,5% jährlich an Gebühren
an die Fondgesellschaft und eventuell noch Verwahrungsgebühren
für die Papiere. Die Depotbank erhebt beim Kauf der Wertpapiere
gerne mal sowas wie pauschal 10 € für die Transaktion. Beim
Verkauf wird diese Gebühr erneut fällig.
Was sind dagegen 0,1%? Dieser Steuersatz ist für jemanden, der sein
Erspartes anlegen und hin und wieder umschichten möchte, nahezu zu vernachlässigen.
Es regen sich jetzt wohl eher diejenigen auf, die ihrerseits an anderen
Stellen völlig ungeniert bei den 'Privatanlegern' die Hand aufhalten.
Das groteske Arsenal an Gegenargumenten ist ein starker Indikator...
...dafür, daß diese Steuer genau die Richtigen trifft. Um "Kleinsparer", ihre "Altersvorsorge" und die "mittelständische Betriebe" wollen die gewerbsmäßigen Spieler und ihre politischen Freunde besorgt sein? Hallo, geht's noch ein bißchen alberner?
Hochfrequenzhändler erfüllen eine wichtige Funktion.
Ohne Hochfrequenzhandel bekäme ich nicht die Aktien, die ich haben möchte und wenn, dann zu einem höheren Preis. Wenn ich in Frankfurt oder Stuttgart kanadische Aktien kaufe, dann bin ich darauf angewiesen, dass die Aktie häufig genug gehandelt wird. Diese Aktien werden aber selten gehandelt und in Toronto möchte ich nichts ordern. Ich mache das lieber an deutschen Börsen. Ich bin darauf angewiesen, dass irgendein Arbitrage-Händler oder sein Algorithmus erkennt, der Zunker an der Börse Stuttgart möchte Aktie CA123. Der Händler kauft die Aktie in Toronto und verkauft sie an mich in Stuttgart. Er muss einen Gewinn aus diesem Arbitrage-Geschäft ziehen, aber der wird geschmälert und demzufolge leiden auch deutsche Kleinaktionäre unter diesem Mist.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 13:46 UhrWoher kommt das?
woher haben sie bitte diese Information? Das stimmt leider hinten und
vorne nicht.
Es gibt sicherlich den Fall, dass Hochfrequenzhändler sich
"nach vorne drängeln" dürfen, sofern sie einen Preis
stellen der so gut ist wie das was sonst am Markt geboten wird. Meist
ist das allerdings der "Lohn" dafür, dass der
Händler an für ein bestimmtes Wertpapier als sog. market maker
auftritt und dafür garantiert, dass immer ein Mindestmaß an
Liquidität im Markt ist für das spezifische Wertpapier. Das
impliziert auch potentiell verlustreiche Geschäfte.
Und ohne Liquidität sind die Preise am Markt nicht wirklich aussagekräftig.
Man müsste wissen, wie der Hochfrequenzhandel funktioniert----
Gegen Extrabezahlung erhalten einige Händler das Recht, dass ihre
Aufträge ganz vorn in die Schlage der vorliegenden
Kauf-Aufträge geschoben wird.
Wenn der normale Aktienkäufer seinen Kaufauftrag erledigt, hat der
Hochfrequenzhändler schon wieder verkauft.
Der Hochfrequenzhand "killt" jeden normalen Handel - alles
andere ist dummes Zeug.
Der Hochfrequenzhandel ist ein Domäne der Banken und Spekulanten
und deshalb muss hier die FTT eingeführt werden und zwar schnell.
... eine wichtige Funktion für einige wenige
und so ist es nur fair, wenn diese Zwischenhändler ihre Gewinne angemessen versteuern und so, wie jeder andere Zwischenhändler auch, ihren Beitrag fürs Gemeinwesen leisten.
Wieso denn „sogar“? Weil die FDP ja früher eher für Ihren gnadenlos bankenfeindlichen pro-Steuer-Anti-Finanzkapital-Kurs bekannt war? Und jetzt ist SOGAR sie gegen die Finanztransaktionssteuer? Richtig müsste es heißen: Erwartungsgemäß ist auch die FDP dagegen.
Ich wundere mich sehr, daß die Kommentatoren hier zum obigen
Artikel nicht auf das Wesentliche eingehen, und zwar auf die Differenz
zwischen 0,01 % auf Bankenspekulationen
(z. B. Wetten auf Nahrungsmittel, Leerverkäufe, HedgeFonds,
Derivate) und 0,1 % für die kleinen Privatanleger. Der kleine Mann
wird wieder einmal barbiert nach dem Motto Kleinvieh macht mehr Mist. Da
müht man sich ab, seine Altersvorsorge aufzubauen und schon
heißt es "April, April".
Eigentlich habe ich nach den ersten Medienberichten in Funk und
Fernsehen eine große Protestwelle erwartet, aber der Mensch ist
eben nur eine trullige Schlafmütze.
0,1% auf Aktien- und Anleihenhandel, 0,01% auf Handel mit Derivaten.
Handeln Banken nicht mit Aktien und Anleihen? Dürfen Privatanleger
keine Derivate handeln? Bitte erklären Sie Ihre Behauptung, der
Steuersatz von 0,1% würde nur Privatanleger treffen.
Jaja, wer die FDP-Sandalen anhat ist immer nach allen Seiten offen
Liebes Röslein, lieber Wissing,wie schon ein Vorkommentator
erwähnte, für Kleinsparer sind die Stellen vor dem Komma
wichtig nicht danach, außerdem wäre es einfach, abziehbare
Pauschalen einzuführen.
Einige FDP-Politiker die direkt oder indirekt Beraterverträge mit
der Finanzindustrie haben, sollten sich in die Ecke stellen und
schämen, dass sie wieder einmal das James Bond Prinzip "Sag
niemals nie (nein)" verfolgen. Ich hoffe nur, dass von dieser
Steuer auch der Hochfrequenzhandel betroffen sein wird, denn dieser
zieht Geld aus dem System, zu Lasten der kleineren und mittleren
Händler. Die lächerlichen Erklärungsversuche von
interessierter Seite, dass dies ja allen Anlegern hilft, sind genauso
platt wie durchschaubar.
Besonders die FDP zeigt mir wieder einmal, dass mein alter Professor
recht hatte wenn er von Demokratie sprach und sagte "Wie sind nicht
mehr in einer Diktatur, aber in einer Tricktatur"! Natürlich
bemüht sich die FDP nicht als Bad Guy dazustehen, dies aber mit lächerl
Die City of London ist das große Übel!
Dort werden die ganzen kriminellen Finanzgeschäfte abgewickelt.
Durch die Steuer wird ausgerechnet die City noch gestärkt, weil
dann alle Geschäfte dorthin abwandern. Es wird zwingend notwendig,
das GB endlich aus die EU rausgeschmissen wird!
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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