Die Aktien der Nürnberger Umweltbank AG haben ein erfolgreiches Börsendebüt verzeichnet.
Die im Freiverkehr notierten Papiere gingen mit 11,50 Euro in den Handel. Gegenüber ihrem Ausgabepreis von 7,50 Euro bedeutet dies ein Aufschlag von rund 53 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf gaben die Aktien leicht auf 10,40 Euro nach. Das Finanzinstitut bringt nach eigenen Angaben über 4,8 Millionen Aktien an die Börse.
Die Umweltbank ist das erste auf ökologische Geldanlagen spezialisierte Kreditinstitut, das den Gang an die Börse gewagt hat. Das Institut finanziert nach eigenen Angaben Projekte, die Energie einsparen und damit den Ausstoß von Schadstoffen verhindern. Dazu gehörten Niedrigenergie- und Passivhäuser ebenso wie Windparks, Solar- und Wasserkraftanlagen oder auch Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. 24.000 Kunden hätten im vergangenen Jahr für ein Geschäftsvolumen von 466 (Vorjahr: 376) Millionen Mark gesorgt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg auf 3,59 (2,64) Millionen Mark.
Analysten hatten den Börsengang der Umweltbank nach den Schwierigkeiten der genossenschaftlichen Ökobank eG und des Ökoversandhändlers Waschbär unter keinen gutem Stern gesehen. Erst in der vergangenen Woche hatte der Ökoversandhändler Waschbär mit ihrer Tochterfirma Alb Natur Insolvenz beantragt. Wenige Tage zuvor hatte die Ökobank ihren Kollaps mitteilen müssen.
Als richtig ist nun die Entscheidung der Umweltbank einzustufen, den Ausgabepreis unter der Bookbuildingspanne von 8,50 bis 9,50 Euro festzulegen.
