Zwei Spitzenmanager des Elektronikkonzerns Apple müssen das Unternehmen verlassen. Vertriebschef John Browett scheidet nach nur sechs Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung aus, teilte das Unternehmen am Montag mit. Browett war im April von der britischen Elektronikkette Dixons Retail zu Apple gewechselt. Außer ihm muss auch Scott Forstall den Elektronikkonzern verlassen. Er war seit 1997 bei Apple und ist einer der Urheber des Betriebssystems Mac OS X. Zuletzt war er als Senior Vice President für das iOS-Betriebssystem zuständig. Forstall scheidet im kommenden Jahr aus. Bis zu diesem Zeitpunkt wird er als Berater von Apple-Chef Tim Cook fungieren. Seine bisherigen Aufgaben werden von anderen Apple-Managern übernommen.
Entschuldigung abgelehnt
Ein Grund für die Abgänge wurde nicht genannt, liegt aber auf der Hand: Beide waren für Entscheidungen verantwortlich, die sich als nachteilig für das Unternehmen herausstellten. Browett hatte die Personalausstattung der Apple Stores verringert, was das Unternehmen später rückgängig machte und als Fehler bezeichnete. Forstalls Abteilung war im September dafür zuständig, dass das Programm Google Maps durch die erste Apple-eigene Anwendung ersetzt wurde. Diese stieß wegen zahlreicher Fehler auf heftige Kritik von Nutzern und brachte dem Konzern hämische Schlagzeilen in aller Welt ein. Konzernchef Tim Cook entschuldigte sich später öffentlich für die Fehler. Amerikanischen Medienberichten zufolge lehnte Forstall es aber ab, Cooks Entschuldigungsbrief ebenfalls zu unterschreiben - und das soll das Fass zum Überlaufen gebracht haben.
Vom Umbau in der Führungsspitze profitiert Designer Jony Ive. Der Brite war seit der Rückkehr von Gründer Steve Jobs vor 15 Jahren für das Design der Apple-Geräte verantwortlich. Konzernchef Tim Cook übergibt ihm die kreative Verantwortung. Ive soll zusätzlich zur Design-Verantwortung konzernweit für das „Human Interface“ zuständig sein - also für die Gestaltung der Software und letztlich das Zusammenspiel von Mensch und Gerät. Er rückt damit der kreativen Führungsrolle des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs näher, während Konzernchef Tim Cook sich weiter ums Geschäftliche kümmert.
Mit Ive könnte Apple profitieren: Hardware + Software = Synergie
Pierre Jäger (libbertix)
- 30.10.2012, 13:59 Uhr
Wer ist Apple?
Martin Kunz (Hippdebach)
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Der Kartendienst ist mehr als miserabel
Herbert Sax (H.Sax)
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Das ist nur die Spitze des Apple Software Eisergs
Horst Henn (glufa)
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Markus Thomas Boldt (boldt24)
- 30.10.2012, 10:26 Uhr