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Mittwoch, 19. Juni 2013
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BMW senkt radikal die Gewinnerwartungen Von der Realität eingeholt

 ·  BMW-Chef Norbert Reithofer begründet die sinkende Rendite mit Milliardeninvestitionen in umweltfreundliche Technik. Jetzt muss er eingestehen, dass dies allein nicht die Ursache für steil fallende Gewinne ist. Wer das Leasinggeschäft in Amerika so stark forciert hat, erhält in der Krise die Quittung.

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Lange ging es für BMW steil bergauf. Doch die Zeiten, in denen das Münchener Vorzeigeunternehmen stürmische Verkaufserfolge und steigende Renditen feierte, sind vorbei. Längst ist der Klimaschutz auf den gesättigten Automärkten in Westeuropa und Nordamerika zum beherrschenden Thema geworden.

Der hohe Ölpreis definiert das Lastenheft für säumige Autokonstrukteure. Nun trimmen sie ihre Autos mit effizienteren Motoren, besserer Aerodynamik und Leichtbauweise auf Sparsamkeit. Das kostet zunächst einmal viel Geld. BMW-Chef Norbert Reithofer wird nicht müde, die sinkende Unternehmensrendite mit den Milliardeninvestitionen in umweltfreundliche Technik zu begründen. Jetzt muss Reithofer sich eingestehen, dass dies allein nicht die Ursache für steil fallende Gewinne ist.

Wer wie BMW insbesondere das Leasinggeschäft jenseits des Atlantiks so stark forciert hat, erhält in der Krise die Quittung. In Nordamerika brechen die Verkaufszahlen ein, fallen die Gebrauchtwagenrestwerte fast ins Bodenlose - und nun zeigen sich die „Altlasten“ in den Leasingrückläufern.

Die Verkäufe von gestern und vorgestern rächen sich heute. Die Börse reagiert geschockt, der Kurs der BMW-Aktie fällt auf den niedrigsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Vorstandschef Reithofer vertröstet die Aktionäre derweil auf das Jahr 2010. Es ist kein Trost, dass auch Erzrivale Daimler von der neuen Realität in der Autowelt eingeholt wird.

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Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent in München.

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